Stadtplan Leverkusen
19.11.2002 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Wirtschaftsempfang 2002 in Leverkusen


Redner fordern Wende in der Wirtschaftspolitik

Der Mittelstand ist nicht mehr die Antriebskraft der deutschen Wirtschaft. Er wird vielmehr beherrscht von lähmender Frustration. Zu dieser These nahm Prof. Klaus Steilmann auf dem Wirtschaftsempfang der WFL Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH gestern abend, 18. November, im BayKomm Stellung.
Mehr als 200 Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik diskutierten im Anschluss den Vortrag von Prof. Steilmann, der 1958 in Bochum-Wattenscheid sein Textilunternehmen gründete. Er ist bis heute Innovator und Meinungsführer der deutschen Wirtschaft. In seinem Vortrag formulierte er Fakten, die die unternehmerische Tätigkeit behindern: Zu hohe Produktionskosten und Steuern, unzureichende Innovationsdynamik, praxisferne Gesetze und Überregulierung, sowie eine unzureichende Arbeitsmarktpolitik und ein Mangel an vernetzter Bildung schaden der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmer. Prof. Steilmann forderte ein Initiativprogramm zur Wende in der Wirtschaftspolitik und legte dazu seine Vorschläge und Anregungen dar. Das Ziel ist der Dialog mit den Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Die Leverkusener Antwort

Als Hausherr begrüßte Dr. Heinz Bahnmüller, der Leiter des Leverkusener Werkes der Bayer AG, die Gäste im BayKomm. Auch er benannte die Reformbedürftigkeit der deutschen Wirtschaft und appellierte an die Politik, die Marktwirtschaft wieder zu kräftigen, um die Investitions- und Innovationskraft der Unternehmen zu stärken. Er forderte, dass Leverkusen ein Wirtschaftsstandort bleibt, der auch Raum für Industrienansiedlungen bietet. Die Bayer AG engagiere sich in vielfältiger Weise für den Standort, wie die Beteiligung am GIZ Gründer- und Innovationszentrum, die Zusammenarbeit mit der WFL bei der Vermarktung des Bayer Chemieparks und mit einer neuen Initiative zur Förderung von Jungunternehmen, die man in Kürze vorstellen wolle. Ein deutliches Signal sei natürlich auch der Neubau der Bayer Konzernzentrale am Standort Leverkusen.

In seinem Grußwort ging Leverkusens Oberbürgermeister Paul Hebbel auf die Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Selbstverwaltung zur Schaffung geeigneter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein. Die von der staatlichen Kommunalverwaltung aufgelegten Steuererhöhungen und die vorgeschriebene Bürokratie bei Genehmigungsverfahren seien nur zwei Beispiele für die Einengung seiner Handlungsfähigkeit. Stadtintern setzt Hebbel jedoch alles daran, "den Behördenmarathon zu verkürzen und einen kundenorientierten Service anzubieten", wie bei der Errichtung des Gesundheitshauses bereits erfolgreich praktiziert.

Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der WFL und Gastgeber des Abends, ergänzte weitere Beispiele, wie die Rekordleistungen des Jahres 2002 bei der Errichtung und Vermietung von Büroflächen, die erfolgreiche Vermarktung von 36.000 qm Fläche im Innovationspark Leverkusen, die Realisierung der Immobilien TasteOne und Bioplex und die Investitionen von Industrieunternehmen wie TMD Friction, Reisgies oder dem Metallwerk Biebighäuser am Standort Leverkusen.
"Nach dem Motto `Totgesagte leben länger´ haben die Verantwortlichen ihre Kräfte mobilisiert, um dem Bundestrend des wirtschaftlichen Abschwungs entgegen zu treten", resümierte Robbers für das vergangene Jahr. Er dankte allen Unternehmerinnen und Unternehmern für ihre Kreativität und Risikobereitschaft, die sie in den Standort investiert haben. Robbers versprach, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass in Leverkusen geeignete Flächen und beste Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Investments entstehen.


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Letzte Änderung am 19.10.2010 09:42 von leverkusen.
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