Stadtplan Leverkusen
16.09.2002 (Quelle: Bayer)
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Kultur als Brücke zwischen Wirtschaft und Gesellschaft


Bundespräsident Rau mit finnischer Staatspräsidentin Halonen und NRW-Ministerpräsident Clement zu Gast bei Bayer
Nordische Kultur-Spielzeit im Beisein zahlreicher Ehrengäste eröffnet

Sie nahmen an der Spielzeit-Eröffnung teil: (v. links) Dr. Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Bayer AG, Johannes Rau, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Tarja Halonen, Staatspräsidentin der Republik Finnland, Werner Wenning, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Wolfgang Clement, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Tarja Halonen und Johannes Rau trugen sich vor der Veranstaltung in das Gästebuch der Bayer AG ein.

"Unser Kultur-Engagement verstehen wir als bewusste Entscheidung des Unternehmens, uns langfristig für das gesellschaftliche und somit kulturelle Leben in den Ländern zu engagieren, in denen wir geschäftlich tätig sind." Mit diesen Worten charakterisierte Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, anlässlich der Kultur-Spielzeit-Eröffnung am Sonntag, 15. September 2002, im Erholungshaus die Kulturarbeit des Unternehmens.

"Kultur-Räume im Norden" heißt der Titel der neuen Kultursaison, die vor rund 700 geladenen Gästen im Beisein der Schirmherren der Veranstaltungsreihe, Johannes Rau, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, und Tarja Halonen, Staatspräsidentin der Republik Finnland, sowie Ehrengast Wolfgang Clement, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und weiterer hochrangiger Vertreter von Politik, Kultur und Wirtschaft im Rahmen eines Festakts eröffnet wurde. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, Paul Hebbel, der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayer AG, Dr. Manfred Schneider, und der Ehrenvorsitzende des Bayer-Aufsichtsrats, Hermann Josef Strenger, nahmen an der Veranstaltung teil.

Mit ihrer Kulturphilosophie schlägt die Bayer AG traditionell eine Brücke zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. So unterstrich Wenning in seiner Begrüßung auch den hohen Stellenwert der seit rund 100 Jahren bestehenden Bayer-Kulturarbeit. Er nannte es die Pflicht eines Unternehmens dieser Größenordnung, seinen Mitarbeitern und dem gesamten Umfeld mehr zu bieten als gut bezahlte Arbeitsplätze und hohe Sozialleistungen. "Wir möchten Verhältnisse schaffen, in denen Mitarbeiter ihr Leistungsvermögen und ihre Kreativität entfalten können", sagte Wenning.

Nicht verhehlen wollte er aber auch, dass die Kulturarbeit durchaus ein Werbeträger für Bayer sei. "Mit Kultur bauen wir Brücken von Menschen zu Menschen. Und wenn unser Männerchor in Tokio gefeiert oder die Philharmoniker in Sao Paulo bejubelt wurden, waren diese Musiker und Sänger auch die sicht- und hörbaren Repräsentanten unseres Slogans: ´Bayer - das ist auch Kultur´", so Wenning.

Bundespräsident Rau erinnerte in seiner Ansprache an die guten deutsch-"nordischen" Beziehungen und griff den Bayer-Grundsatz "Wirtschaftsräume sind auch Kulturräume" auf. Er hob in diesem Zusammenhang den Stellenwert des kulturellen Austauschs für Politik und Wirtschaft hervor und verwies auf die Bedeutung der nordeuropäischen Hauptstädte im Rahmen der internationalen Friedenspolitik. Der sprachliche Austausch spiele ebenfalls eine große Rolle. So unterstrich er den Nutzen, den die Kenntnis einer nordischen Sprache für Deutsche habe. Die besondere Verbundenheit der Deutschen mit ihren nordischen Nachbarn leiste zudem einen großen Beitrag in einem zusammenwachsenden Europa.

Staatspräsidentin Tarja Halonen zeigte sich in ihrem Vortrag sehr erfreut über das Interesse der Bayer AG an der Kultur ihrer Heimat und des gesamten nordeuropäischen Raums, der trotz landestypischer Unterschiede von starken Bindungen zwischen den einzelnen Ländern geprägt sei. Sie skizzierte die Kultursituation in Europa und hob den hohen Stellenwert von Kultur generell hervor; in einer sich schnell wandelnden Welt sei "Kultur wie ein Kompass", der eine neue Bedeutung zukomme.

Auch auf die Beziehungen zu Deutschland ging Halonen in. "Deutschland hat in der Kulturgeschichte stets eine herausragende Rolle gespielt", so die Staatspräsidentin. Dabei seien "Natur, Kunst und Musik Gebiete einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit". Darüber hinaus unterstrich sie die große Bedeutung, die das Mäzenatentum, so wie es von Bayer praktiziert werde, nach wie vor besitze. Den Transfer finnischer Künstler nach Deutschland sprach Halonen in diesem Zusammenhang ebenfalls an.

Passend zum Besuch war bereits am Vormittag die Ausstellung mit dem Titel "An der Schwelle zum Unbekannten" eröffnet worden, die dem interessierten Besucher bis zum 20. Oktober 2002 das hierzulande noch relativ unbekannte Kunstpanorama zeitgenössischer finnischer Fotografie und Malerei näher bringen soll.

In einem Grußwort lobte NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement das kulturelle Engagement der Bayer AG und wünschte der neuen Spielzeit den verdienten Erfolg.

Für den musikalischen Rahmen sorgten die Bayer-Philharmoniker, die unter der Leitung von Generalmusikdirektor Rainer Koch Werke von Franz Berwald, Carl Nielsen, Edvard Grieg und Jean Sibelius aufführten.

Die in Kooperation mit Bayer Norden entstandene Spielzeit ist letzter Akt der erfolgreichen Trilogie "Nachbarn". Im Rahmen zahlreicher Konzerte, Ballett- und Theateraufführungen, Lesungen und Ausstellungen werden die Länder Island, Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland sowie die baltischen Staaten kulturell porträtiert. Bis Juni 2003 präsentiert die Bayer-Kulturabteilung dem Publikum an den nordrhein-westfälischen Bayer-Standorten in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Wuppertal die unterschiedlichen Facetten, Farben, Töne und Inhalte nordischer Kultur.


Bilder, die sich auf Kultur als Brücke zwischen Wirtschaft und Gesellschaft beziehen:
15.09.2002: Schneider, Rau, Halonen, Wenning, Clement

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Letzte Änderung am 09.08.2015 10:51 von leverkusen.
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