Stadtplan Leverkusen
14.11.2008 (Quelle: Currenta)
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Erneut eine halbe Milliarde Euro für den Standort Leverkusen


Zahlreiche Investitionen stärken den CHEMPARK

CHEMPARK Leverkusen: Blick auf das Gelände der Firma nkt cables.„Wir sind unter dem neuen Namen `CHEMPARK´ in den zurückliegenden zwölf Monaten ein gutes Stück auf dem Weg zu Europas attraktivstem Chemiepark vorangekommen. Dazu hat der Standort in Leverkusen mit seinen mehr als 50 Partnern einen wichtigen Beitrag geleistet“, zog CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat eine positive Bilanz zum einjährigen Bestehen des CHEMPARK im Rahmen eines Pressegesprächs am Donnerstag, 13. November 2008, in Leverkusen. Maßgebliches Indiz für die voranschreitende Entwicklung: die Investitionen der auf dem Gelände ansässigen Firmen. „Mit einer Gesamtsumme von gut einer halben Milliarde Euro befinden sich die Investitionen wie die Aufwendungen für Instandhaltungen auf einem konstant hohen Niveau“, so Dr. Grigat. „Alle angekündigten Investitionen sind weiter im Plan. Ein gutes Zeichen, dass der CHEMPARK lebt.“

Als wichtigen Standortvorteil nannte Dr. Grigat die geographische Lage des CHEMPARK: Werde die Chemieregion der Benelux-Staaten hinzugerechnet, so befinde sich der CHEMPARK im Herzen der weltweit führenden Chemieregion. Deutschland sei umsatzstärkstes Land der Europäischen Union in der chemischen Industrie. Innerhalb Deutschlands werde zudem ein Drittel des Chemie-Umsatzes in Nordrhein-Westfalen (NRW) erwirtschaftet, wiederum etwa ein Drittel davon durch den CHEMPARK an den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. „Dies verdeutlicht unsere starke Position bei sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen. Um den sich künftig bietenden Chancen weiterhin gerecht zu werden, haben wir die Entwicklung und Struktur unseres wirtschaftlichen Umfelds ständig im Blick. In dieser vorzüglichen Chemieregion wollen wir den bereits auf dem Gelände befindlichen und den neuen Unternehmen optimale Rahmenbedingungen für ihr jeweiliges spezifisches Geschäft bieten. Dies ist unsere Aufgabe als CHEMPARK-Betreiber“, so Dr. Grigat weiter. „Wir sorgen mit unseren Ideen und Konzeptionen dafür, dass die Abläufe im CHEMPARK funktionieren und strategische Projekte weiterentwickelt werden können. Bei all diesen Prozessen ist CURRENTA die Klammer.“

Stärke durch Produktverbund
Eine Stärke des Standorts ist der Produktverbund. Beispiel Chlor: Der von Bayer MaterialScience hergestellte, vielseitig verwendete Rohstoff wird mittels Elektrolyse aus Kochsalz gewonnen und dient zahlreichen Betrieben als unverzichtbarer chemischer Baustein. So ist Chlor Einsatzstoff für Produktionsanlagen von Bayer MaterialScience, und beim CHEMPARK-Partner Momentive Performance Materials fließt Chlorwasserstoff in die Herstellung von Silikonen ein. Über den LANXESS-Aromatenverbund gelangt Chlor in Form organischer Zwischenprodukte beispielsweise zu Tanatex, Saltigo, DyStar und Kemira. Auch KRONOS benötigt dieses zentrale chemische Element für die Produktion von Titandioxid. Und abschließend kommt Chlor wieder bei CURRENTA an: Im Entsorgungszentrum Leverkusen-Bürrig werden chlorierte organische Verbindungen vollständig vernichtet.

CHEMPARK-Partner investieren
Die CHEMPARK-Partner stärken mit ihren Investitionen weiterhin den Standort. Hier einige Beispiele:

KRONOS hat die Einführung einer einzigartigen neuen Serie an Fotokatalysatoren für das sichtbare Licht (Visible Light Photocatalyst) vorgestellt. Titandioxid ist als UV-Absorber seit langem bekannt und wird als Fotokatalysator unter UV-Einstrahlung seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Jetzt konnte diese Funktionalität bis in das sichtbare Licht erweitert werden. Das Anwendungsspektrum reicht von Wandfarben über Textilien und Kunststofffolien bis hin zu Zementbeschichtungen.

Rund 35 Millionen Euro investiert die LANXESS AG am Standort Leverkusen in ihr Anlagennetzwerk zur Herstellung von Basischemikalien. Der Spezialchemie-Konzern erweitert damit die Kapazität von Kresolen und deren Derivaten sowie Mono-Chlorbenzol für den weltweiten Markt um bis zu 60 Prozent. Durch den Ausbau kann auch künftig der steigende Bedarf der Kunden nach diesen Produkten gedeckt werden. Die Basischemikalien wie Kresole und deren Derivate von LANXESS sind wesentliche Ausgangsstoffe für Agrowirkstoffe, Polymere, Farben, Lacke und Pigmente.

Anfang des Jahres 2008 hat die Saltigo GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von LANXESS, eine hochmoderne Multifunktionsanlage für die Entwicklung, Herstellung sowie Qualitätskontrolle von medizinischen Wirkstoffen und Zwischenprodukten in Betrieb genommen. Der neue Produktionsbetrieb entstand mit einem Investitionsaufwand von rund zehn Millionen Euro aus einem bereits bestehenden Anlagenkomplex. In den vier Produktionsmodulen des Betriebs, von denen eines vollkommen neu errichtet wurde, können jährlich mehr als 200 Tonnen Wirkstoffe und Zwischenprodukte maßgeschneidert für die Kunden hergestellt werden.

