Stadtplan Leverkusen
04.10.2006 (Quelle: Polizei)
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Schwere Beute verhinderte geplante Flucht


Einen schnellen Fahndungserfolg konnte die Leverkusener Polizei nach einem Raubüberfall in Opladen erzielen.

Am frühen Montagmorgen (02.10.06) klingelte es am Lieferanteneingang eines Lebensmittelgeschäftes auf der Kölner Straße. Der 23-jährige Angestellte, der zu dieser Zeit allein im Geschäft war, öffnete die Tür. Er sah dort zwei maskierte junge Männer stehen, von denen einer ihm sofort eine Pistole vor das Gesicht hielt.

Sofort drängten sie ihn in die Geschäftsräume und verlangten unmissverständlich die Öffnung des Tresors. Das völlig eingeschüchterte Opfer kam dieser Aufforderung nach. Aus dem Tresor entnahmen die Räuber das gesamte Hartgeld und verpackten die Rollen in einen mitgebrachten Rucksack. Unmittelbar darauf verließen die Täter mit ihrer schweren Beute den Tatort.

Sie liefen zunächst bis zur Arnold-Ohletz-Straße und verloren dabei noch zwei Geldrollen. Weil ihnen der Rucksack nun zu schwer wurde, beschlossen sie, ihn zunächst zu verstecken. Nachdem sie das Versteck gefunden hatten, sahen sie plötzlich einen Polizeibeamten, der bei der eingeleiteten Fahndung zu Fuß unterwegs war. Die beiden Täter trennten sich und einer versteckte sich unbemerkt von dem Polizisten schnell in einem Gebüsch.

Nachdem er dort eine Weile ausharrte und sich seiner verdächtigen Kleidung entledigt hatte, ging er mit T-Shirt und Hose bekleidet weiter. Damit erregte er jedoch die Aufmerksamkeit einer Streifenwagenbesatzung, die ihn auf dem Europaring anhielt. Als die Beamten ihn überprüften, fielen ihnen sofort mehrere Blätter und Zweige im Haar und an der Kleidung des Verdächtigen auf. Weil der 18-jährige Leverkusener sich in einer ersten Befragung auch noch in Widersprüche verwickelte, wurde er vorläufig festgenommen.

Zwischenzeitlich wurde durch weitere Beamte der vermutliche Fluchtweg abgesucht. Die Polizisten fanden dann auch in dem Gebüsch die abgelegte Kleidung. Ein Vergleich der Vegetation an dieser Stelle mit den Blättern und Ästen des Beschuldigten verlief eindeutig positiv.

Nach anfänglichem Zögern gab der 18-Jährige schließlich unter dem Druck der Beweise in seiner Vernehmung auch die Tat zu und nannte seinen Mittäter. Bei der Durchsuchung der Wohnung des ebenfalls 18-Jährigen in Rheindorf konnte auch die schwere Beute aufgefunden und sichergestellt werden. Auch er war geständig und gab wie sein Kumpel massive Geldschwierigkeiten als Grund für den Überfall an.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln wurden die beiden Räuber dem Haftrichter am Amtsgericht Leverkusen vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.


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Letzte Änderung am 15.03.2007 00:53 von leverkusen.
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