Stadtplan Leverkusen
10.12.2004 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Positive Bilanz zum Jahreswechsel: Landesgartenschau Leverkusen


Mit voller Kraft ins entscheidende Jahr 2005

Zum Jahreswechsel blicken die Verantwortlichen der Landesgartenschau Leverkusen 2005 optimistisch auf die entscheidenden drei letzten Monate vor der Eröffnung am 16. April 2005:

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Ernst Küchler und Baudezernent Dr. Hans-Eckart Krajewski stellten die Geschäftsführer der Landesgartenschau, Hans-Max Deutschle und Heinrich Sperling, die Bau-Bilanz 2004 und den Ausblick 2005 vor. Ende 2001 war in Leverkusen mit den Bauarbeiten für den komplett neuen, 50 Hektar großen, Rheinpark begonnen worden. Auf der tabula rasa des abgedichteten Altlastgeländes arbeiteten und arbeiten Dutzende Tief-, Brückenbau- und Gartenbaufirmen unter Hochdruck an der Struktur des Parks – angefangen von den Wegen, Spielplätzen, Brücken bis zu den Gärten und Beeten.

Als Quintessenz zum Jahreswechsel 2004/2005 hielt Oberbürgermeister Küchler fest: „Der Park ist zu genau 87 Prozent fertig, jetzt geht es im Endspurt um die Infrastruktur für die Gartenschau selbst!“ Auf der Bauliste für Januar, Februar und März 2005 stehen: alle 30 temporären Haus- und Themengärten, die beiden letzten Brücken (eine zum Rhein, eine über die Dhünn), der Schiffsanleger, die Zuwegebrücken zu den Blumenschiffen, der Hochwasserschutz, die Eingangshalle am Haupteingang Mitte und „kurz vor Schluss“ die temporäre Möblierung des Parks mit Leitsystem, Kassen, WC`s, Sonnensegeln, Bänken, Liegen, Spiegelzelt…
Rückblick 2004:
Vier große Parkteile bilden zur Landesgartenschau 2005 den neuen „Rheinpark Leverkusen“

Den Rückblick auf die intensive Bautätigkeit 2004 stellte Geschäftsführer Hans-Max Deutschle vor. Von den 22 Millionen Euro Bausumme sind bisher rund 19 Millionen Euro verbaut und beauftragt. Dies entspricht fast 87 Prozent des Gesamtumfangs. Das Ergebnis ist sehenswert. Fast 10.000 Personen haben bereits 2004 die vier großen Parkteile „Bumerang“, „Waldgürtel“, „Rheinuferpark“ und „Rheingärten“ erwandert. Die Verbindung über die trennende Rheinallee schafft die 160 Meter lange Neulandbrücke. Sie wird am 16. April 2004 freigegeben. Der nicht eingezäunte Bereich entlang der renaturierten Dhünn ist landschaftsgärtnerisch fertig gestellt. Das Flüsschen wurde auf einem drei Kilometer langen Teilstück zwischen dem „Forum Leverkusen“ und der Mündung in die Wupper aus ihrem Beton-Flussbett befreit.

Überraschungen im „Bumerang“ und Großzügigkeit im „Rheinuferpark“
Abwechslung und „Neuland entdecken“ für die Gäste der Landesgartenschau durch Kontraste: Das hat sich die Geschäftsführung mit ihren beauftragten Landschaftsarchitekten Rüdiger Brosk und Hans W. Kampfer und allen verantwortlichen Bauleitern auf die Fahnen geschrieben.

Deutlich erkennbar daher die verschiedenen „Funktionen“ der Parkbereiche: Der Charakter des „Bumerangs“, des Herzstücks der Landesgartenschau, ist deutlich erkennbar: Er überrascht mit einer strengen Terrassenstruktur, geometrischen Wegen, eigenwillig geschnittenen Gehölzen und Bäumen in Säulen- Kugel- oder Schirmform und einem 400 Meter langen Blumenfluss. Acht Themengärten, 12 ungewöhnliche Spielstationen (wie ein runder Fußballplatz), die SparkassenArena als Bühne und Skaterbahn sowie die „Weidenburg“ als Anlaufstelle 2005 für das „Grüne Klassenzimmer“ komplettieren das Bild eines unkonventionellen Parkbereichs. Im „natürlichen“ Kontrast dazu: der heimische „Waldgürtel“ dient als Lärm- und Sichtschutz zwischen Autobahn und Kerngelände. Am Haupteingang Mitte heißen Wasserspiele die (kleinen) Besucher willkommen. „Organisiertes“ Abenteuerspiel bietet dagegen der „Quartiersplatz“ mit dem Spielplatz „Großes Kuddelmuddel“: Der sechs Fußballfelder große „Rheinuferpark“ (zwischen Bayer-Werk und Autobahn A1 mit der „EVL-Rheinbühne“ als Blickfang) soll zur Gartenschau und auch später zum freien Spiel, Picknicken und Drachensteigenlassen dienen. In den „Rheingärten“ finden sich die Hausgärten und vor allem der große Kletterseildrache und ein Wasserspielplatz.