Momentive Performance Materials, einer der weltweit größten Anbieter und Hersteller von Silikonen und Silikonderivaten, baut im CHEMPARK Leverkusen eine seiner drei globalen Forschungsstätten weiter aus. Im Rahmen dieses Projekts werden die europäischen Forschungsaktivitäten von Momentive hier zusammengezogen.

Auch für den Bereich Functional Films von Bayer MaterialScience spielt der Standort Leverkusen eine wichtige Rolle. 2008 wurden hier entsprechende Laborkapazitäten aufgebaut.

Die Arbeiten zum Bau des modernsten Kabelwerks Europas durch die nkt cables GmbH im Süden des CHEMPARK schreiten voran. Nach der Verlagerung der Produktions- und Verwaltungseinheiten von Köln-Mülheim in den CHEMPARK wird das Unternehmen seine Produktion auf dem 84.000 Quadratmeter großen Gelände voraussichtlich im zweiten Quartal 2009 aufnehmen. Bis Ende 2010 werden alle rund 500 nkt-cables-Mitarbeiter von Köln in den CHEMPARK umziehen. Investition für die Gesamtmaßnahme: rund 120 Millionen Euro.

Zusammen mit Bayer Technology Services (BTS) und Engel Austria hat die auf dem CHEMPARK ansässige polyMaterials AG mit dem HTS („high-throughput-screening) eine Weltneuheit auf den Markt gebracht. Es ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Suche nach idealen Kunststoffrezepturen. Das maschinelle Konzept vereinigt statistische Versuchsplanung, Dosierung, Mischung, Spritzguss, Prüfung und Datenauswertung. Es zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit bei erforderlicher Genauigkeit aus.

Die TECTRION GmbH, eine 100-prozentige Tochter von CURRENTA, setzt nicht nur im CHEMPARK, sondern auch außerhalb des Werkszauns auf Nähe zum Kunden – in fachlicher, zeitlicher und persönlicher Hinsicht. Dokumentiert wird dies mit dem neuen Claim „Service ganz nah“.

15 Millionen Euro investiert CURRENTA in die Modernisierung der Beckenbiologie im Entsorgungszentrum Leverkusen-Bürrig. Der Ausbau hat zum Ziel, die Prozesse der letzten Stufe der Abwasserreinigung effizienter und kostengünstiger zu gestalten sowie den Anteil der anorganischen Stickstoffverbindungen um mindestens 40 Prozent zu senken. Die Arbeiten an der zweiten Stufe laufen auf Hochtouren. Die Betonarbeiten sollen im Februar 2009 abgeschlossen sein. Nach den darauffolgenden technischen Installationen ist geplant, im August/September 2009 mit einer Testphase zu starten. Zusätzlich wird im November 2009 mit dem Bau eines weiteren, insgesamt vierten Nachklärers begonnen (Investitionssumme: zwei Millionen Euro). Die Inbetriebnahme des gesamten Modernisierungs- und Erweiterungsprojekts ist für Ende 2010 geplant.

In die Sanierung der Kaimauer investiert CURRENTA zudem 4,5 Mio. Euro. 35 neue Festmacher-Einrichtungen werden Schiffen im Hafen des CHEMPARK künftig das Anlegen erleichtern.

Durch die Umgestaltung des K-Blocks werden neben dem neuen Headquarters von Bayer Vital auch die Zentralen von Bayer MaterialScience und LANXESS außerhalb des Werkszauns liegen und frei zugänglich sein. Mit einem neuen Parkhaus, veränderter Straßengestaltung, Grünflächen, Bäumen und Parkbänken erhält dieses Chemieparkareal einen anderen Charakter als die Produktionsbereiche innerhalb des Werkszauns.

Das Schülerlabor „Baylab plastics“ von Bayer MaterialScience erfreut sich großer Beliebtheit: Seit dem Start am 1. Januar 2007 waren hier bereits insgesamt 5.000 Teilnehmer zu Gast. Das „Kunststofflabor für alle Sinne“ gewährt Besuchern nicht nur Einblicke in die bunte Welt der Naturwissenschaften und Technik. Vielmehr lernen sie die Funktionsweise eines Großunternehmens en miniature kennen. Gemäß dem Motto „Von der Produktidee zum Fertigteil“ produzieren sie im Laufe des Tages selbst ein Unikat aus Kunststoff.

Rund 30.000 Arbeitsplätze
Im CHEMPARK Leverkusen finden zurzeit rund 30.000 Menschen Arbeit. Hiervon sind ca. 8.400 bei den Bayer-Gesellschaften und gut 2.000 bei CURRENTA tätig. Bei den anderen CHEMPARK-Partnern arbeiten rund 9.700 Menschen, davon knapp 4.000 bei LANXESS und ihren Tochtergesellschaften; weitere rund 8.900 sind als Fremdfirmenmitarbeiter im CHEMPARK Leverkusen beschäftigt.

Zurzeit bildet CURRENTA in Leverkusen als einer der größten Ausbilder im Rheinland in mehr als 20 Ausbildungsberufen im naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Bereich insgesamt 1.046 Mädchen und Jungen aus (2007: 1.031), davon 498 für Bayer und 197 für LANXESS (Stand: 30.9.2008). Neu im Angebot: die kooperative Bachelor-Ausbildung, Studiengang Elektrotechnik. Über die vor vier Jahren ins Leben gerufene Ausbildungsinitiative Rheinland (AIR) starteten in diesem Jahr 57 Jugendliche von 29 Partnerunternehmen ihre Ausbildung zu Fachkräften.


Bilder, die sich auf Erneut eine halbe Milliarde Euro für den Standort Leverkusen beziehen:
00.00.2008: Luftbild nkt cables

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Letzte Änderung am 16.11.2014 17:06 von leverkusen.
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