Stadtplan Leverkusen
14.06.2007 (Quelle: DasKreuzmußbleiben)
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Das Bayerkreuz – mehr als nur eine Leuchtreklame!


Leverkusen hat bundesweit vielleicht nicht den Ruf eine wahre Schönheit zu sein, dennoch fühlen sich die meisten Bürger wohl in unserer Stadt, gibt es doch ein breit gefächertes Kultur- und Sportangebot und der Neulandpark oder der japanische Garten laden zum schönen Sonntagsspaziergang ein. Doch woher kommt dieser Ruf? Liegt es daran, dass in unserer Stadt immer schon viel zu wenig Wert auf Tradition und Historisches gelegt wurde? Liegt es daran, dass das Stadtbild immer wieder seiner historischen Gebäude wie der alten Rathäuser in Wiesdorf und Opladen, des alten Bayer-Kaufhaus, des Reuschenberger Schloss usw. beraubt wurde?
Nun soll Leverkusen sein größtes Wahrzeichen verlieren, das seit 1933 (mit Unterbrechungen) über der Stadt leuchtet! Das Bayerkreuz war für jeden Leverkusener immer mehr, als die größte Leuchtreklame der Welt, es ist DAS Wahrzeichen der Stadt, ein Stück Stadtgeschichte, das unserer Stadt ein Gesicht und eine Skyline gibt. Es geht aber nicht nur um das Kreuz als historisches Wahrzeichen der Stadt und um die große emotionale Bindung der Einwohner dazu, sondern auch um die symbolische Bedeutung und um den Wandel der Bayer AG von einem eng mit der Stadt verwurzelten Unternehmen mit großem sozialem Engagement, hin zu einem globalisierten Allerweltskonzern mit ausschließlich profitorientierten Interessen. Der geplante Abriss scheint wie ein symbolischer Akt und ein weiterer Schritt in diese Richtung nach den Ausgliederungen der Geschäftsbereiche, Stellenabbau, kaum noch kultureller Förderung, Schließung des CD-Bads und des Ausstiegs aus der Förderung des Spitzensports. Nachdem es bereits von vielen Leverkusener Bürgern einzelne Proteste gegen die Pläne des Bayer-Konzerns, das leuchtende Firmenzeichen 2009 endgültig zu demontieren, gegeben hat, startet nun die von der Faninitiative SVB e.V. und den Ultras Leverkusen angetriebene Aktion „Das Kreuz muss bleiben“. Nun können sowohl in Leverkusen als auch in umliegenden Städten Unterschriften zum Erhalt des Bayerkreuzes abgegeben werden. Die Resonanz im Leverkusener Einzelhandel ist durchweg positiv und so schlossen sich fast sämtliche aufgesuchte Geschäfte spontan der Aktion an und legten Unterschriftenlisten und Plakate aus. Die eigens erstellte Homepage: www.daskreuzmussbleiben.de wird täglich mit allen verfügbaren Informationen zu einem wichtigen Stück Stadtgeschichte und der laufenden Aktion aktualisiert. Dort sind auch die Unterstützer dieser Unterschriftenaktion namentlich aufgeführt und im Downloadbereich können Unterschriftenlisten und Plakate herunter geladen werden. Der Erfolg der Aktion „LEV muss leben“ aus den 70er Jahren zeigt, was Leverkusener Bürger erreichen können und macht Hoffnung den Verlust eines weiteren Stücks Stadtgeschichte verhindern zu können. Ziel ist es das allgemeine öffentliche Interesse am Erhalt des Bayerkreuzes zu bekunden und somit den Konzern vielleicht noch zum Einlenken bewegen zu können oder es besteht im Rahmen des geltenden Denkmalschutzes vielleicht die Möglichkeit, den Abriss zu verhindern. Einen Teil der Kosten könnte Bayer dann eventuell durch Denkmalschutz-Fördermittel decken und somit ebenfalls von der Aktion profitieren. Dies ist im Übrigen keine Initiative gegen den Umbau des Hochhauses zur Medienfassade. Niemand will sich Neuem und Modernem verschließen, aber Neues darf nicht auf Kosten der eigenen Geschichte gehen. Diesen Fehler hat man in Leverkusen schon oft gemacht und scheint leider nicht daraus gelernt zu haben.


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