Stadtplan Leverkusen
20.01.2011 (Quelle: Bayer)
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Keine Fertigstellung der Medienfassade


Ehemalige Bayer-Konzernzentrale soll nun abgerissen werden

Die Bayer AG wird ihr Projekt, das 122 Meter hohe Gebäude der ehemaligen Konzernzentrale in Leverkusen in eine Medienfassade umzubauen, nicht fortführen. Die entsprechenden Arbeiten wurden aus technischen Gründen eingestellt. Das verbliebene Bauskelett soll so bald wie möglich abgerissen werden.

„Dieser Entschluss ist uns nicht leicht gefallen – besonders, weil sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie die Menschen im Umfeld des Chempark Leverkusen auf die Medienfassade als ein weiteres Wahrzeichen für diese Stadt gefreut haben“, erklärte Michael Schade, Leiter der Konzernkommunikation. „Noch nie zuvor gab es in der Leuchtdioden-Technologie ein derart komplexes Projekt. Leider ist dieses Vorhaben letztlich an der technischen Umsetzbarkeit gescheitert.“

Basis für die Entscheidung war eine umfangreiche Fehleranalyse im Rahmen eines Gutachtens. Dieses war nach dem Auftreten verschiedener technischer Schwierigkeiten in Auftrag gegeben worden. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass das vorliegende technische Konzept, das von den beauftragten Fachfirmen entwickelt wurde, umfangreiche Nachbesserungen erfordert, um die Medienfassade dauerhaft in Betrieb nehmen zu können.

Ob diese Nachbesserungen den gewünschten Erfolg gebracht hätten, wäre allerdings auch erst in der Praxis erkennbar gewesen. Zudem wäre die technische „Nachrüstung“ mit erheblichen Mehrkosten und einem weiteren, hohen Zeitbedarf verbunden. Nach Abwägung aller Fakten und angesichts der Risiken fiel die Entscheidung zum Ausstieg aus dem Projekt – nicht zuletzt, weil weitere Mehrkosten in der gegenwärtigen Situation nicht vertretbar wären.

2007 war mit der Umrüstung des Hochhauses begonnen worden. Rund 5,6 Millionen Leuchtdioden (LED) wurden rund um das Gebäude angebracht. Anfängliche technische Probleme schienen überwindbar zu sein. Im September 2009 wurde die Fassade erstmals unter Realbedingungen getestet. Die ersten Ergebnisse waren beeindruckend – Filmamateure hatten sogar Aufnahmen von den Tests ins Internet gestellt, wo sie von mehreren Hunderttausend Menschen weltweit gesehen wurden. Bei den folgenden Belastungstests fielen jedoch immer mehr LED aus, bis schließlich ganze Flächen innerhalb kürzester Zeit nicht mehr funktionierten.

„Unsere Idee war sicherlich revolutionär, aber die beauftragten Fachfirmen konnten die technische Umsetzung nicht verwirklichen“, erklärte Schade. Die mit der Realisierung der Medienfassade beauftragten Unternehmen hatten mehrfach versichert, die Mängel beheben zu können. Doch auch der großflächige Austausch von LED in den vergangenen Monaten führte nicht zu dem gewünschten Erfolg – die Ausfallquote blieb immer noch zu hoch. Bayer behält sich im Rahmen der Mängelanalyse rechtliche Schritte vor.

Das Gebäude soll nun – wie ursprünglich geplant – möglichst schnell abgerissen werden.


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Letzte Änderung am 20.01.2015 23:30 von leverkusen.
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