Stadtplan Leverkusen
09.12.2011 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Sportlerempfang 2011


Zum achten Mal in Folge empfing die Stadt Leverkusen die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler ihrer Stadt im Spiegelsaal des Schlosses Morsbroich. Dort trugen sich die Athletinnen und Athleten in das Goldene Buch der Stadt Leverkusen ein. Im Unterschied zu den Jahren davor wurden in diesem Jahr auch Organisatoren geehrt. Das Team, das die Fifa-Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft organisiert hat, erhielt ein besonderes Dankeschön des Oberbürgermeisters.

Mit einem Rückblick auf die Fifa-Frauen-Fußball-WM begann der Empfang. Eine kurze Filmdokumentation zeigte die Höhepunkte der vier Spieltage in Leverkusen, in denen rund 90.000 Zuschauer aus aller Welt nach Leverkusen gekommen waren und hier bei schönstem Sommerwetter feierten. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn bedankte sich bei Hansi Becker, dem Leiter der Organisationskomitee-Außenstelle der FIFA, bei Stephan Rehm, Bayer 04-Veranstaltungs-Manager und der Mitarbeiterin des WM-Büros Leverkusen, Jana Neumann und übereichte ihnen individuell vom Team der Currenta-Ausbildungswerkstatt angefertigte Objekte.

Die Erstausgabe eines WM-Bildbandes wurde anschließend vorgestellt. Danach begann der eigentliche Sportlerempfang: Eingeladen waren die Leverkusener Sportlerinnen und Sportler, die auf internationalem Niveau erfolgreich waren - darunter so prominente Namen wie Britta Heidemann und Markus Esser. Bei verschiedenen Weltmeisterschaften wurden in diesem Jahr 23 Medaillen erkämpft. 14 davon waren aus Gold, vier aus Silber und fünf aus Bronze. Erfolgreich waren die Leverkusener Sportler auch bei Europameisterschaften. Dort gab es acht Mal Gold, dreizehn Mal Silber und vier Mal Bronze. Insgesamt erkämpften sich die Athletinnen und Athleten 48 Mal Edelmetall bei internationalen Titelkämpfen.

Die Sportlerinnen und Sportler trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Leverkusen ein. Stellvertretend für alle nationalen 60 Meister- und Vizemeistertitel wurde das MotoBall-Team des SV Bergfried Leverkusen geehrt, das im Oktober 41 Jahre nach dem letzten Titelgewinn, die zweite deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte gewinnen konnte.

Oberbürgermeister Buchhorn hielt hierbei folgende Rede:
"Zunächst einmal herzlichen Dank an die Percussion-Gruppe "All inklusive" der Musikgruppe Leverkusen unter Leitung von Harald Klugt. Wir werden gleich noch ein weiteres, wie ich mir habe sagen lassen, dezenteres Stück, von der Gruppe hören.

Liebe Sportlerinnen und Sportler,
sehr geehrter Herr Beck,
sehr geehrter Herr Dr. Ohm,
sehr geehrter Herr Beckmann,
sehr geehrter Herr Sprink,
sehr geehrter Herr Becker,
sehr geehrter Herr Meyer,
sehr geehrte Frau Wingchen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

wieder einmal neigt sich ein sportliches Jahr mit einer großen Anzahl von Höhepunkten dem Ende entgegen, auch wenn möglicherweise, die letzten Medaillen für Leverkusener Athleten noch nicht vergeben sind. Aber in dieser Lage befinden wir uns eigentlich in jedem Jahr. So wie wir uns, seit Jahren einer guten Tradition folgend, hier im Spiegelsaal versammeln, um unsere erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler angemessen zu würdigen.

Das Jahr 2011 war für unsere Stadt nicht nur, aber auch sportlich in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswertes und außergewöhnliches Jahr, das viele von uns so schnell nicht mehr erleben werden. Leverkusen war Spielort der FIFA Frauenfußball-Weltmeisterschaft. In vier Begegnungen, darunter auch ein Viertelfinale, haben die rund 90.000 Zuschauer in Leverkusen tolle Spiele gesehen, bei denen die Stimmung immer hervorragend war.

