Stadtplan Leverkusen
23.02.2012 (Quelle: Friedrich Busch)
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Bürgermeister Busch zu den Entlassungen bei Pharma Westen


Nach Meinung von Bürgermeister Friedrich Busch stellt die Nachricht, dass Pharma Westen bis zum 31. Oktober über 500 Mitarbeiter in der Fixheide entlässt, eine einzige Katastrophe dar.
Busch: „Betroffen sind vor allem hunderte Frauen, die als geringfügig Beschäftigte auf die maximal 400 Euro angewiesen sind. Ähnlich gelagerte Arbeitsplätze wird es für die hohe Zahl von weiblichen Arbeitskräften mit Sicherheit in Leverkusen nicht geben. Die Konsequenzen werden für die einzelnen Mitarbeiterinnen teilweise fatal sein.“
Fast alle Mitarbeiter/innen von Pharma Westen werden aufgrund ihrer Arbeitsverhältnisse als maximal 400-Euro-Kraft keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Einige werden dann wieder auf Transferleistungen des Jobcenters Arbeit und der Grundsicherung Leverkusen (Jobcenter AGL) angewiesen sein, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Für Busch kommt die Nachricht von de angekündigten Massenentlassung insofern überraschend, als Pharma Westen in 2011 noch neue Mitarbeiter/innen eingestellt hat und sich in Leverkusen vergrößern wollte. Sowohl die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WFL) als auch die Stadt in Person von OB Buchhorn haben stets Pharma Westen signalisiert, alles Erdenkliche zur Standortsicherung in Leverkusen beizutragen.

Busch: „Die jetzt angekündigte Verlagerung der Umpacktätigkeiten von Arzneimitteln, von Produktion kann ja nicht gesprochen werden, nach Tschechien macht nachdenklich. Hat die Masse der Frauen hier schon teilweise nicht üppig verdient, dann möchte ich nicht wissen, was die Frauen dann in Tschechien verdienen werden.“
Trotz der auch kritischen Stimmen wegen der Vielzahl an 400-Euro-Kräften bei Pharma Westen muss Eines festgehalten werden: Viele Frauen waren froh, eben einen solchen Arbeitsplatz bei Pharma Westen erhalten zu haben. Der geht ihnen spätestens zum 31. Oktober 2012 verloren.


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Letzte Änderung am 23.02.2012 00:12 von leverkusen.
Bisherige Kommentare
Am 24.03.2012 um 14:24:05 schrieb PHW:
Betriebsratbestrebungen werden massiv behind erg
Die Bestrebungen einen BR bei Pharma Westen zu gruenden werden vom Management massiv behindert. Mehrere engagierte MA wurden schon durch massive Abfindungen zum stillschweigen gebracht. Andere noch engagierte Ma sollen durch den Aufbau von Drohkulissen von den BR Ambitionen abstand nehmen. Die Finanzabteilung wurde geschlossen, vermutlich da es auch dort MA gab, die sich fuer einen BR stark gemacht haben. Generell sollte man Pharma Westen meiden und sich Alternativen suchen. Ein sympatischer Arbeitgeber sieht anders aus.....

Am 26.02.2012 um 15:04:05 schrieb Alkami:
Arbeitsplätze ade
wir sind bisher im wareneingang seit vielen Jahren tätig, im letzten jahr wurden neue leute angestellt, wir wurden geschult und mussten viel neues lernen. ständig gab es überstunden und samstagsarbeit.uns wurde druck gemacht weil die fehlerquote zu hoch wurde aufgrund einer neuen systemeinführung. es wurde erzählt es wird immer mehr arbeit auf uns zukommen. und jetzt? nichts mehr davon ist wahr, ausser das wir über kurz oder lang unsere Arbeitsplätze verlieren.in CZ wird weniger bezahlt: 5.50 Euro por std und es steht kein Betriebsrat vor der Tür. der nach so vielen Jahren endlich gebildet werden sollte. da kann doch jeder dran fühlen das diese Ankündigung mit eine Rolle spielt.und zum Thema rabatt usw, wo ist denn da die Logik? Jede Woche wird über Zahlen diskutiert usw und plötzlich ist alles anders? Naja die doofen sind wir.

Am 26.02.2012 um 12:23:55 schrieb Martina:
wie geht es nun weiter....
Jeder schiebe es auf den anderen, aber nichts desto trotz haben wir unseren Job verloren. Auch wenn ein kl. Bereich erhalten bleibt, ist das nicht alles. Es lebe Deutschland, wir schauen alle zu, wie es hier Berg ab geht. Aber hauptsache wir helfen den anderen Ländern, obwohl hier auch genug zu tun ist . Macht doch mal die Augen auf. ....... Dieses ist sicherlich nicht die erste und nicht die letzte Firma die hier in Deutschland alles abbrechen wird...... Aber eines ist doch sicher, die, die da oben sitzen, sind ausgesorgt und brauchen sich keine Sorgen machen, wie sie ihre Miete und das Essen bezahlen können.... Danke

Am 23.02.2012 um 20:24:06 schrieb Pitter:
Katastrophe
Guten Tag, Herr Bürgermeister.

Danke, dass Sie sich so sehr um die geringfügig beschäftigten Damen einsetzen. Dennoch erlauben es manchmal Märkte nicht, in Vollzeit-Beschäftigte zu investieren. Wenn ich richtig informiert bin, arbeiten bei der Pharma Westen dennoch fast 200 regulär beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze am Standort Leverkusen erhalten bleiben. Meines Wissens nach soll hier auch weiterhin expandiert werden. Fürwahr das hilft den vielen betroffenen 400 Euro Kräften wenig, sollte aber der Vollständigkeit halber ergänzt werden. “Eine Katastrophe” Herr Bürgermeister, stellt für mich der übermäßige, regulative Eingriff in freie und soziale Märkte dar. War es nicht eben gerade Ihr eigener Parteivorsitzender Herr Dr. Philipp Rösler, der 2010 und 2011 mit dem GKV Modernisierungs- und dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz inkl. Erhöhung des Zwangsrabattes auch für “Umpacker”, wie Sie es nennen, einer ganzen Industrie den Boden unter den Füßen weggerissen und letztlich auch den Abbau von Arbeitsplätzen zu verantworten hat?

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