Stadtplan Leverkusen
02.07.2010 (Quelle: Wirtschaftsförderung)
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Leverkusen stark auf dem materials day vertreten



(v.l.) Min.-Dirig. Karl-Uwe Bütof, Netzwerkmanager "Innovative Werkstoffe"
Wolfgang Paczenski, CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat, WfL-Geschäftsführer (seit 1. Juli) Dr. Frank Obermaier und den Leverkusener Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn.

„Synergetische Kooperationen fördern, Umsetzung von Innovationen beschleunigen“, lautete das Motto bei der gestrigen Gründung des Netzwerks Innovative Werkstoffe Rheinland beim materials day.

Innovative Werkstoffe haben die Welt bereits entscheidend beeinflusst. Was oftmals zuvor in der Raumfahrt erprobt wurde, findet sich heute in einem jeden Haushalt wieder. 70 Prozent aller neuen Produkte basieren auf innovativen Werkstoffen. Durch sie werden Autos sicherer, die Umwelt sauberer und medizinische Visionen Realität. Insgesamt fünf Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Werkstoffindustrie, viele davon in Nordrhein-Westfalen. Mit rund 30 Unternehmen, die branchenübergreifend in Sachen Innovative Werkstoffe tätig sind, spielt der Standort Leverkusen bereits heute eine wichtige Rolle. Leverkusen soll
durch das Netzwerk in diesem Bereich weiter gestärkt und als Mitinitiator ein zukunftsfähiges und unverkennbares Profil erhalten.
Das große Potential in Leverkusen und der Region ist ein guter Grund, sich zusammenzutun. Denn: Gemeinsam ist man stärker. Beim materials day, der am Mittwoch (30. Juni) im Tanzbrunnen an der Koelnmesse stattfand, wurde das in Gründung befindliche „Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland“ im Rahmen einer Pressekonferenz und einer anschließenden Festveranstaltung den rund 120 Gästen vorgestellt.
Ziel dieser regionalen Initiative ist es, die Attraktivität des Rheinlands (der so genannten ABCD-Region mit den Städten Aachen, Bonn, Cologne, Düsseldorf) für Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft sowie industrielle Neuansiedlungen nachhaltig zu steigern.
Initiiert wurde das Cluster 2009 vom CHEMPARK und der WfL Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH, die sich zusammen mit den anderen Netzwerkpartnern beim materials day präsentierten. „Im engen Schulterschluss mit Unternehmen, Wissenschaft und themenbegleitenden Institutionen aus dem gesamten Rheinland werden mit dem Netzwerk die Vorteile der Innovativen Werkstoffe auf den Punkt gebracht“, beschreibt CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat Sinn und Zweck. "Ich begrüße die Gründung des Netzwerks sehr. Die Wirtschaftsförderung Leverkusen wird mit ihren Partnern in dem Netzwerk eine starke Rolle spielen, und ich bin sehr zuversichtlich, dass die Stadt und die Unternehmen von dieser neuen Zukunftsbranche profitieren werden,“ erklärte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn bei seiner Begrüßung der Gäste des materials days.

Über die klassische Chemie hinaus will der CHEMPARK, der rund 70 Unternehmen beheimatet, neue, zukunftsträchtige Themenfelder erschließen. Gemeinsam mit der WfL sollen Innovationspotentiale innerhalb der Wertschöpfungskette ausgelotet werden, um auf diese Weise den Wirtschaftsstandort Leverkusen noch attraktiver für Neuansiedlungen zu machen. So sollen künftig Kompetenzen geschaffen und vernetzt, Kunden gewonnen und Märkte erobert werden.
„Das regionale Netzwerk kann dazu beitragen, Kompetenzfelder verschiedener Unternehmen frühzeitig zu
erkennen und zu bündeln und attraktive Technologie- und Werkstoffprojekte zu begleiten“, erklärte Wolfgang Paczenski, Manager des Netzwerks Innovative Werkstoffe Rheinland. Der Sprecher des noch jungen Netzwerkes ist mit Leverkusen eng verknüpft. Er konnte nicht nur bei seiner Zeit im Leverkusen beheimateten Standort der polyMaterials AG viele Erfahrungen in punkto neue Materialien sammeln, Paczenski ist auch hier zu Hause.
Zum Netzwerk gehören neben den Mitinitiatoren CHEMPARK und WfL auch die Wirtschaftsförderungen der anderen beteiligten Kommunen Köln, Krefeld, Neuss und Dormagen, Hochschulen, Fachhochschulen, Forschungsinstitute, Initiativen wie das Werkstoff-Forum der RWTH Aachen, innovative, mittelständische Unternehmen und Vereine, Verbände wie ChemCologne und der Standortmarketinggesellschaft Cologne Bonn Business, das Landescluster NanoMikro+Werkstoffe NMW.NRW sowie die Koelnmesse.
Die drei zentralen Anliegen des Clusters sind die Profilierung des Rheinlands als Kompetenzschwerpunkt entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die Förderung von synergistischen Kooperationen mit dem Ziel einer beschleunigten Umsetzung von Innovationen in marktfähige Produkte und die Steigerung der Attraktivität der Region für Unternehmens-Neuansiedlungen und Investitionen.
Dies soll durch eine Analyse der Unternehmenslandschaft, den Aufbau und der Pflege des Dialogs zwischen Partnern untereinander und zu Verbänden und Organisationen erreicht werden.
Gerade Leverkusen ist mit den MINT-Schulen, den Schülerlaboren, dem Girl‘s Day oder Wettbewerben wie „Jugend forscht“ schon heute gut aufgestellt, um das so wichtige Thema auch dem Nachwuchs schmackhaft zu machen. Hinzu kommt mit dem neuen Campus der FH Köln auf dem Bahnstadtgelände auch die akademische Voraussetzung, um später wissenschaftliches Studium mit beruflicher Ausbildung zu verknüpfen.
„Leverkusen bietet hervorragende Potenziale, um im Standortwettbewerb mit einem unverwechselbaren Profil anzutreten. Unser nächstes Ziel ist es, das Netzwerk auf stabile Füße zu stellen, damit wir unsere Kompetenzen im Werkstoffbereich weiter entwickeln können“, sagte WfLGeschäftsführer Dr. Frank Obermaier, der heute seine Tätigkeit bei der Leverkusener Wirtschaftsförderung aufgenommen hat. Dr. Roman Milczarek vom Leverkusener Bremsbeläge-Hersteller TMD Friction kennt die Vorzüge von Clustern: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Netzwerke einen erheblichen Beitrag leisten können, Innovationen schneller in den Markt zu bringen. In der Automobilbranche wurden aufgrund der traditionell hohen Vernetzung bereits deutliche Erfolge erzielt.“ Er unterstützte die Netzwerkgründung durch seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion auf dem materials day.
Weitere Informationen zum Thema gibt es zukünftig auch im Internet. Auf der Homepage www.netzwerk-iw.de, die sich in den letzten Arbeiten befindet, stellen sich auch die Leverkusener Unternehmen Carcoustics, Lux Elements und TMD Friction mit ersten Beispielen für innovative Werkstoffe vor.


Bilder, die sich auf Leverkusen stark auf dem materials day vertreten beziehen:
30.06.2010: Bütof, Paczenski, Grigat, Obermaier und Buchhorn

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Letzte Änderung am 15.03.2013 14:38 von leverkusen.
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