Ich bin trotz der kleinen Erfolgskrise bei unseren Bayer 04 Frauen davon überzeugt, dass die WM nicht nur sportlich in Richtung Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs auch in Leverkusen nachhaltig wirken wird, sondern dass diese WM auch für die Marke und den Namen Leverkusen nicht nur kurzfristig ein Gewinn war, denn die Stadt wurde durch die WM weltweit beworben und dies nicht nur mit Bildern aus dem Stadion. Lassen Sie jetzt einfach noch einmal schöne Erinnerungen an diese WM in unserer Stadt Revue passieren und richten Sie Ihre Blicke auf die Bildschirme. (Bitte Film ab)

Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn ich diese Bilder wieder sehe, bin ich immer noch begeistert von diesem so erfolgreichen Weltereignis in unserer Stadt.

Einen großen Anteil an diesem Erfolg hatten viele hauptamtliche und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus unseren Vereinen, die Volunteers aus aller Welt und natürlich vor allem die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, ohne deren Engagement, Mitwirkung und Unterstützung wir uns erst gar nicht hätten bewerben brauchen. Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank.

Sportlich nicht unerwähnt bleiben sollte darüber hinaus, dass es im deutschen Frauenfußball auch bemerkenswerte Erfolge gab. Zu unseren U19-Fußball-Europameisterinnen gehörten auch die Bayer 04 Spielerinnen, Eunice Beckmann, Johanna Elsig, Kathy Hendrich und Lisa Schmitz, die sich bereits im Juni dieses Jahres ins Goldene Buch der Stadt eingetragen haben.

Nun ist der heutige Sportlerempfang aus meiner Sicht auch der passende Rahmen, um drei Personen nicht nur ausdrücklich für ihre Arbeit rund um die WM zu danken, sondern mit deren Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Leverkusen und der Übergabe eines besonderen Geschenkes das Kapitel der Fußball-Frauen-Weltmeisterschaft angemessen zu beenden.

Bei diesen Menschen liefen hier in Leverkusen bis zum Ende des Turniers über viele Wochen und Monaten die Fäden dieser WM zusammen. Sie haben in dieser Zeit fast ihr gesamtes Leben auf die WM ausgerichtet und alles getan, dass Leverkusen bei unseren Gästen aus aller Welt als eine fröhliche und gastfreundliche Stadt in Erinnerung bleiben wird. Auch wenn sie vielleicht manchmal der Verzweiflung nahe waren oder andere mit Ihrer Hartnäckigkeit zur Verzweiflung bringen konnten, für sie war es stets mehr als nur ein Job, dieses einmalige Ereignis für Leverkusen zu einem Erfolg werden zu lassen.

Und es waren eben nicht nur die vier Leverkusener Spiele mit all den FIFA-Besonderheiten, manche würde auch eher FIFA-Eigenarten dazu sagen, die es auf Leverkusen und seine Strukturen anzupassen galt. Es war ein umfängliches, und im Nachhinein betrachtet, mehr als rundes Veranstaltungsprogramm vor den Spielen für die großen und kleinen Fans und die zahlreichen Besucher in unserer Stadt. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle drei Menschen stellvertretend für alle anderen, die so erfolgreich für die WM für Leverkusen gewirkt haben, für ihren unermüdlichen Einsatz danken
: Dies sind der Leiter des städtischen Leverkusener WM-Büros, Hansi Becker, der Leiter der OK-Außenstelle der FIFA, Bayer 04-Veranstaltungs-Manager Stephan Rehm und die Mitarbeiterin des WM-Büros Leverkusen, Jana Neumann. Ich darf Sie jetzt nach vorne bitten.

Hans Becker, jetzt schon eine lebende Legende des städtischen Sportparks, hat, eigentlich schon im Ruhestand befindlich, die Frauen-WM zu seiner größten sportlichen Herausforderung gemacht. In der heißen Phase vor der WM waren manche sichtlich besorgt, wenn Hans Becker sich mehrere Stunden nicht meldete. "Hoffentlich wird er jetzt nicht krank", hörte man schnell besorgte Stimmen. Aber er blieb fit, weil er auch alle Leverkusener Dauerläufe aktiv nutzte, um für die WM zu werben. Und notfalls rief er sogar noch nach Einbruch der Dunkelheit oder am Sonntag an.