Von den vier Brücken der Landesgartenschau (Prinzbrücke, Neulandbrücke, St. Antonius-Steg, Forumbrücke) wurde die Neulandbrücke im August 2004 montiert, die Montage des St. Antonius-Stegs und der Forumbrücke stehen im Neuen Jahr an. Die Schubleichter, die als Blumen- und Ausstellungsschiffe dienen werden, sind seit November ebenfalls an ihrem Ankerplatz.

Zehntausende Blumenzwiebeln sorgen für das Blumenflair
Damit den Besuchern auch wirklich etwas blüht, kommen in diesen letzten Herbsttagen 85.000 Blumenzwiebeln in die Erde. Rund 150.000 qm Rasenflächen wurden eingesät, sowie 95.791 Stauden und Bodendecker, 22.202 Sträucher, 1.041 Bäume und Solitärgehölze gepflanzt.

Ausblick 2005:
2 weitere Brücken, Themengärten, Kassenhäuser, Autobahnbeschilderung – die bleibende und temporäre Infrastruktur muss bis zum 16. April stehen

Mit Hochdruck arbeiten die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) im Auftrag der Landesgartenschau derzeit an der „bleibenden“ Infrastruktur – die Brücken sind längst zum „Markenzeichen“ und Symbol für die Landesgartenschau Leverkusen am Rhein geworden. Den Bauzeitenplan stellte Baudezernent Dr. Hans-Eckart Krajewski vor: Im Winter vollendet werden der St. Antonius-Steg und die Forumbrücke. Ebenfalls auf der Bauliste für Januar/Februar: der Schiffsanleger und die Zuwegebrücken für die vier „Blumenschiffe“. Alle Baumaßnahmen laufen eng verzahnt miteinander ab. Der Rohbau des 160 Meter langen St. Antonius-Stegs (er überwindet in Höhe der Rheingärten die Rheinallee und endet in einer Aussichts-Plattform) ist bis Weihnachten fertig gestellt. Geländer, Beleuchtung, Treppe, Aufzug folgen bis Februar. Im Januar steht die Rammung der Dalben für den Schiffsanleger an, im Februar schwimmen die Brücken ein. Abnahme für den 300 Meter langen Hochwasserschutz ist Ende Januar (mit fünfwöchiger Verzögerung durch Stahllieferstopp). Ebenfalls im Januar/Februar soll die „Forumbrücke“ über die Dhünn fertig gestellt sein.

Stolz ist Landesgartenschau-Geschäftsführer Deutschle darauf, dass die gläserne Eingangshalle am Haupteingang Mitte über die Gartenschau hinaus bestehen bleibt. Sie soll später im offenen „Rheinpark Leverkusen“ als Anlaufpunkt für kulturelle Aktivitäten dienen.

Zur temporären Infrastruktur, die nach Oktober 2005 zurückgebaut wird, gehören rund 30 Themen- und Hausgärten. An ihnen wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Die bunte Garten-Palette reicht vom „Wildbienengarten“ des Stadtverbandes der Kleingärtner über den „Hexengarten“ und „Solargarten“ bis zum „Erlebnisgarten für Kinder“ des Siedlerbundes Rheinland e. V. Ein Schwerpunkt in den „Rheingärten“ sind 12 variantenreiche Hausgärten (von „Illusio“ bis zum „Gartenzimmer“), die von heimischen Garten- und Landschaftsbaufirmen geplant und gebaut werden. Umfangreich präsentieren sich auch die vier Unternehmen des Bayer Chemieparks in den „Gärten des Lebens“ – mit einem Pflanzenschutzgarten, Gesundheitsgarten, Färbergarten und Titangarten. Weitere blühende Elemente: ein Begrüßungs-Blumenteppich am Zugang Ost, die Vorbereitung der Schubleichter auf dem Rhein für die „schwimmenden Blumenschauen“ (Motto: „Rheingold“) sowie der Bau des 2000 Quadratmeter großen „Gärtnermarktes“, auf dem verschiedenste Anbieter aus dem Garten- und Landschaftsbereich hochwertige Produkte anbieten sollen.

Möblierung und Beschilderung ausgeschrieben
Die Möblierung des Parks mit Spielgeräten, den Kassenhäusern an drei Eingängen, Toiletten, Kiosken, Beleuchtung, Sonnensegeln, Pavillons, Pergolen, Bänken und Fahnenmasten ist terminiert und ausgeschrieben. Durchgeplant sind auch die verschiedenen Leitsysteme: die Autobahnbeschilderung, die innerstädtische Pkw-Beschilderung, die Radwegebeschilderung und das Leitsystem im Park. Fest im Blick ebenfalls: die Einrichtung von mobilen Gastronomiestandorten durch den beauftragten Gastronomen und nicht zuletzt der Aufbau des „Spiegelzeltes“.

Winterpause gibt es nicht

Einen „Winterschlaf“ wird es für die Beteiligten nicht geben: Die Garten- und Landschaftsbaufirmen haben den Schlüssel fürs Gelände und bauen bei gutem Wetter auch während der Feiertage weiter, und am 3. Januar 2005 stehen auch alle Brücken- und Tiefbauer wieder „Gewehr bei Fuß“.


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Letzte Änderung am 25.02.2016 22:26 von leverkusen.
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