Stadtplan Leverkusen
13.05.2006 (Quelle: Bayer 04)
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Bayer AG und Bayer 04: Starker Beitrag zur WM 2006


Meinolf Sprink, der Sportbeauftragte der Bayer AG, beleuchtet in seinem Beitrag, welche wichtige Rolle die Bayer AG und auch Bayer 04 seinerzeit bei der Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland spielten, und wie Leverkusen nun in das WM-Geschehen eingebunden sein wird.

"And the winner is DEUTSCHLAND." Fünf Worte, gesprochen von Joseph S. Blatter, dem Präsidenten des Weltfußballverbandes FIFA, am 6. Juli 2000 in der Messe Zürich. Fünf Worte, die für Deutschland die Welt veränderten und deren Auswirkungen hier zu Lande gerade heute überall spärbar sind. Gut 40 Tage vor Beginn des Turniers befindet sich Deutschland im "WM-Taumel". Die meisten Sportfans können es kaum erwarten, einige wenige leiden bereits an "Reizüberflutung". 64 Spiele in vier Wochen an zwölf WM-Standorten mit Zuschauerzahlen vor Ort in Millionenhöhe und Fernsehzuschauern in zweistelliger Milliardengröße - ein fast unvorstellbares Spektakel!

Und was haben Bayer 04 Leverkusen und die Bayer AG damit zu tun? Eine ganze Menge! Vieles ist in diesem Zusammenhnag mittlerweile ein wenig in Vergessenheit geraten und sollte aus gutem Grund hier und heute nochmals kurz in Erinnerung gerufen werden.
Rückblick: Anfang 1998 schien das Rennen um die WM 2006 eindeutig in Richtung Südafrika zu laufen. Der ehemalige DFB-Präsident Egidius Braun kontaktierte damals unter anderem die Bayer AG, um die Möglichkeiten einer privat finanzierten Bewerbungs-Initiative im Zusammenspiel mit dem DFB auszuloten. Im damaligen Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Dr. Manfred Schneider, und dem Sportbeauftragten Jürgen von Einem fand der DFB Mitstreiter, die gemeinsam mit sieben weiteren deutschen Unternehmen auf die Hoffnung "Deutschland WM 2006" setzten.

Die Bayer AG stellte dabei als größter Einzelförderer rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Zudem wurde vor und hinter den Linien Hilfestellung für den DFB geleistet. So richtete Bayer Mexiko am Rande des Konföderationen-Cups 1999 in Mexiko einen viel beachteten Empfang für die Toppgäste der FIFA aus und bot damit eine Plattform, Deutschland auf der "Fußball-Landkarte"; im Hinblick auf die WM 2006 nachhaltig zu platzieren.

Die BayArena war zu diesem Zeitpunkt Deutschlands Vorzeigestadion. Wen verwunderte es also, dass die FIFA-Inspektionstour durch Deutschland im Herbst 1999 in der BayArena mit einem Empfang der Bayer AG für die hochrangigen FIFA-Delegierten einen Höhepunkt fand. Denn: Die BayArena zählte zu den 16 Stadien, mit denen der DFB auf "Wahlkampf-Tour" in Sachen Weltmeisterschaft gegangen war - wohlweislich der Tatsache, dass das Stadion nicht über die für WM-Spiele vorgeschriebene Zuschauerkapazität verfügte.

Auf dem Weg zur WM 2006 leistete Bayer 04 Leverkusen zweifelsfrei einen sehr bedeutenden Beitrag, der zudem noch "schmerzhaft" war. Nach der verkorksten Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden sowie den Irrungen und Wirrungen um Christoph Daum stand der DFB unversehens ohne Coach für sein Aushängeschild da. Ein Krisengipfel mit Geschäftsführer Reiner Calmund und Sportdirektor Rudi Völler musste kurzfristig in Köln einberufen werden. Das Ergebnis bildete eine riesengroße überraschung! Rudi Völler sollte es richten und wurde als Teamchef für die DFB-Elf "aus dem Ärmel gezogen". Er sollte - mit dem heutigen Bayer-04-Coach Michael Skibbe als Bundestrainer an seiner Seite - die Nationalmannschaft in eine erfolgreiche Zukunft mit dem großen Ziel "WM 2006" führen.

