Stadtplan Leverkusen
15.11.2004 (Quelle: Bayer)
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Fest der Neujubilare


Wenning: "Unsere Strategie trägt bereits die ersten Früchte"
Kleinheidt: "Innovation, Kompetenz, Vertrauen und Identifikation sind tragende Säulen eines Unternehmens"


Fest der Bayer-Neujubilare in Leverkusen: Hans-Josef Glaeser (links) aus Leichlingen trat vor 50 Jahren bei Bayer ein und war bis zu seiner Pensionierung im Bereich Tiergesundheit von Bayer HealthCare in Monheim tätig. Von links: Der "Goldjubilar" mit Erhard Gipperich, Bayer-Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender, Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG und Dr. Ernst-August Kleinheidt, Vorsitzender des Bayer-Jubilarvereins.
"Der bisherige Geschäftsverlauf hat gezeigt: Unsere Strategie trägt bereits die ersten Früchte", so der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning beim Fest der Neujubilare am Samstag, 13. November 2004, in Leverkusen. Innerhalb von zwei Jahren sei der Konzern in einem großen Kraftakt grundlegend neu ausgerichtet worden. "Durch die Neuorganisation verfügen wir heute über leistungsstarke und selbständig operierende Teilkonzerne, die sich optimal auf ihre Märkte ausrichten können und von kompetenten Servicegesellschaften unterstützt werden", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Mit der Trennung der Chemieaktivitäten, die als eigenständiges Unternehmen "Lanxess" an die Börse gebracht werden sollen, werde Bayer mehr als die Hälfte des Gesamtportfolios ausgetauscht haben, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. "Eine Abspaltung in diesem Umfang zusätzlich zur operativen Geschäftstätigkeit zu managen, ist nur möglich, wenn alle bereit sind, weit über das Normalmaß hinaus zu arbeiten und sich für das Unternehmen in ganz besonderem Maße einzusetzen", betonte Wenning und sprach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine große Anerkennung und seinen Dank aus.

Bayer ehrt mit dem traditionellen Jubilarfest, das auch diesmal im Kasino an der Kaiser-Wilhelm-Allee stattfand, alle Mitarbeiter, die seit 25, 40 oder 50 Jahren dem Unternehmen angehören. In diesem Jahr sind dies etwa 2.000 Beschäftigte, die bei der Bayer AG, ihren Teilkonzernen und Servicegesellschaften oder einem Tochterunternehmen tätig sind oder dort beschäftigt waren. "Unsere Jubilarinnen und Jubilare haben mit ihrer Arbeit und ihren Leistungen über viele Jahre zu unseren weltweiten Erfolgen beigetragen und das Unternehmen gestaltet", sagte Wenning. Vieles habe sich gewandelt - in Deutschland, in der Welt und auch bei Bayer. Auf der bevorstehenden außerordentlichen Hauptversammlung am 17. November würden die Aktionäre über die Abspaltung von Lanxess entscheiden.
"Natürlich ist die Trennung kein einfacher Schritt, schließlich geben wir ein Stück jener Bayer-Geschichte auf, an der Sie in den letzten Jahrzehnten aktiv mitgearbeitet haben - teilweise in zweiter oder dritter Generation", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Tradition sei eine wichtige Handlungsbasis, aber Nostalgie sei ein schlechter Ratgeber. "Wir müssen uns dem Wandel der Zeit stellen, die Zukunft selbst gestalten und unsere Chancen nutzen", betonte Wenning, der seit 38 Jahren für Bayer tätig ist.

In die neue Gesellschaft Lanxess sollen rund 20.000 Mitarbeiter ohne Veränderungen ihrer Arbeitsbedingungen oder ihrer Vergütungen wechseln. Das Unternehmen werde mit einem Umsatz von mehr als 6 Milliarden Euro zu den führenden Chemie-Unternehmen Europas gehören und mit 70 Prozent des Portfolios führende Weltmarktpositionen belegen, so der Vorstandsvorsitzende. Lanxess habe zum 30. Juni dieses Jahres sein operatives Ergebnis von minus 39 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf plus 80 Millionen Euro verbessern können. Wenning: "Und wir sind überzeugt, dass dies weiter ausbaufähig ist."

