Stadtplan Leverkusen
12.11.2001 (Quelle: Polizei)
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Die Leverkusener Polizei konnte durch tatkräftige und vorbildliche Mithilfe von Zeugen zwei Straftaten aufklären


Am späten Donnerstagnachmittag beobachtete eine 66-jährige Leverkusenerin von ihrem Fenster aus, wie sich vier Männer verdächtig benahmen. Das Quartett schlich auffällig um ein Einfamilienhaus an der "Driescher Hecke" in Schlebusch. Als die Männer über einen Zaun auf das Grundstück stiegen, rief sie über den Notruf 110 die Polizei an. Während ihr Ehemann mit einem Fernglas weiter das Geschehen überwachte, teilte sie den Beamten über Telefon laufend die Beobachtungen mit.
Als die Polizisten am Tatort eintrafen, konnten sie zwei der Täter festnehmen, als sie gerade aus einem Fenster kletterten, das zuvor aufgehebelt worden war.
Zwei Mittätern gelang vorher unerkannt die Flucht.
Die beiden Festgenommenen, ein 25-Jähriger aus München und sein 30-jähriger Komplize aus Hürth, verweigerten die Aussage. Da beide einen festen Wohnsitz hatten und keine anderen Haftgründe vorlagen, wurden sie am nächsten Tag nach ihren Vernehmungen entlassen. Die Ermittlungen nach den beiden flüchtigen Mittätern dauern noch an.

Nach einer Verfolgung durch die Leverkusener City konnten mehrere Zeugen einen Handtaschenräuber festhalten und der Polizei übergeben.
Am Freitagnachmittag ging eine 58-jährige Frau über den Friedrich-Ebert-Platz in der Leverkusener Innenstadt. Plötzlich und unerwartet entriss ihr ein junger Mann die Handtasche, die sie über der Schulter getragen hatte. Durch den heftigen Ruck stürzte die Geschädigte zu Boden und verletzte sich leicht.
Ein 53-jähriger Leverkusener, der die Tat beobachtet hatte, nahm auf seinem Fahrrad sofort die Verfolgung des Täters auf. Um ihn zu stoppen, fuhr er mit seinem Rad dem Räuber in die Beine. Dabei fiel der Verfolger zu Boden und der Täter verlor die Handtasche. Während sich der Radler bei dem Sturz verletzte und die Verfolgung abbrechen musste, lief der Räuber unversehrt weiter.
Aufgrund der Zurufe wurden mehrere Passanten auf die Situation aufmerksam und beteiligten sich spontan an der Verfolgung. Eine 17-jährige Schülerin aus Langenfeld wollte dabei den Täter festhalten. Als dieser sich dagegen wehrte, verletzte sich das Mädchen ebenfalls und musste ihr Vorhaben aufgeben.
Eine Gruppe von drei jungen Frauen und zwei Männern rannten aber weiter dem Täter hinterher und konnten ihn schließlich an der Zufahrt einer Tiefgarage stellen. Bis zum Eintreffen der Polizei, die von einem der Zeugen über Handy informiert worden war, hielten sie den Mann fest.
In seiner Vernehmung bestritt der wohnsitzlose 38-jährige Mann die Tat. Er gab an dass alles nur ein "Zufall" gewesen sei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln wurde der Tatverdächtige, der schon wegen anderer Delikte verurteilt wurde, dem Haftrichter vorgeführt, der den 38-Jährigen in Untersuchungshaft nahm.

Der Leverkusener Polizeipräsident Dieter Erhorn möchte den couragierten Zeugen für ihr Verhalten danken, und wird sie in den nächsten Tagen zu einem Gespräch in das Polizeipräsidium einladen.


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Letzte Änderung am 12.11.2014 01:12 von leverkusen.
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