Stadtplan Leverkusen
22.09.2005 (Quelle: Landesgartenschau)
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Japanische Fisch-Windsäcke heitern die Gartenschau auf


"Toll, einen davon hätte ich auch gerne." Bewundernd blickt die 55-jährige Mechthild Groß aus Leverkusen auf die sieben, überdimensional großen und extravagant bunten Fische, die auf der Landesgartenschau in Leverkusen munter im Wind flattern. Im Gartenschau-Park finden sich die farbenfrohen Windsäcke in Karpfenform, aufgehängt an acht Meter hohen Bambusstangen, an herausragenden Standorten wie am schönen und auch windreichen Rheinufer wieder.

Die fliegenden Fische haben eine lange Reise hinter sich. Hans-Max Deutschle, Geschäftsführer der Leverkusener Landesgartenschau, hatte sie zum ersten Mal bei der "Floriade" in Amsterdam gesehen. Sofort wollte er sie als "belebendes Element" für die Leverkusener Gartenschau haben. Allerdings hatte er keine Bezugsadresse. Die fand sich dann durch den Kontakt zu Mashiba Badura, einer 28-jährigen, in Krefeld geborenen Japanerin. Die junge Frau, Geschäftsführerin der Wuppertaler Internet-Agentur Boros Interaktiv, beauftragte ihre 54-jährige Mutter Mako. Diese kümmerte sich dann direkt in Tokio um die Bestellung der Fisch-Windsäcke.

Im Land der aufgehenden Sonne haben sie schon seit dem 17. Jahrhundert eine besondere Bedeutung. Auch wenn die Wind-Karpfen, die so genannten "Koinobori", heutzutage nicht mehr so häufig am blauen japanischen Himmel "schwimmen", gibt es doch immer noch Familien, bei denen zur Geburt eines Jungen und auch am "Knabentag" am 5. Mai die Windsäcke vors Haus gehängt werden. Sie sollen Gesundheit und göttlichen Schutz bewirken.

Beinahe wären die bestellten Windsäcke jedoch nie in Leverkusen angekommen. Beim Hauptzollamt in Köln wurde nämlich vermutet, bei der als "Fische" deklarierten Ware handele es sich um getrocknete Exemplare, deren Einfuhr verboten sei, weil sie unter das Gesetz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten falle. Unter Augen von Zeugen wurden die Pakete schließlich geöffnet. Die Bediensteten staunten nicht schlecht, als sie feststellten, dass es sich bei der vermuteten "Schmuggelware" tatsächlich nur um Windsäcke handelte....


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Letzte Änderung am 15.08.2009 23:58 von leverkusen.
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