Wer ihn aus sportlichen Begegnungen kennt, der weiß, verlieren fällt ihm schwer. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er mit seinem Einsatz und seiner Motivation andere angetrieben hat, die WM in Leverkusen zu einem Gewinn werden zu lassen. Heute kann er ausgeruht zurück blicken und guten Gewissens behaupten, dass er diese Herausforderung nicht nur bestanden, sondern er für uns alle, gemeinsam mit vielen anderen, einen großen Sieg errungen hat.

Dies gilt für Jana Neumann und Stephan Rehm natürlich gleichermaßen, nur mit dem Unterschied, dass wir in Kenntnis ihrer Leistungen und ihres Alters uns durchaus wünschen können, wieder ähnliche Events nach Leverkusen zu holen und zu betreuen. Wir wüssten Sie dann in guten Händen.

Sie, verehrte Gäste erwarten jetzt sicherlich, dass es neben dem Eintrag ins Goldene Buch den obligaten Fußball oder ein handsigniertes WM-Trikot geben wird. Ich habe mir in diesem Fall aber etwas anderes einfallen lassen und konnte mich dabei - wieder einmal - auf hoch qualifizierte Unterstützung verlassen. Das Team der Currenta-Ausbildungswerkstatt hat, ähnlich wie beim Stadtwappen in unserem Ratssaal oder beim neu gestalteten Unternehmerpreis, seine Kreativität unter Beweis gestellt und gleich drei Unikate produziert. Ich darf hierzu Herrn Stephan Busbach und seinem Team herzlich danken und Herrn Busbach nun bitten, uns die Auszeichnungen zu präsentieren.

Herzlichen Dank Jana Neumann, Stephan Rehm und Hans Becker, ich möchte Sie bitten, sich nun ins Goldene Buch der Stadt Leverkusen, gleich hinter den Weltmeisterinnen aus Japan, einzutragen. Abschließend darf ich Ihnen druckfrisch die ersten drei Exemplare unseres kleinen WM-Bildbandes überreichen, die sozusagen als "Dummys" für den heutigen Tag vorab fertig gestellt wurden. In den nächsten Tagen werden wir darüber informieren, ab wann und wo diese schöne Erinnerung an die WM erhältlich ist.

Bevor wir nun zur diesjährigen Sportlerehrung schreiten, hören wir noch einmal die Gruppe "All inklusive."

Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir wären keine Sportstadt, wenn wir nicht neben der Frauenfußball-WM noch mehr Grund zum Feiern hätten. Die erneut große Anzahl an Titeln, Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bei internationalen und nationalen Meisterschaften, drei neue Weltrekorde, ein Europarekord und acht Deutsche Rekorde Leverkusener Athleten belegen das unverändert hohe Niveau des Leverkusener Sports. Bei verschiedenen Weltmeisterschaften wurden 23 Medaillen erkämpft. 14 davon waren aus Gold, vier aus Silber und fünf aus Bronze. Erfolgreich waren unsere Sportler auch bei Europameisterschaften. Dort gab es acht Mal Gold, dreizehn Mal Silber und vier Mal Bronze. Insgesamt erkämpften sich unsere Athletinnen und Athleten 48 Mal Edelmetall bei internationalen Titelkämpfen.

Auch auf nationaler Ebene waren unsere Sportler wie immer Spitze. Dies bezeugen die mehr als 60 Meister- und Vizemeistertitel der Sportler und Teams aus Leverkusen. Stellvertretend für sie alle haben wir heute das MotoBall-Team des SV Bergfried Leverkusen eingeladen, das im Oktober in einem spannenden Finale mit Verlängerung und Elfmeterschiessen, 41 Jahre nach dem letzten Titelgewinn, die zweite deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte gewinnen konnte. Dafür möchte ich Ihnen und allen Betreuern und Funktionsträgern in Ihrem Verein herzlich gratulieren. Es unterstreicht zudem, dass es in Leverkusen auch außerhalb der großen Bayer-Sportfamilie möglich sein kann, sportliche Erfolge zu erringen und damit auch zum guten Ruf der Sportstadt Leverkusen beizutragen.

