Stadtplan Leverkusen
31.03.2012 (Quelle: Stadtverwaltung)
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25 Jahre Wandergruppe Vorruheständler Wuppermann


Anläßlich des 25jährigen Bestehens der Wandergruppe Vorruheständler Wuppermann hielt Bürgermeister Friedrich Busch in der Gaststätte Kreuzbroich soeben folgende Rede

"Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe „Wuppermänner“,

vor 25 Jahren hieß es in Manfort: „Es gehen die Lichter aus.“

Von Protesten begleitet, schloss die Krupp Stahl AG das Walzwerk, das sie von der Theodor Wuppermann GmbH aufgekauft hatte. Für die Manager des Krupp-Konzerns war das in den Zeiten der europäischen Stahlkrise ein logischer Schritt. Für die mehr als 2000 Leverkusener „Wuppermänner“ ging eine Ära zu Ende. Leverkusen hatte sich mit einer Werksschließung zu arrangieren, gegen die die Stadt vergeblich angekämpft hatte.

Das ist nun ein Viertel Jahrhundert her. Geblieben sind verschiedene spezialisierte Firmenteile unter der Holding der heutigen Wuppermann AG. Geblieben ist auch das damals gegründete „Wuppermann Bildungswerk“. Denn wenigstens eine qualifizierte Ausbildung für Jugendliche sollte in dem stark angeschlagenen Stadtteil erhalten bleiben.

Das Wort von der „Globalisierung“ machte damals noch nicht die Runde. Doch die Schließung des Wuppermann Stahlwerks war erst der Beginn einer Reihe von Firmenschließungen und Arbeitsplatzverlusten. Leverkusen hat seitdem tausende von Arbeitsplätzen verloren. Stillschweigend sind viele Stellen bei Bayer und bei anderen Firmen abgebaut worden. Ähnlich spektakulär wie 1986 ist dagegen in meinem Stadtteil Opladen das Bundesbahn-Ausbesserungswerk mit 1000 Arbeitsplätzen geschlossen worden.

Wir Lokalpolitiker können Entscheidungen, die in den oberen Konzernetagen getroffen werden, ebenso wenig ändern wie Sie damals als Arbeitnehmer. Doch entscheidend ist die Frage, wie man mit solchen Veränderungen umgeht.

Die Stadtspitze der 1980er Jahre hat damals mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen den „Innovationspark Leverkusen“ ins Leben gerufen. Dort, wo Sie noch den Stahl bearbeitet haben, sind inzwischen moderne Labor- und Büroflächen gebaut worden. Es haben sich Firmen wie Kemira, Troppa Data und Peddy Shield angesiedelt. Und mit dem Bioplex-Gebäude der WFL hat der Innovationspark ein neues Gesicht erhalten.

Einen großen Schub für Opladen und die gesamte Stadt verspricht sich Leverkusen auch von der „neuen Bahnstadt“ auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks. Das ist für Leverkusen ein enormer Kraftakt. Doch nötig, wenn wir eine Zukunft haben wollen.

Sie gehören zu der Generation, die nach mancherlei Rückschlägen die Ärmel aufkrempeln musste. Gerade aktiven, zupackenden Menschen fällt es schwer, wenn sie zur Untätigkeit verdammt werden. Deshalb war der erzwungene Vorruhestand für viele von Ihnen ein schwerer Schlag – menschlich vielleicht noch schlimmer als finanziell. Doch mit Ihrer Vereinigung der Vorruheständler und dem wöchentlichen Wandertreff haben Sie das Beste aus der Situation gemacht. Ihre Jubiläumsfeier ist ein Zeichen dafür, dass gemeinsame Aktivitäten und der Zusammenhalt in der Gruppe einen bleibenden Wert haben.

Deshalb bin ich sehr gerne Ihrer Einladung zum „25-Jährigen“ gefolgt.

Seit 1987 treffen Sie sich zweimal in der Woche zu gemeinsamen Ausflügen mit Kaffeepause und haben so keinen Platz für Resignation und Trübsal gelassen. Dies ist besonders dem damaligen Pfarrer Szyska zu verdanken. Er hat die Initiative für die gemeinsamen Aktivitäten ergriffen. Auch Herrn Kerntopf und den Wanderführern gilt ein ausdrücklicher Dank für ihre über Jahre geleistete Tourenplanung.

Sie haben in 25 Jahren gemeinsam eine große Strecke zurückgelegt.

Zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum gratuliere ich Ihnen seitens der Stadt sehr herzlich.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Feier und für die Zukunft alles Gute.

Vielen Dank."


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Letzte Änderung am 29.10.2016 00:08 von leverkusen.
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