Stadtplan Leverkusen
02.02.2013 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Bürgermeisterin Eva Lux auf der Bezirksdelegiertenkonferenz der IG BCE Leverkusen


Soeben hat Bürgermeisterin Josefa Lux bei der IGBCE im Kasino folgende Rede gehalten:

"Sehr geehrter Herr Erler,
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich im Namen der Stadt Leverkusen zur Bezirksdelegiertenkonferenz der IG Bergbau, Chemie, Energie im Kasino Leverkusen.
Besonders herzlich begrüße ich auch Herrn Peter Hausmann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE, und den Landesbezirksstellenleiter Nordrhein, Herrn Reiner Hoffmann.

Es ist traditionell ein besonderes Ereignis, wenn die Delegiertenkonferenz als höchstes Gremium der IG BCE, im Bezirk Leverkusen zusammentritt. Sie vertreten 12.000 Mitglieder und damit einen Großteil der Leverkusener Industrie-Arbeitnehmer. Sie stehen sozusagen für den wirtschaftlichen Herzschlag unserer Stadt.

In der Einladung wurde ich gebeten, den „Chemiestandort Leverkusen aus der Sicht der Stadt Leverkusen“ zu beleuchten. Dabei hat man die Redezeit – vorausschauend! – zeitlich begrenzt. Alleine an diesem Ort – dem Kasino aus der Gründerzeit unmittelbar am CHEMPARK Leverkusen– treffen über hundert Jahre Firmen- und Stadtgeschichte zusammen. Leverkusen verdankt seine Entstehung und vor allem den wirtschaftlichen Aufstieg der Chemie. Das gäbe für sich schon Stoff für einen mehrstündigen Vortrag.
Ich kann mich aber auch kurz fassen:
Leverkusen ist ein Chemiestandort, ohne Wenn und Aber.

Die Bevölkerung identifiziert sich mit dem leuchtenden Bayer-Kreuz. Sie hat für dessen Erhalt als Wahrzeichen dieser Stadt gekämpft.

Dieses Symbol spricht für die außerordentlich hohe Akzeptanz, die die chemische Industrie in Leverkusen genießt. Und damit sind wir bei einem der Standortfaktoren, die die moderne Industriestadt Leverkusen ausmachen.

Leverkusen hat einen der führenden Chemieparks weltweit. Seine Unternehmen beschäftigen 30.000 Arbeitnehmer, und damit rund die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unserer Stadt. Dazu kommen weitere Chemieunternehmen im Stadtgebiet. Zum Beispiel die DENSO GmbH. Deren Geschäftsführer Max Wedekind und Thomas Kaiser wurden gerade als „Unternehmer des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Die örtlichen Firmen stehen für hochqualifizierte Arbeit, und nicht zuletzt auch die damit verbundenen Dienstleister aus dem Handwerk oder von Ingenieurbüros. Wir haben eine eng verflochtene Industrielandschaft, deren Effekte positiv auf Leverkusen ausstrahlen.

„Chemiestandort Leverkusen“ heißt zugleich: Die Menschen bekommen die Naturwissenschaften quasi mit in die Wiege gelegt. Eine aktive Zukunftsgestaltung muss bei der Jugend anfangen. Deshalb arbeiten die Stadt und die Industrie gezielt bei der Nachwuchsförderung zusammen. Nehmen Sie die „MINT“-Schulen, nehmen Sie den Campus Leverkusen der Fachhochschule Köln. Nehmen Sie die Bildungsinitiative und die Schulprojekte der Unternehmen. Leverkusen fördert auf allen Ebenen die Wertschätzungskette für Naturwissenschaften, denn es ist ein vitales Anliegen, dass die Industrie auch in Zukunft spezialisierten Nachwuchs findet.

Leverkusen muss sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Unsere Stadt gilt längst als Kompetenzzentrum im Bereich der Innovativen Werkstoffe. Für dessen Vernetzung setzt sich die Wirtschaftsförderung der Stadt in besonderem Maße ein. Seit zwei Jahren zeigt sich dieses Engagement im Netzwerk Innovative Werkstoffe, der in Leverkusen gegründet wurde, der aber längst Unternehmen aus dem gesamten Rheinland umfasst. Vor anderthalb Wochen lud sie gemeinsam mit der Region Köln Bonn, der Innovationsallianz der NRW-Hochschulen und dem Netzwerk Innovative Werkstoffe zu einem Dialog von Wirtschaft und Wissenschaft ein. Über 80 Teilnehmer folgten der Einladung zu diesem Zukunftsworkshop, der ein Ziel hatte: den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Der Erforschung und Entwicklung neuartiger Metalle, Legierungen, Kunststoffe und Nanotechnologien widmen sich mehr als 40 Leverkusener Unternehmen. Leverkusen kann auch selbstbewusst auf seine Kompetenz in Wasserreinhaltung und Wasseraufbereitung verweisen, ein Themengebiet, in dem die Leverkusener Wirtschaft angesichts der künftig noch stärkeren Bedeutung der Ressource Wasser einen Exportschlager entwickeln kann.
Diese Innovationsfähigkeit gilt es zu erhalten und zu entwickeln.
Dazu sind gemeinsame Anstrengungen von Stadt und Industrie nötig.
Die Standortbedingungen müssen stimmen.
Hier lebt man voneinander und miteinander.

Meine Damen und Herren, bei Ihrer Delegiertenkonferenz stehen Weichenstellungen für die kommenden Jahre an. Kein leichtes Geschäft bei den aktuellen Herausforderungen im globalen Wettbewerb.

Deshalb möchte ich Ihnen bei dieser Gelegenheit ausdrücklich Dank sagen für das besonnene Verhalten der Gewerkschaften und den Einsatz der IG BCE für den Standort Leverkusen. Der traditionell engen Zusammenarbeit von Unternehmern und Gewerkschaftern in Deutschland ist es sicher mit zu verdanken, dass die Wirtschaft in der vergangenen schweren Wirtschaftskrise nur relativ geringe Ausschläge nach unten gemacht hat und europaweit beispielhaft aus dieser Krise herausgekommen ist. Dies kann eine Blaupause auch für künftige Wirtschaftskrisen sein. Ihr verantwortungsvolles Handeln verdient unser aller Anerkennung. Die IG BCE hat stets konstruktiv an Zukunftslösungen mitgearbeitet. Die Unternehmen hatten und haben an ihr einen verlässlichen Partner.

Für Ihre Tagung wünsche ich Ihnen daher gute Gespräche und eine glückliche Hand für die Aufgaben der Zukunft!"


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Letzte Änderung am 07.07.2013 00:20 von leverkusen.
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