Eine Idee des neuen DFB-Teamchefs gefiel allen Beteiligten bei Bayer 04 Leverkusen und der Bayer AG ganz besonders. Denn: Es war im Laufe des Jahres 2001 immer klarer geworden, dass die BayArena bei der FIFA keine Gnade im Hinblick auf die Ausrichtung von WM-Spielen finden würde. Das Stadion war einfach zu klein. Die Lösung: Teamchef Völler entschied, dass das "Schmuckkästchen" der Bundesliga während der WM 2006 zusammen mit Schloss Lerbach Trainingszentrum der deutschen "Edelkicker" sein sollte. Eine sehr elegante Lösung, denn niemand - weder der DFB noch Bayer 04 Leverkusen - verlor sein Gesicht. Die Vorfreude in Leverkusen und der Region war riesengroß.

Doch auch hier sollte es anders kommen als gedacht. Gut, die WM 2002 wurde unter Federführung von Rudi Völler und Michael Skibbe mit dem Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft zu einem großen Erfolg, und die Vorfreude auf die Welttitelkämpfe 2006 stieg weiter. Doch 2004 war kein gutes Jahr für die deutsche Nationalmanschaft. Nach dem schwachen Abschneiden in Portugal bei der EM erklärte Rudi Völler seinen Abschied vom Amt des Teamchefs. Jürgen Klinsmann übernahm und damit begann auch eine neue "Zeitrechnung" hinsichtlich der WM 2006 für Leverkusen.

Nach dem Motto "Neue Besen kehren gut" krempelte Klinsmann viele Dinge beim Deutschen Fußball-Bund um. Ein "Opfer" wurde die BayArena. Der neue Bundestrainer entschied sich für Berlin als Standort für das DFB-Team während der WM. Sicherlich eine Enttäuschung für alle Beteiligten in Leverkusen und in der Region. Dennoch sollte soviel Fairness bestehen, dem neuen Coach einen Richtungswechsel zuzugestehen.
Als kleine "Entschädigung" darf ja dann auch das Länderspiel gegen Japan am 30. Mai 2006 in der BayArena gesehen werden. Bei diesem Spiel wird die Welt nach Leverkusen schauen, denn wenige Tage vor dem WM-Auftakt will jeder wissen, wie der Gastgeber denn nun nach dem WM-Trainingslager leistungsmäßig drauf und was von ihm zu erwarten ist.

Nach dem Abschied der deutschen Nationalmannschaft galt Weltmeister Brasilien lange Zeit als "Favorit" auf den Standort BayArena. Noch während des Konföderationen-Cups 2005 zeigten sich die Südamerikaner angesichts des sehr guten und professionellen Umfeldes von der BayArena und Leverkusen begeistert. 13.000 Zuschauer beim offiziellen Training sorgten zudem für ein Volksfest.

Doch zu einem WM-Trainingslager reichte es nicht. Denn: Die Südamerikaner sind sich ihres Marktwertes stets bewusst gewesen. Von Seiten der Bayer AG und Bayer 04 Leverkusen bestand aber immer Einigkeit, dass ein Trainingslager der Brasilianer nicht "erkauft" wird. Die Konsequenz: Brasilien kommt nicht.
Dafür haben sich die Südkoreaner jetzt ab dem 6. Juni 2006 die BayArena als Trainingsstätte gesichert. Das Team von Dick Advocaat residiert im benachbarten Schloss Bensberg und wird den Weg - außerhalb der Spieltage - fast täglich nach Leverkusen in die BayArena finden. Die Vorfreude ist groß, denn mit den Japanern am 30. Mai und den Südkoreanern ab dem 6. Juni 2006 beginnen in Leverkusen rund um die BayArena ";asiatische Festwochen" getreu dem WM-Motto ";Die Welt zu Gast bei Freunden".

Für Bayer 04 Leverkusen und auch die Bayer AG endet damit eine lange Reise mit vielen Irrungen und Wirrungen rund um die WM 2006. Die Hoffnung ist groß, dass die Fans vor Ort die Weltmeisterschaft sehr positiv aufnehmen werden. Nicht zuletzt hat Bayer 04 Leverkusen mit der Unterstützung des Public Viewing im Schatten der Wilhelm-Dopatka-Halle an der Bismarckstraße nie einen Zweifel daran aufkommen lassen, dass in und um die BayArena das WM-Fieber ausbrechen soll. Jetzt müssen nur noch Teams und Spieler ihren Beitrag zu einem rauschenden Fußballfest leisten.


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Letzte Änderung am 10.04.2014 00:54 von leverkusen.
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