Stadtplan Leverkusen
02.09.2010 (Quelle: Ulrich Wokulat)
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Wokulat: Freibad Auermühle muss erhalten bleiben


Das Freibad Auermühle soll nach Plänen der Stadtverwaltung am 30.08. zum letzten Mal seine Pforten geöffnet haben. Nachfolgend geben wir die persönliche Auffassung von Ulrich Wokulat als Schlebuscher Ratsmitglied, die von der Meinung der Mehrheit der CDU-Fraktion abweicht, wider:

"Das Freibad Auermühle muss erhalten bleiben, denn es erfüllt für den Stadtteil Schlebusch, den Stadtbezirk III und die gesamte Stadt wichtige Funktionen.

Erstens soziale Funktion. Der Eintrittspreis ist vergleichsweise niedrig, z.B. im Vergleich zum Freizeitbad Calevornia. Gerade für sozial schwache Familien und deren Kinder bietet die Auermühle eine preiswerte Alternative, seinen Sommer zu verbringen. Darüber hinaus ist immer wieder zu beobachten, dass das Freibad ein Ort ist, an dem insbesondere Jugendliche den sozialen Umgang mit Gleichaltrigen auf spielerische Weise erlernen und so reifen. Das Sich-Messen mit anderen, der Umgang mit anderen Jugendlichen - auch mit Angehörigen des jeweils anderen Geschlechts - erfüllt - gerade in einer Zeit, in der die Menschen immer weiter auseinander rücken eine wichtige Funktion. Die Auermühle ist auch eine wichtige Begegnungsstätte und fördert so den Zusammenhalt der Menschen, die im Osten der Stadt leben. Zweitens die Funktion der Gesunderhaltung: Schwimmen ist zweifelsohne eine gesunde Sportart und Schwimmen lernen kann helfen, Leben zu retten. Es ist schon erschreckend genug, wie viele junge Menschen nicht schwimmen können, was ja auch lebensgefährdende Auswirkungen haben kann.

Drittens wäre der Wegfall des Freibades und der dazu gehörenden Grünfläche für Schlebusch fatal. Mitten im Dhünntal gelegen, ist das Freibad ein grüne Oase in Schlebusch. Hinzuweisen ist auch auf den großen Bestand alter Bäume.

Die Stadtverwaltung plant, das Gelände zu verkaufen. Verwunderlich ist hier, dass gerade die Schlebuscher Auermühle dafür geopfert wird, um den Erlös für das neue Bad in Opladen zu verwenden. Ein Käufer lässt sich nur finden für Zwecke der (Wohn-)Bebauung. Dies kann nicht im Sinne der Stadt sein. Ein wichtiger Grünzug würde so verloren gehen. Insbesondere eine Wohnbebauung würde diese grüne Lunge Schlebusch zerstören und ist städtebaulich aufgrund der Tieflage auch gar nicht möglich. Ein Bebauung käme nur dann in Betracht, wenn dies für freizeit-/gesundheitsnahe Zwecke erfolgen würde. Die Möglichkeit, schwimmen zu können, muss aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Sollte sich kein entsprechender Investor finden, fordere ich die Verwaltung und meine Ratskollegen auf, für den weiteren städtischen Betrieb der Auermühle zu votieren.

Auch wenn dies teilweise behauptet wird, ein unaufschiebbarer Sanierungsstau in der Auermühle besteht nicht. Dies kann also kein Argument für die Schließung sein. Die Ausstattung ist nicht modern, aber genauso so, wie es für ein einfaches Bad völlig ausreicht.

Anpassungen der Bedingungen gegenüber bin ich offen, beispielsweise einer geringfügigen Erhöhung der Eintrittspreise oder die kurzfristige Anpassung von Öffnungszeiten an das jeweilige Wetter, z.B. die stundenweise Verkürzung der Öffnungszeiten oder die Schließung an einem oder einem halben Tag in der Woche bei Dauerregen. Auch eine Verpachtung eines Teils des Geländes z.B. für die Errichtung eines Fitness-Studios, ist aus meiner Sicht denkbar. Insbesondere hier sind verstärkte Bemühungen der Stadtverwaltung gefragt.

An der langfristigen Erhaltung der Auermühle als Freibad führt auf jeden Fall kein Weg vorbei. Bei allem Sparwillen der Stadt darf nicht einseitig an den Stadtteilen Schlebusch, Waldsiedlung, Steinbüchel und Alkenrath gespart werden."


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Letzte Änderung am 02.09.2010 23:54 von leverkusen.
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