Stadtplan Leverkusen
16.02.2006 (Quelle: Stadtverwaltung)
<< Wer schwänzt wann, wieviel: Fachtagung diskutierte Schulverweigerung   Realitätssinn statt Schwachsinn >>

Leverkusener Brücken in Ordnung


Für die Brücken in Leverkusen kann nicht bestätigt werden, dass „15 Prozent der Brücken in kritischem Zustand“ seien, wie es die „Bild am Sonntag“ mit Bezug auf einen internen Bericht des Bundesverkehrsministeriums gerade meldete.

Auch in Leverkusen wurden Spannbetonbrücken gebaut, die meisten davon nach dem Krieg. Sie werden regelmäßig überprüft. In der Norm DIN 1076 „Straßen- und Wegebrücken– Richtlinien für die Überwachung und Prüfung“ wird vorgeschrieben, dass „diese Bauwerke auf ihre Standsicherheit und ihren baulichen Zustand zu überprüfen sind, soweit dies für die Sicherheit des Verkehrs und für die Lebensdauer des Bauwerks selbst erforderlich ist. Mit der Prüfung ist ein sachkundiger Ingenieur zu betrauen …“

Diese Norm aus dem Jahr 1930 ist – im Laufe der Zeit mehrfach aktualisiert – noch heute gültig und Grundlage auch der Bauwerksunterhaltung in Leverkusen.

Danach wird jede Brücke alle sechs Jahre einer Hauptprüfung unterzogen, bei der jedes Bauteil aus der unmittelbarerunmittelbaren Nähe in Augenschein genommen und untersucht wird, gegebenenfalls mit Hilfe von Leitern, Gerüsten oder Spezialfahrzeugen.

Drei Jahre nach einer Hauptprüfung erfolgt eine Einfache Prüfung, bei der, soweit vertretbar, auf aufwändige Besichtigungsgeräte verzichtet wird.

In den Jahren, in denen weder Haupt- noch einfache Prüfungen stattfinden, werden die Bauwerke einer Besichtigung auf augenscheinliche Mängel unterzogen.

Nach außergewöhnlichen, das Bauwerk möglicherweise schädigenden, Ereignissen wie Hochwasser oder Verkehrsunfall wird eine Sonderprüfung angesetzt, deren Umfang sich nach dem Ereignis richtet.

An einzelnen Brücken (z.B. Europaring über die Bahn oder Wilmersdorfer Straße über den Steinbücheler Weiher) wurden durch die beschriebenen Prüfungen auch in Leverkusen Schäden festgestellt, die ohne Reparatur die Standsicherheit des Bauwerks beeinträchtigt hätten. Durch rechtzeitige Verstärkung durch zusätzliche Spannglieder konnte die planmäßige Lebensdauer wieder hergestellt werden.

Grundsätzlich wird außerdem in Leverkusen angestrebt, Instandsetzung durch vorbeugende Instandhaltung zu ersetzen. Dazu wurde vom Rat 1991 das Bauwerksinstandhaltungskonzept beschlossen.

Wesentliche Zielsetzung für die Zukunft wird es sein, die Brückenunterhaltung trotz knapper Haushaltsmittel sicherzustellen, damit ein Fall wie bei der Fußgängerbrücke über die Bahn in Opladen eine Ausnahme bleibt. Diese musste, nachdem die Stadt sie per Gesetz von der Bundesbahn übernommen hatte, abgerissen werden, weil sie nicht mehr instand gesetzt werden konnte.


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht    

Letzte Änderung am 16.02.2015 09:41 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar: (Achtung: Es sind keine Links erlaubt!)


Um das Formular vor Spam zu schützen, muss dieses ReCaptcha gelöst werden:

Achtung: Spammen zwecklos!
Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet!




Follow leverkusen on Twitter