Dazu passt in diesem Jahr auch, dass eben nicht nur die immer wieder erfolgreichen bekannten Sportarten wie Leichtathletik, Fußball, Fechten, Rudern, Schwimmen und natürlich der Behindertensport durch ihre großartigen Erfolge im Fokus standen. Vielmehr ist unsere Stadt auch stolz auf die Athleten, die in den, manchmal abfällig genannten, Randsportarten eine Spitzenposition einnehmen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an die Erfolge im Bogenschiessen, im Sitzvolleyball, im Sportschiessen, im Rhönradturnen, im Kick-Boxen oder im bereits erwähnten MotoBall.

All diese großartigen Ergebnisse unterstreichen wieder einmal mehr die guten Trainingsbedingungen und die Betreuungsarbeit der Vereine wie des TSV Bayer 04 Leverkusen, des RTHC Bayer Leverkusen, des TuS Rheindorf, der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, des Behindertensport Opladen, der Schießsportgemeinschaft Bayer Leverkusen, des Kick-Boxing Teams Leverkusen und des SV Bergfried, die die Sportlerinnen und Sportler der heutigen Ehrung beziehungsweise die die vielen Deutschen Meister stellen. Und sie sind ein Beleg für die nach wie vor großartige Förderung, die Sportlerinnen und Sportler durch die Vereine und vielfach natürlich auch insbesondere durch die Bayer AG in Leverkusen erhalten können.

Natürlich wird möglicherweise von mir jetzt auch erwartet, dass ich etwas zu den angekündigten Umstrukturierungen in der Sportförderung der Bayer AG sage. Ich bitte um Ihr Verständnis, wenn ich darauf verweise, dass es mir nicht ansteht, Unternehmensentscheidungen zu kommentieren.

Natürlich verstehe ich, wenn der ein oder andere Verein enttäuscht ist, dass Wege künftig anders bestritten werden müssen. Und natürlich hoffe ich auch, dass es für möglichst alle einen Weg geben kann, vielleicht unter dem Dach eines der hier anwesenden Vereine, die Begeisterung für den jeweiligen Sport weiter zu pflegen. Was ich an dieser Stelle aber nicht sehe, ist der teilweise prognostizierte Untergang der Sportstadt Leverkusen. Ich bin davon überzeugt, wir werden uns auch in den nächsten Jahren in ähnlich großer Zahl hier zu Sportlerehrungen wieder sehen.

Wie schon in jedem Jahr, habe ich erneut die Qual der Wahl, mit wem ich die Vorstellungsrunde beginnen soll.

Der Mann, dem ich jetzt hier als erstem gratuliere, gehört zu einem Team, das seit dreißig Rennen ungeschlagen ist und zum dritten Male in Folge Weltmeister geworden ist: So sieht die beeindruckende Bilanz des Deutschland-Achters aus. An diesem hervorragenden Resultat hat auch Gregor Hauffe wieder einmal großen Anteil.
Herr Hauffe und die deutsche Mannschaft haben einmal mehr die Ausnahmestellung des Deutschland-Achters auf dem Belder See in Slowenien unter Beweis gestellt. Herr Hauffe ist zusammen mit Herrn Seifert schon jetzt zum ersten Trainingslager für die Olympischen Spiele unterwegs. Bitte übermitteln Sie ihm meine Glückwünsche.

Eine weitere erfolgreiche Ruderin vom RTHC ist Kathrin Marchand, die im Vierer bei den U-23-Weltmeisterschaften ebenfalls den Titel gewann. Zu diesem überragenden Erfolg gratuliere ich Ihnen, Ihrem Trainer Ralf Müller und Dr. Ohm und Dr. Marchand für den RTHC Bayer Leverkusen ganz herzlich.

Unter den hier anwesenden Weltmeisterinnen und Weltmeistern ist eine Sportlerin, die diesen Titel gleich zwei Mal bei einer Meisterschaft errungen hat und gleichzeitig zwei neue Weltrekorde aufstellte. Ich spreche hier von der Werferin Birgit Kober, die den Goldmedaillen der Weltmeisterschaften der Behinderten bei den Deutschen Meisterschaften noch drei nationale Titel hinzufügte.