Die Neuausrichtung des Konzerns verschaffe Bayer eine sehr gute Ausgangsposition für die Zukunft, so Wenning. "Die gesetzten Ertragsziele für 2004 können wir bestätigen. Wir werden das bereinigte operative Ergebnis um mehr als zehn Prozent steigern. Darüber hinaus rechnen wir damit, für das zweite Halbjahr trotz der erheblich gestiegenen Rohstoffkosten eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu erreichen. Diese Ergebnisse bestätigen unseren Kurs", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Er wies unter anderem auf die Programme zur Verbesserung der Kostenstrukturen hin, die bis Ende 2005 zu Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro führen würden.

Der Vorsitzende des Bayer-Jubilarvereins, Dr. Ernst-August Kleinheidt, betonte: "Erfolgreich zu sein, bedeutet, Lösungsansätze zu erarbeiten, Ziele klar zu definieren und Aufgaben zu verdeutlichen. Dazu kann jeder - auch in einem noch so kleinen Bereich - beitragen." Wer sich wie die Jubilare viele Jahrzehnte für sein Unternehmen eingesetzt habe, der identifiziere sich mit seiner Firma. An dessen positiver Grundhaltung gebe es keinen Zweifel, auch wenn sie gelegentlich von einer kritischen Loyalität begleitet werde. "Innovation, Kompetenz, Vertrauen und Identifikation sind tragende Säulen eines jeden Unternehmens", so Kleinheidt. Ein anderer wichtiger Erfolgsfaktor sei ein vernünftiges Miteinander von Mannschaft und Führung. "Man muss sich aufeinander verlassen können und Vertrauen zueinander haben", sagte der Vorsitzende des Jubilarvereins, dem 26.500 Mitglieder angehören. Mit Blick auf die Umstrukturierung des Bayer-Konzerns sagte Kleinheidt, dass jegliche Veränderung stets eine erneute Bewährungsprobe bedeute. "Zukunft ist immer auch ein Wagnis. Aber im Zusammenspiel der Kräfte lassen sich die meisten Probleme lösen."

Der Bayer-Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende, Erhard Gipperich, hob hervor, dass hinsichtlich der vielen Veränderungen und der Neustrukturierung des Konzerns zwischen Arbeitnehmervertretern und Unternehmensleitung stets gemeinsam die richtigen Antworten gefunden worden seien. "Niemand, der wechseln muss, verliert das, was er in seinen Dienstjahren bei Bayer erworben hat", betonte Gipperich. "Wir konnten für die Lanxess-Kolleginnen und Kollegen erreichen, dass der neue Konzern zum Tarifbereich der Chemischen Industrie gehört und somit von der IG Bergbau, Chemie, Energie betreut wird."

Mit Blick auf die rote und grüne Gentechnologie, die hohen Auflagen für die chemische Industrie und die Energiepolitik forderte der Bayer-Gesamtbetriebsratsvorsitzende bessere politische und unbürokratischere Rahmenbedingungen. "In entscheidenden Bereichen können vorhandenes Wissen und Können nicht so eingesetzt werden, um in Deutschland Arbeitsplätze erhalten und neue zu schaffen." Gipperich fügte hinzu: "Wir in Deutschland sind im besonderen Maße dazu aufgerufen, Technologie und Fortschritt anzuwenden, denn das sind unsere einzigen Ressourcen. Nur so ist es uns möglich, Wohlstand und Sicherheit auch für die kommenden Generationen zu gewährleisten. "

Zur aktuellen Diskussion über eine Reform der Arbeitnehmer-Mitbestimmung bemerkte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, dass seit 50 Jahren der soziale Frieden durch dieses System sichergestellt worden sei. Richtig praktizierte Mitbestimmung bedeute auch Mitverantwortung für das Unternehmen. An die Jubilare gewandt, betonte er: "Wir Betriebsräte brauchen für die Lösung künftiger Probleme vor allem Ihre betriebliche Erfahrung und Unterstützung."


Bilder, die sich auf Fest der Neujubilare beziehen:
00.11.2004: Glaeser, Wenning, Kleinheidt und Gipperich

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