Stadtplan Leverkusen
22.07.2005 (Quelle: Landesgartenschau)
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Deutschle: Landesgartenschau könnte ohne Ehrenamtler nicht existieren


Freiwillige Helfer waren zum Dankeschön-Fest eingeladen

"Ohne die Ehrenamtler könnten wir die Landesgartenschau dicht machen", bekannte Landesgartenschau-Geschäftsführer Hans-Max Deutschle am Freitagnachmittag vor rund 60 freiwilligen Helferinnen und Helfern. Sie alle hatten seine Einladung zum gemütlichen Beisammensein angenommen, mit der sich die Verantwortlichen insbesondere für das große Engagement bedanken wollten. Der Laga-Chef verdeutlichte zugleich, dass die Helfer auch nach Schließung des Parks am 9. Oktober gebraucht würden, da das Kerngebiet erhalten bleibe. "Ich rechne fest mit Ihnen", sagte Deutschle.

Rund 170 Bürgerinnen und Bürgern aus allen umliegenden Städten sind insgesamt im Einsatz. Viele von ihnen waren trotz kühler Witterung zum Dankeschön-Fest in den Innenhof des Bürogebäudes an der Nobelstraße gekommen. Dort waren Bänke und Tische aufgestellt, Dutzende Würstchen und Koteletts auf dem Grill warteten auf hungrige Abnehmer, Getränke auf durstige Kehlen.
Die ehrenamtlichen Helfer verstehen sich ein bisschen wie eine große Familie. Dazu trägt sicherlich auch die positive Einstellung von Deutschle bei, der sie als "Meine Ehrenamtlichen" bezeichnet und für einen Scherz immer zu haben ist. Der Geschäftsführer verhehlt auch nicht, dass er sich in deren Kreis sehr wohl fühlt, da er sich hierhin immer zurückziehen könne, wenn ihm mal etwas sauer aufstoße.

"Viel Spaß" haben unterdessen alle Freiwilligen an ihrem Job, egal was sie tun und wie oft sie im Einsatz sind. Die Geländeaufsicht an den Spielplätzen haben zum Beispiel Heidi (55) und Dieter (60) Eisert aus Bergisch Gladbach einmal pro Woche übernommen. Das Ehepaar betrieb fast zehn Jahre lang ein Geschäft in Opladen, ist aber seit einem Jahr in Ruhestand. Nachdem die Rentner bei einer Besichtigung erfahren hatten, dass ehrenamtliche Helfer gesucht würden, meldeten sie sich spontan, "um auf diese Weise der Stadt etwas zurück zu geben", wie Dieter Eisert betonte, nachdem ihm die Verwaltung einmal sehr geholfen habe.

Mit Führungen sind dagegen etliche andere Helfer beschäftigt, unter anderem die Eheleute Elfi (63) und Günther (68) Knieps aus Leverkusen. Auch Anneliese Neyens (65) und Sabine Handke (64) füllen ihre Freizeit zweimal pro Woche mit Führungen über das Gelände aus. Handke hatte sich als eine der ersten Interessenten gemeldet, nachdem sie in der Zeitung las, dass Freiwillige gesucht würden. "Ich kann doch nicht immer nur Sport betreiben oder Kaffee trinken", erklärt die ehemalige Sekretärin. Unterdessen sind sich alle vier einig: "Es ist ungeheuer interessant", sagen sie unisono. Die große Führung, erklären sie, dauere eineinhalb Stunden, die kleine Führung, die meistens von Behinderten in Anspruch genommen wird, falle entsprechend kürzer aus. "Mit der Zeit kommen wir meistens sowieso nicht aus", sagt Anneliese Neyens, "es gibt so viel zu erzählen." Wer diesen Job machen wolle, benötige jedoch nicht unbedingt Pflanzenkenntnisse, verdeutlichte sie, müsse allerdings den Besuchern die Symbolik der einzelnen Gärten oder die Entstehungsgeschichte der Landesgartenschau erklären können.
Entsprechend seien sämtliche ehrenamtlichen Helfer im Vorfeld geschult worden, hätten obendrein durch Polizei und Feuerwehr wichtige Hinweise erhalten und die Kenntnisse in Erster Hilfe noch einmal auffrischen müssen.
Neyens selber ist von der Landesgartenschau so stark überzeugt, dass sie im Freundeskreis schon als gute Werbeträgerin bekannt ist. Selbst wenn sie einmal nicht im Dienst ist, besucht sie die Gartenschau gerne privat. Und auch dann "gibt es noch immer etwas neues zu entdecken", ist sie begeistert.

Am Ende des gemütlichen Nachmittags nahmen die Freiwilligen von diesem Dankeschön-Fest nicht nur etliche neue Anregungen mit nach Hause, sondern auch eine Erinnerungs-DVD und einen Bonsai-Baum, der unter den Anwesenden verlost wurde. Übrigens: Das nächste Helfer-Fest ist für Ende August geplant.


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Letzte Änderung am 15.08.2009 22:20 von leverkusen.
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