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte präsentierte auch wieder Sprinter und Weitspringer Heinrich Popow mit zwei WM-Goldmedaillen. Jeweils einen Weltmeistertitel erkämpften sich Weitspringer Markus Rehm in neuer Weltrekordweite und Michaela Floeth im Kugelstoßen. Außerdem gewannen David Behre in neuer Europarekordzeit über 400 Meter und Katrin Green über 100 Meter und 200 Meter jeweils eine Silbermedaille.

Die Leverkusener Paralympics-Siegerin Katrin Green hat darüber hinaus am 14. Oktober in Dresden den diesjährigen Fair Play Preis des Deutschen Sports erhalten. Die 26-jährige Sprinterin setzte sich bei der Leichtathletik-WM der Behinderten im Januar dieses Jahres in Christchurch/Neuseeland in außergewöhnlicher Weise für ihre schärfste Konkurrentin, die Französin Marie Amelie LeFur ein. Der Kampfrichter hatte die Spikes von Marie Amelie LeFur beanstandet, die daraufhin in normalen Turnschuhen und mit Tränen in den Augen zum Start kam. Katrin Green erkannte die Probleme der Mitfavoritin und bestand noch kurz vor dem Start darauf, dass die Französin ihre Spikes zurückerhielt. Diese gewann daraufhin Gold. Katrin Green wurde in diesem Lauf Zweite und gewann die Silbermedaille. Diese großartige Form des Fairplays sollte Ihnen allen einen besonderen Applaus wert sein, auch wenn Katrin Green heute nicht hier sein kann.

Einen Dritten Platz und eine Bronzemedaille erkämpfte sich bei den Weltmeisterschaften Vanessa Löw über 100 Meter. Diese Athletin sammelte auch bei den Junioren-Weltmeisterschaften der behinderten Sportler weiter Titel und Medaillen. So wurde sie im Weitsprung Weltmeisterin und ersprintete sich über 100 Meter eine Silber- und über 200 Meter mit einem neuen deutschen Rekord die Bronzemedaille. Da wollte auch die zweite WM-Teilnehmerin des TSV Bayer 04 Leverkusen, Laura Darimont, nicht zurück stehen und gewann im Speerwerfen ebenfalls eine Silber- und über 100 Meter und im Weitsprung jeweils noch eine Bronzemedaille.

Ähnlich erfolgreich waren auch die behinderten Schwimmerinnen und Schwimmer bei den Europa-Meisterschaften. Hier erkämpften sich Vera Tham, Sebastian Iwanow, Tanja Gröpper und Tobias Polar jeweils eine Silbermedaille sowie zwei Bronzemedaillen.

Auch Ihnen gratuliere ich an dieser Stelle noch einmal zu Ihren großartigen Erfolgen.

Nach diesen großen Siegen wundert es nicht, dass mit Birgit Kober und Heinrich Popow zwei TSV-Leichtathleten für die Wahl zum Behindertensportler des Jahres nominiert worden sind, auch wenn es am Ende hier leider nicht zum Sieg gereicht hat.

Als dritte im Bunde stand die deutsche Sitzvolleyballnationalmannschaft bei den Mannschaftssportarten wegen ihrer Bronzemedaille bei den Europameisterschaften zur Wahl. Aus Leverkusener Sicht besonders erfreulich: Im Nationalteam spielten mit Stefan Hähnlein, Thomas Renger, Barbaros Sayilir, Jürgen Schrapp, Siegmund Soicke und Heiko Wiesenthal gleich sechs Spieler vom TSV und stellten damit 50% der Mannschaft. Auch hier zur Bronzemedaille meinen herzlichsten Glückwunsch.

Dank der hervorragenden Arbeit des Trainer- und Betreuer-Teams rund um Jörg Frischmann, Steffi Nerius, Marion Haas-Faller, Philipp Semechin, Dr. Karl Quade und Frank Seeburg und auch noch vieler anderer in dieser Abteilung, ist Leverkusen seit vielen Jahren die Medaillenschmiede des Behindertensports geworden. Leverkusen ist stolz darauf, Sie jedes Jahr hier so zahlreich ehren zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch für die erneut großartige Erfolgsbilanz.

