Stadtplan Leverkusen
07.06.2005 (Quelle: Stadtverwaltung)
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„Lärmkarten“ für Leverkusen


Eine aktuelle stadtweite Übersicht über die Lärmbelastung durch Straßen- und Schienenverkehr in Leverkusen (Schallimmissionsplan im Rahmen der Lärmminderungsplanung gemäß § 47a Bundes-Immissionsschutzgesetz) liegt vor. Die erste „Lärmkarte“ vor 25 Jahren wurde mittels einer Vielzahl von Lärmmessungen erstellt. Bei der Erstellung der aktuellen Lärmübersicht hingegen wurden sämtliche Belastungswerte mittels eines Computermodells errechnet.

Hierfür war es unter anderem notwendig, neben den Geländeformen sämtliche Gebäude im Stadtgebiet als Schallhindernisse zu modellieren, sowie alle Straßen- und Schienenstrecken des Stadtgebietes mit den jeweiligen Verkehrsstärken zu belegen.

Diese Vorgehensweise ist im Vergleich zum Messverfahren kostengünstiger (Gesamtkosten 1979: 300.000 DM, Gesamtkosten 2004: 62.500 €) und bietet zudem die Möglichkeit Szenarien zu rechnen und darzustellen, also geplante Verkehrswege oder Verkehrsbelegungen zu simulieren und unter Lärmaspekten zu bewerten.

Diese Möglichkeit nutzt die aktuelle Untersuchung. So werden geplante Verkehrswege aus dem aktuellem Flächennutzungsplanentwurf mit Verkehrszahlen aus dem Verkehrsentwicklungsplan belegt und mittels eines „Straßenverkehrs-Szenario 2015“ ein Blick in die Zukunft geworfen.

Der nun vorliegende Schallimmissionsplan dient somit als wertvolle Informationsgrundlage zur Verbesserung der städtischen Umwelt- und Lebensqualität im Rahmen des vorbeugenden Immissionsschutzes, da die Luft- und Lärmbelastung aus dem Verkehr inzwischen das größte Umweltproblem in den Ballungsräumen darstellt. Er wird eine umfangreiche Datenbasis zur Vorbeugung planerischer Fehlentwicklungen und der damit verbundenen Folgekosten liefern. Die Daten werden auch für die Erfüllung der Aufgaben nach der noch in nationales Recht umzusetzenden EG-Umgebungslärmrichtlinie von Bedeutung sein.

Der Schallimmissionsplan zeigt auch Bereiche auf, in denen mittelfristig eine Lärmsanierung erforderlich sein wird. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass über 9.000 Leverkusenerinnen und Leverkusener am Tage Lärmpegeln von mehr als 65 Dezibel (A) und ca. 12.500 Leverkusenerinnen und Leverkusener Pegeln von mehr als 55 Dezibel (A) in der Nacht ausgesetzt sind. Solche Werte können eine Gesundheitsgefährdung bedeuten. Um Schwerpunktbereiche für potentielle Lärmminderungsmaßnahmen festlegen zu können, wird vom Fachbereich Umwelt noch dieses Jahr eine Untersuchung hinsichtlich der Prioritäten und der Effektivität möglicher Lärmminderungsmaßnahmen für die stark belasteten Bereiche durchgeführt.

Das Projekt wurde vom Land Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) finanziell zu 80 Prozent gefördert.

Das Kartenwerk kann nach vorheriger Terminvereinbarung beim Fachbereich Umwelt (Verwaltungsgebäude Miselohestraße 4, Raum 102) eingesehen werden. Die Ergebnisse sind unter dem Stichwort „Lärmschutz“ auf der Homepage abrufbar.(Leider verraten die Profis von der Stadtverwaltung keine URL)


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Letzte Änderung am 15.06.2009 16:54 von leverkusen.
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