Stadtplan Leverkusen
05.02.2008 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Bruno Krupp wird am 5. Februar 80


Oberbürgermeister Ernst Küchler gratuliert dem Ehrenringträger der Stadt Leverkusen

Oberbürgermeister Ernst Küchler hat am Dienstag, 5. Februar, dem Ehrenringträger der Stadt Leverkusen, Bruno Krupp, in einem Schreiben zu dessen 80. Geburtstag gratuliert Dabei dankte er dem früheren Bürgermeister, Landtagsabgeordneten, Stadtkämmerer und Oberstadtdirektor für die vielen Jahre erfolgreichen politischen Engagements für Leverkusen.
Krupp sei neben dem früheren Oberbürgermeister Wilhelm Dopatka der erste Leverkusener gewesen, dem er am 6. Januar 1970 in Freiburg begegnet sei. Von da an sei deren politisches Handeln prägend gewesen für sein eigenes Verständnis von kommunaler Selbstverwaltung und Kommunalpolitik.
Küchler würdigte die großen Leistungen Krupps, insbesondere als es darum ging, im Zuge der kommunalen Gebietsreform die Selbstständigkeit Leverkusens zu erhalten. „Lev muss leben" sei die Botschaft gewesen, mit der er 1974 im Landtag von Nordrhein-Westfalen Leverkusen entscheidendes Gehör verschafft habe. Die Bürgerinnen und Bürger wüssten, was sie Bruno Krupp zu verdanken hätten, so der OB in seinen Schreiben an den Jubilar, der heute in Lindlar lebt
Zur Person:
Bruno Krupp wurde 1928 im Kölner Stadtteil Merkenich geboren und kam 1930, im Jahr der Stadtgründung, nach Leverkusen. Er wuchs im Stadtteil Manfort auf. Kurz nach Kriegsende konnte Bruno Krupp, der 1945 seine Verwaltungsausbildung bei der AOK Leverkusen abgeschlossen hatte, als einer der ersten seinen Dienst bei der Krankenkasse wieder antreten. Schon bald sollte eine außergewöhnliche Karriere als Politiker, Gewerkschaftler und Verwaltungsexperte beginnen. Als Gewerkschaftler gehörte Krupp in Leverkusen zu den Mitbegründern der Einheitsgewerkschaft, übernahm von 1954 bis 1959 das Amt des ÖTV-Vorsitzenden und war von 1954 bis 1958 als örtlicher DGB-Vorsitzender Sprecher der Arbeitnehmerschaft.
Seine Verwaltungskarriere war von einem stetigen Aufstieg gekennzeichnet. Er durchlief bei der AOK alle Stationen bis hin zum Geschäftsführer. Als Direktor zeichnete er ab 1956 verantwortlich für den stetigen Ausbau dieser Institution, bis er 1971 als Stadtkämmerer zur Stadtverwaltung und wenige Jahre später in das Amt des Oberstadtdirektors wechselte.
Früh begann auch seine politische Laufbahn, die ihn für viele Jahre zu einem der führenden Köpfe der Leverkusener SPD machte. Bereits drei Jahre nach seinem Parteieintritt rückte er ab 1956 für die SPD in den Stadtrat. Deren kommunales Wirken beeinflusste er maßgeblich als Fraktionsvorsitzender von 1958 bis 1961 und Unterbezirksvorsitzender von 1962 bis 1975. 1964 wurde er für insgesamt sieben Jahre Bürgermeister in Leverkusen. 1966 wurde er in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt, dem er auch nach seiner Wahl zum Leverkusener Stadtkämmerer 1971, noch bis 1975 angehörte.
Unvergessen ist bis heute sein Engagement für die Selbstständigkeit Leverkusens. Bruno Krupp stand an der Spitze der größten Bürgerinitiative, die Leverkusen bis heute erlebt hat und kämpfte unermüdlich für das Zustandekommen der neuen Großstadt Leverkusen. Sozusagen „in letzter Minute" gelang es Krupp dank einer vielbeachteten Rede im Düsseldorfer Landtag, die Eingemeindung Leverkusens nach Köln zu verhindern und Leverkusen in den heutigen Grenzen zu ermöglichen.
Der engagierte Kämpfer für ein selbständiges Leverkusen in neuen Grenzen wurde 1975 zum Oberstadtdirektor gewählt und somit verantwortlicher Dienstherr für damals noch rund 4.000 Mitarbeiter. Augenzeugen bestätigen bis heute, dass „trotz des großen Ladens" die Menschlichkeit nie zu kurz gekommen sei und stets ein fairer Umgang geherrscht habe. .
Zwei Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben im Jahre 1989 ehrte der Rat den Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse mit dem Ehrenring der Stadt Leverkusen. Bis heute verfolgt Bruno Krupp aufmerksam die Entwicklung seiner Stadt.


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Letzte Änderung am 15.04.2015 13:29 von leverkusen.
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