Leider reicht der Platz in diesem wunderschönen Spiegelsaal nicht aus, sonst hätte ich zwei Weltmeisterinnen gebeten, uns die Faszination ihres Sports einmal näher zu bringen. Die beiden TSV-Turnerinnen: Riccarda Vogel und Svenja Trepte wurden Weltmeisterinnen mit dem Rhönrad, einer Sportart, die vermutlich bislang viele nicht mit Leverkusen in Verbindung gebracht haben. Auch Ihnen gratuliere ich zu Ihren Goldmedaillen recht herzlich.

Ein Leverkusener Kampfsportler war 2011 wieder einmal sehr erfolgreich. Bei den Weltmeisterschaften der Kickboxer der Weltorganisation WKA in Karlsruhe im Oktober konnte Guido Rödel seinen mittlerweile siebten Weltmeistertitel - den dritten in Folge - gewinnen. Dieser Erfolg ist noch umso höher zu bewerten, da er sich im November letzten Jahres verletzte und nach der folgenden Operation monatelang nicht trainieren konnte. Dennoch bezwang er bei den Titelkämpfen viele deutlich jüngere Gegner in überragender Manier und reiht sich mit seinem Verein, dem Kick-Boxing Team Leverkusen, in die große Riege der Weltmeister aus unserer Stadt ein.

Aus Leverkusener Sicht weiter sehr erfreulich ist auch der Weltmeistertitel von Dieter Haussmann. Der Athlet der Schießsportgemeinschaft Bayer Leverkusen gewann im Herbst die Goldmedaille mit seinen Kollegen vom deutschen Nationalteam bei den Weltmeisterschaften der Vorderladerschützen über lange Distanzen. Auch Ihnen, Ihrem Trainer und Ihrem Verein herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

Fechterin Britta Heidemann setzte ihre Erfolgsserie im zu Ende gehenden Jahr fort und erkämpfte sich bei den Europameisterschaften die Silbermedaille im Degenfechten.
Ebenfalls sehr erfolgreich war mit einmal Silber und einmal Bronze bei der U23-Europameisterschaft im Florettfechten Roxanne Merkl, wozu ich den beiden Damen ebenfalls herzlich gratuliere.

Wie schon in den vergangenen Jahren gehörten auch die Seniorensportlerinnen und -sportler der Leichtathletikabteilung des TSV zu den eifrigsten Medaillensammlern in unserer Stadt. Bei den Senioren-Hallen-Europa-Meisterschaft erkämpften sich Stabhochspringerin Anke Strachewski, Hochspringer Gunter Spielvogel, Diskuswerfer Heino Kaup und Hürdensprinter Wolfgang Richter Gold. Silber ging an Evelin Nagel über 60 Meter Hürden und an Ulrich Dirking in der 4x200 Meter Staffel. Ihnen allen meinen herzlichsten Glückwunsch zu Ihren hervorragenden Leistungen.

Natürlich waren auch die TSV-Leichtathletinnen und -Leichtathleten wieder erfolgreich.
Florian Hübner erreichte mit seinen Nationalteamkollegen in der 4x100 Meter-Staffel bei der U 23-Europameisterschaft den dritten Platz und damit die Bronzemedaille. Bei den Mannschafts-Europameisterschaften holten Hammerwerfer Markus Esser, Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, die Sprinter Cathleen Tschirch und Aleixo-Platini Menga sowie Mittelstreckler Robin Schembera die Silbermedaille für Deutschland. Im September gewann dann im südkoreanischen Daegu Jennifer Oeser im Siebenkampf die Bronzemedaille. Obwohl es nach dem ersten Wettkampftag so schien, als sei ein Medaillenrang in unerreichbare Ferne gerückt, hat sie am zweiten Tag durch eine beeindruckende Leistungssteigerung das Blatt gewendet und uns allen an den Bildschirmen einen spannenden Wettkampf beschert. Neue Leverkusener Leichtathleten dürfen sich freuen, Sie weiterhin als Vorbild im Team zu haben, ihr Einsatzwille ist wirklich immer wieder bemerkenswert.

Siebenkämpferin Jennifer Oeser und Stabhochspringerin Silke Spiegelburg vom TSV Bayer 04 Leverkusen sind wegen ihrer Erfolge für die Wahl zur NRW-Sportlerin des Jahres 2011 nominiert worden. Bei den Männern gehören Ruderweltmeister Gregor Hauffe mit dem Deutschland-Achter vom RTHC und Leichtathletik Trainer Karl-Heinz Düe vom TSV in den Kategorien "Mannschaft des Jahres" und "Trainer des Jahres" zu den Nominierten. Die Verleihung zum "Felix-Award" ist am heutigen Abend in Düsseldorf. Dafür drücken wir allen Nominierten ganz fest die Daumen.

