Stadtplan Leverkusen
13.08.2005 (Quelle: Landesgartenschau)
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Hinter den Kulissen: Florist Willi Rankers zaubert alle Blumenschauen auf der Landesgartenschau in Leverkusen



Willi Rankers mit einer Besucherin der Ausstellung "Feuerzauber" auf den Blumenschiffen
Gestern war der erste Ausstellungstag der neuen Schau "Feuerzauber" auf den Blumenschiffen der Landesgartenschau: Der "Kopf" hinter allen Ausstellungen ist der hoch dekorierte Florist Willi Rankers aus Niederkrüchten vom Niederrhein:

Während die Besucher noch vom Besuch der Landesgartenschau träumten, hatte für Rankers und seine Mitarbeiter gerade in den letzten Tagen vor Ausstellungseröffnung der harte Arbeitsalltag längst begonnen. Um fünf Uhr klingelte der Wecker und den "Blumenschiff-Gärtnern" standen anstrengende Stunden bevor: Damit die Besucher das farbenprächtige Spektakel mit Blick auf den Rhein pünktlich zum Eröffnungstag genießen konnten, mussten die acht Mitarbeiter auf den vier Schiffen innerhalb von drei Umbautagen klar Schiff machen: Die Ausstellung "Geheimnisvolles" wurde abgebaut und parallel der "Feuerzauber" aufgebaut , und zwar so, dass die Besucher immer noch etwas zu sehen hatten.

"Bei der Arbeit hier gibt es ein komplettes Bodybuilding-Studio inklusive", erzählt Willi Rankers schmunzelnd. Leitern, Kisten und Kartons treppauf und treppab schleppen, Dekorationen zusammenzimmern, Pflanzen umtopfen und nebenbei noch Fragen von neugierigen Besuchern beantworten - "das ist schon stressig", so Rankers. Seit mehr als 30 Jahren ist der 53-Jährige bereits floristisch tätig und hat schon zahlreiche Ausstellungen gestaltet. "Ich komme einfach nicht davon los", gibt er bereitwillig zu. Dafür steht er dann eben auch jeden Morgen um fünf Uhr auf, denn schließlich müssen die Pflanzen und sämtliches Zubehör zunächst aus dem Lager geholt und auf die LKWs verfrachtet werden, ehe es zur Landesgartenschau geht. Dort treten die Frauen und Männer nach einer kurzen morgendlichen Besprechung spätestens um acht Uhr ihren grünen Dienst an.

Ausstellungspläne alle im Kopf gespeichert

Die Pläne für die Ausstellung seien alle bei ihm im Kopf gespeichert, verrät Rankers. Die Vorstellungen des Gärtnermeisters und seiner Kollegen sind genau durchdacht, bieten dennoch Raum für künstlerische Freiheit. "Jeder von uns arbeitet anders und kann dementsprechend seine eigenen Ideen und Erfahrungen mit einbringen", weiß Marlies Holiet-Franken, die gerade dabei ist, feurig-rote Anthurien zu arrangieren. Beim Umbau auf den Blumenschiffen kann sich die Floristin so richtig austoben, denn im Gegensatz zu ihrem Blumengeschäft arbeitet sie hier ständig mit anderen Blumen. Es sei zudem eine Herausforderung, den kompletten Raum der Schiffe auszuschöpfen. Auch Willi Pankers stellt sich der Aufgabe, den Platz der zum Teil acht Meter hohen Container bestens zu nutzen. Beim Anblick der fantasievollen Holz- und Metallrahmen wird schnell klar, dass die Mitarbeiter der Blumenschiffe neben floristischen Fähigkeiten auch Tischler- und Malertalent mitbringen müssen. Bei soviel Arbeit reicht die Zeit zwischendurch gerade mal für ein Brötchen oder ein Stück Kuchen auf die Hand.

Wenn nach drei harten Tagen Umbau die Besucher beim Anblick der tausenden roten Blumen und Pflanzen ins Schwärmen geraten und die Gärtner für ihr Werk loben, ist das für diese der Beweis, dass sich die langen Arbeitstage gelohnt haben.

Dann können auch Willi Rankers und sein Team gegen Mitternacht endlich erschöpft ins Bett fallen und Kraft tanken - denn die nächste Ausstellung kommt bestimmt.


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Letzte Änderung am 13.08.2005 13:31 von leverkusen.
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