Stadtplan Leverkusen
14.11.2001 (Quelle: Bayer)
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Ein Feuerwerk aus Licht und Farben


Optisch reizvoll gestaltete Pergola für die neue Bayer-Konzernzentrale

Seit seiner Markteinführung vor mehr als 40 Jahren hat der Hochleistungskunststoff Makrolon® wegen seiner hervorragenden Eigenschaften, aber auch durch die Entdeckung immer neuer Einsatzmöglichkeiten erfolgreich Karriere gemacht. Sein Hersteller, die Bayer AG, konnte auch immer wieder über spektakuläre Einzelanwendungen berichten, vom durchsichtigen Radio bis zur Verscheibung großer Bahnhöfe und der transparenten Überdachung von Sportstätten. In diese Liste reiht sich nun auch die neue Bayer-Konzernzentrale ein, die von dem deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn entworfen wurde. Entsprechend der herausragenden Funktion des Gebäudes steht dabei auch der Einsatz von Makrolon besonders im Rampenlicht.

Bevor er das Gebäude betritt, wird der Besucher von einer weit ausladenden Pergola empfangen, die nicht allein durch ihre Größe beeindruckt: der gestalterische Clou sind vielmehr 378 transparente, glasklare Kammerelemente, hergestellt aus Makrolon mono longlife clear 2099, die 16 Meter über dem Boden eingehängt sind und für einen brillanten, optisch anspruchsvollen Abschluss nach oben sorgen. Die Firma Makroform, ein Joint Venture-Unternehmen von Bayer und Röhm, stellt die Polycarbonatplatten mittels UV-Coextrusion her. Sie zeichnen sich wegen der beidseitigen longlife-Beschichtung durch eine sehr gute Witterungsbeständigkeit aus, die für einen Zeitraum von zehn Jahren garantiert wird. Darüber hinaus ist der Kunststoff wie bekannt extrem schlagzäh und hoch lichtdurchlässig und dabei deutlich leichter als Glas. Die einzelnen Elemente für die Pergola haben einen rautenförmigen Querschnitt, von der Längsachse aus betrachtet erinnern sie an eine überdimensionale Salmiakpastille, mit Abmessungen von 40 cm in der Höhe und 30 cm in der Breite. Insgesamt werden 22 Tonnen Granulat aus Makrolon für die Elemente verarbeitet.

Die technische Herausforderung bestand darin, die aus einem Stück bestehenden und jeweils 5,50 Meter langen Elemente aus Makrolon auf dieser ganzen Länge in die gewünschte Rautenform zu bringen. Zu diesem Zweck werden die coextrudierten Platten aus Makrolon dreifach warm abgekantet. Die Rautenform wird dann durch eine Aluminiumabdeckleiste geschlossen.

Doch mit der Formgebung der Kunststoffteile sind die Elemente noch nicht fertig. Im Hohlraum der Raute wird nämlich noch eine Art Leiter aus V4A-Stahl eingebaut, an deren Enden die Elemente in die dafür vorgesehenen Halterungen der Stahlskelettkonstruktion eingehängt werden. Sie hat darüber hinaus noch eine wichtige optische Funktion zu erfüllen: zwischen jeweils zwei Leitersprossen befindet sich ein lichtdurchlässiges, dichroitisches Farbelement. Das dadurch einfallende Tageslicht erzeugt reizvolle Farbreflexe auf dem Boden, je nach Position des Elements im Leitergerüst und dem momentanen Sonnenstand.

Für die Produktion der Elemente von der Abkantung bis zur endgültigen Fertigstellung zeichnet die Hans Börner GmbH & Co. KG in Nauheim verantwortlich, mit der Bayer und Makroform eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft verbindet. Ihr technischer Leiter, Dipl.-Ing. Konrad Hellmund, unterstreicht die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen: "Diese architektonische Spitzenleistung wurde erst möglich durch die Kombination des Hochleistungswerkstoffs Makrolon mit dem Know-how von Bayer in Sachen Kunststoffe, der Erfahrung der Firma Makroform im Bereich der Halbzeuge sowie der verarbeitungstechnischen Expertise der Firma Börner. Der Wunsch des Architekten, der Pergola diese besondere optische Gestalt zu geben, wird so optimal erfüllt." Die fertige Pergola wird zurzeit montiert und kann voraussichtlich ab Frühjahr 2002 bewundert werden.


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Letzte Änderung am 14.11.2014 01:05 von leverkusen.
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