Auch den Trainern Helge Zöllkau, Leszek Klima, Karl-Heinz Düe, Christine Adams, Adi Zaar, Axel Berndt, Paul Heinz Wellmann, Hans-Jörg Thomaskamp, den Vertretern der Leichtathletik-Abteilung Joachim Strauss und Paul Heinz Wellmann, Anne Wingchen als Geschäftsführerin und Klaus Beck als Vorsitzenden des TSV Bayer 04 Leverkusen gilt mein besonderer Glückwunsch.

Wie gut unsere Leichtathleten sind, wird auch dadurch belegt, dass elf Athletinnen und Athleten des TSV Bayer 04 Leverkusen zum "Top-Team London 2012" gehören. Sie wurden damit vom Deutschen Leichtathletik-Verband in den Kreis der aussichtsreichsten Sportlerinnen und Sportler der olympischen Spiele von London 2012 berufen. Ich drücke allen deshalb die Daumen für das kommende Jahr und hoffe, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit im Spiegelsaal viele Olympiateilnehmer und - medaillengewinner begrüßen und ehren dürfen, gerne auch aus möglichst vielen verschiedenen Sportarten.

Die hier aufgeführten Erfolge beweisen einmal mehr, und da wiederhole ich mich gerne, in Deutschland ist Leverkusen die Sportstadt Nr. 1 und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Sportlerinnen und Sportler, Sponsoren, Vereine, Trainer und Betreuer, sie alle tragen durch die hervorragende Zusammenarbeit zum nationalen wie internationalen Ansehen unserer Stadt bei. Bitte lassen Sie uns diesen Weg auch in schwierigen Zeiten weitergehen. Wo die Stadt Leverkusen, der Sportpark Leverkusen und auch ich als Oberbürgermeister helfen können, werden wir dies gerne tun.

Neben den Sportlerinnen und Sportlern, den Trainerinnen und Trainern, den Förderern und Sponsoren, möchte ich in meinen Dank aber auch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einschließen, ohne die, egal ob im Breiten-, Behinderten- oder im Spitzensport derartige Erfolge nicht möglich wären. Geben Sie meinen Dank an all diese engagierten Menschen bitte weiter.

Wir haben heute wieder einen guten Grund, das Goldene Buch der Stadt aufzuschlagen, um die großen Erfolge unserer Sportlerinnen und Sportler im Jahre 2011 zu dokumentieren und zu würdigen. Bevor wir jedoch mit den Einträgen beginnen, möchte ich nun - im Ausblick auf das Olympiajahr 2012 - das olympische Feuer an Herrn Beck weitergeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch von Vereinsseite noch lobende Worte an die Athleten gerichtet werden sollen.

Danach möchte ich zunächst Markus Esser und Kathrin Marchand bitten, sich ins Goldene Buch der Stadt Leverkusen einzutragen. Herr Wilde wird dann die weiteren Athleten, soweit sie heute hier sein können, zum Eintrag ins Goldene Buch nach vorne bitten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, das neue Jahr steht vor der Tür. Deshalb darf ich Ihnen, liebe Sportlerinnen und Sportler, nach Ihrer Unterschrift und zum Abschluss dieses erfolgreichen Jahres einen guten Tropfen überreichen, verbunden mit dem Dank an Sie alle und der Hoffnung, dass das Olympiajahr 2012 für Leverkusen und den Sport in dieser Stadt wieder ein erfolgreiches Jahr sein wird.

Zunächst aber gebe ich das Wort an Herrn Beck, den ich herzlich bitte, den Dank auch an die Sportlerinnen und Sportler weiter zu geben, die heute nicht hier sein können.

Vielen Dank. "


2 Bilder, die sich auf Sportlerempfang 2011 beziehen:
05.12.2014: Goldenes Buch: Sportlerempfang 2011
09.12.2011: Sportler vor Schloß Morsbroich

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Letzte Änderung am 25.09.2016 09:56 von leverkusen.
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