Stadtplan Leverkusen
17.11.2008 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Leverkusen Taler 2008:


Marcella Dorn und Muhamet Abazi für dauerhaftes ehrenamtliches Engagement geehrt

Sie seien die besten Beispiele für eine gelungene Integration hieß es unisono in den Laudationes, die am Sonntag, 16. November, in der Musikschule Leverkusen auf Marcella Dorn und Muhamet Abazi gehalten wurden. Beide waren von der Jury, bestehend aus Mitgliedern der Ratsfraktionen, für ihr seit Jahren gezeigtes ehrenamtliches Engagement im Bereich des interkulturellen Dialogs mit dem Leverkusen-Taler ausgezeichnet worden.
Die Sparda-Bank West hatte mit ihrem Sponsoring dafür gesorgt, dass die Ehrung vor rund 100 geladenen Gästen in einem ansprechenden Rahmen stattfinden konnte. Vertriebsdirektor Franz-Josef Meuthen versicherte in einem vom Leverkusener Journalisten Ingo Schneider moderierten „Taler-Talk", dass derartiges gesellschaftliches Engagement ganz bewusst unterstützt werde und stellte auch die Bereitschaft in Aussicht, hier als Sponsor weiterhin aktiv zu sein. Oberbürgermeister Ernst Küchler unterstrich im Rahmen der Talkrunde, die grundsätzliche Bedeutung des Ehrenamtes in heutiger Zeit und verwies auf die erfolgreichen Aktivitäten der Stadt in diesem Bereich. Natürlich sei dabei auch wichtig, Vorbilder heraus zu stellen und eine Anerkennungskultur zu leben. Insofern sei, so Küchler, diese Auszeichnung wichtig und Unterstützung aus der Wirtschaft jederzeit willkommen.
Ratsfrau Irmgard von Styp-Rekowski war Laudatorin für Marcella Dorn. Oft wurde die aus Italien stammende Lehrerin, die mit 17 Jahren nach Deutschland kam, in den vergangenen mehr als 30 Jahren um Hilfe gebeten, wenn einem Kind wegen mangelnder Sprachkenntnisse der Weg in die Sonderschule drohte. Mit dem von ihr 1980 gegründeten „Italienischen Familienverein Leverkusen" konnte sie oftmals helfen. Allerdings bemängelte sie, angesichts der für die Integration unerlässlichen Kenntnisse der deutschen Sprache, wie viele junge Italiener der dritten Generation gerade hier ihre Defizite nach wie vor hätten.
Den Preis wollte sie, die eigentlich ungern im Mittelpunkt steht, nur stellvertretend für ihre Mitstreiter und Mitstreiterinnen annehmen. Gleiches galt auch für Muhamet Abazi, der die Auszeichnung nur zum Teil für sich reklamierte, ihn gleichwohl als große Ehre für sich und die in Leverkusen lebenden Muslime bezeichnete.
Ratsfrau Ingrid Nahl-Höfer hatte in ihrer Laudatio auf die besonderen Verdienste von Abazi als stellvertretender Sprecher im Rat der Religionen und seine integrative Rolle beim Moscheebau in Küppersteg hingewiesen. Trotz der Auszeichnung will Abazi zunächst in seinem ehrenamtlichen Engagement etwas kürzer treten. „Der Akku ist leer, aber ich komme sicher wieder, versicherte er den Gästen.
Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Leverkusen blieb den Taler-Empfängern noch ausreichend Zeit zum Gespräch mit Familie und Freunden. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde mit begeisternden Gesangsvorführungen der Jolly Jabber Singers.


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Letzte Änderung am 16.07.2013 08:39 von leverkusen.
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