Stadtplan Leverkusen
27.07.2004 (Quelle: Polizei)
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Notruf missbraucht


Gleich zwei Mal wurde die Polizei Leverkusen am Montag mit vorgetäuschten Notrufen zu angeblichen Straftaten gerufen.

Am frühen Abend meldete sich eine weibliche Stimme über den Notruf 110 und gab an, dass in der Nähe des Bahnhofs Wiesdorf gerade ein Mann von zwei Tätern ausgeraubt werde. Sofort wurden vier Streifenwagen zur Fahndung in das entsprechende Gebiet geschickt. Die Telefonzelle, aus der der Anruf kam, war leer. Am angebebenen Tatort konnten auch keine entsprechenden Feststellungen getroffen werden.

Bei der weiteren Fahndung entdeckten die Beamten eine junge Frau, die sich verdächtig für die Streifenwagen interessierte. Die 21-jährige Frau aus Mülheim an der Ruhr wurde durch die Polizisten befragt und verwickelte sich dabei in Widersprüche. Obwohl sie abstritt, den Anruf getätigt zu haben, verlief ein Vergleiche des aufgezeichneten Gesprächs mit ihrer Stimme dann eindeutig positiv.

Wenige Stunden später meldete sich ein männlicher Anrufer über Notruf und gab an, dass soeben ein Mann auf der Lichstraße mit einer Flasche niedergeschlagen worden sei. Auch hier konnten die eingesetzten Beamten keine Feststellungen bezüglich der Straftat treffen. Einige Minuten später meldete sich der Anrufer über Notruf bei der Feuerwehr und gab an, dass es auf der Lichtstraße eine starke Rauchentwicklung gäbe. Auch dieser Anruf war vorgetäuscht.

Durch die automatische Rufnummernübermittlung bei Notrufen wurde festgestellt, dass in diesen Fällen von dem selben Handy angerufen wurde. Zur Zeit laufen noch die Ermittlungen nach dem Anschlussinhaber.

Gegen beide Anrufer wurde ein Verfahren wegen Missbrauch von Notrufen eingeleitet. Der Paragraf 145 des Strafgesetzbuches sieht für solche Fälle eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe vor. Außerdem müssen die Anrufer den Einsatz der Polizei oder der Feuerwehr bezahlen. Und dabei können schon Kosten von einigen tausend EUR entstehen.


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Letzte Änderung am 29.03.2007 15:02 von leverkusen.
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