Stadtplan Leverkusen
13.06.2007 (Quelle: Bayer)
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Brandbekämpfung mit FlugzeugtriebwerkenTurbolöscher LEV


Neuer Turbolöscher im Chemiepark in Betrieb genommen
Bayer Industry Services (BIS) investiert rund 850.000 Euro in die Sicherheit


Turbolöscher im Einsatz: Dr. Hagen (links) und Dr. Grigat zeigen sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des neuen Fahrzeugs der Werkfeuerwehr von Bayer Industry Services.
Hightech für höchste Sicherheit: Mit einem neuen Turbolöscher hat die Werkfeuerwehr von Bayer Industry Services (BIS) ihren modernen Fuhrpark im Chemiepark an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen erweitert. Das Löschfahrzeug eignet sich in besonderer Weise dafür, Großschadensereignisse in chemischen Anlagen schnell, massiv und sicher zu bekämpfen. „Mit dieser erneuten Investition von rund 850.000 Euro setzen wir unsere nachhaltigen Bemühungen zur Sicherheit von Mensch und Umwelt konsequent fort. Denn die Sicherheit der Chemieparkmitarbeiter und der Nachbarschaft hat für uns weiterhin oberste Priorität“, betonte Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chemieparks Leverkusen, im Rahmen eines Pressetermins, bei dem die Einsatzmöglichkeiten und Funktionsweisen des neuen Turbolöschers am Standort Leverkusen live vorgeführt wurden.

Alpha-Jet-Triebwerke sorgen für Schub beim großflächigen Löschen

Der Turbolöscher gehört zu einer neuen Generation von Löschfahrzeugen. Deutschlandweit sind bislang lediglich drei Turbolöscher dieses Typs im Einsatz. Die Besonderheit: Er ist mit zwei Flugzeugtriebwerken aus Alpha-Jets, wie sie auch die Bundeswehr nutzt, bestückt – jede Düse mit einer Drehzahl von bis zu 23.000 Umdrehungen pro Minute und einem Schub von 1 Tonne. Der Durchsatz beträgt 50 Kilogramm Luft pro Sekunde.

Das Löschprinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: In den durch die Triebwerke produzierten Luftstrahl wird Wasser eingespeist – bis zu 8.000 Liter pro Minute. Die Flüssigkeit wird zerstäubt, es entsteht ein Wassernebel. Er kann eine Fläche von 3.500 Quadratmetern abdecken und reicht bis zu 150 Meter weit. „Auf diese Weise können wir Brände flächendeckend löschen, Gase auswaschen, Brandrauch nieder geschlagen und brandgefährdete Objekte kühlen. Darüber hinaus wird den Einsatzkräften der Feuerwehr der Zugang auch zu schwer erreichbaren Einsatzorten in den Anlagen erleichtert. Dies dient der effizienten und sicheren Schadensbekämpfung“, betont Dr. Hans Hagen, Leiter der Werkssicherheit im Chemiepark Leverkusen. Je nach Ereignis ist es ebenfalls möglich, mit Schaum oder Pulver zu löschen.

„Richtungweisende“ Brandbekämpfung auch im Rahmen von TUIS

Die auf dem Fahrzeuggestell montierten Triebwerke sind nach links und rechts (jeweils 45 Grad), nach oben (90 Grad) und unten (10 Grad) schwenkbar. Aufgestellt in etwa 50 Meter Entfernung vom Brandereignis ermöglicht der Turbolöscher eine variable „richtungsweisende“ Brandbekämpfung. Binnen drei Minuten nach Start erreichen die Triebwerke bereits ihre volle Leistungsfähigkeit. Sie sind in der Lage, rund eineinhalb Stunden auf Volllast zu fahren.

Der Turbolöscher hat seinen „Stammsitz“ am Standort Dormagen. „Im Bedarfsfall steht er aber im Rahmen unseres standortübergreifenden Konzepts im gesamten Chemieparkverbund – also an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen und deren Umfeld – zu Verfügung“, so Hagen. Auf diese Weise können wir Synergien nutzen, Kosten sparen und gleichzeitig ein Höchstmaß an effizienter Sicherheit in und um die Standorte gewährleisten. Die hochwertige Technik ist darüber hinaus hervorragend geeignet, im Rahmen von TUIS – dem Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungs-System der deutschen chemischen Industrie – unterstützende Hilfe zu leisten. Unter dem Dach dieser bundesweiten Initiative leisten rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehren und Fachleuten bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten schnelle, sachgerechte und unbürokratische Hilfe. Grigat: „Wir nehmen unsere Verantwortung zum Schutz der Nachbarschaft somit auch in Zukunft nachdrücklich wahr. Dies beinhaltet natürlich weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, die sich in der Vergangenheit stets bewährt hat.“

Investition in die Sicherheit hat Tradition

Zum Ausbau des standortübergreifenden Fahrzeug- und Sicherheitskonzepts hat der Chemieparkbetreiber Bayer Industry Services allein in 2006 und 2007 rund vier Millionen Euro an seinen Standorten investiert. Neben dem Turbolöscher wurden bereits im Jahr 2006 drei Gerätewagen Gefahrgut (für jeden Standort einer), ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug sowie ein Arzteinsatzfahrzeug am Standort Krefeld-Uerdingen, zwei Sonderlöschmittelfahrzeuge in Leverkusen und Dormagen sowie ein in Leverkusen stationierter Feuerwehrroboter, ein so genannter „Manipulator“, in Betrieb genommen.


Bilder, die sich auf Brandbekämpfung mit FlugzeugtriebwerkenTurbolöscher LEV beziehen:
00.06.2007: Hagen und Grigat mit Turbolöscher

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Letzte Änderung am 04.05.2011 10:14 von leverkusen.
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