Stadtplan Leverkusen
23.02.2013 (Quelle: Stadtverwaltung)
<< Bundesverkehrswegeplan: Bürger können sich schon im Vorfeld beteiligen   Elfen erwartet gegen Göppingen ein "sehr intensives Spiel" >>

50 Jahre DJK Quettingen


Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn hielt soeben anläßlich des 50jährigen Jubiläums des DJK Quettingen im Werner-Heisenberg-Gymnasium folgende Rede:

"Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Weis,
liebe Freunde, Mitglieder und Gäste der DJK Quettingen,

zunächst gestatten Sie mir gleich zu Beginn - damit das Wichtigste nicht „unter die Platte“ gekehrt wird – der DJK Quettingen, unserem heutigen Goldjubilar, ganz herzlich zum 50. Geburtstag zu gratulieren.

In einer Zeit, in der Beständigkeit, Verlässlichkeit, oder auch Treue sowohl im Beziehungs- als auch im Vereinsleben Werte sind, über die einige meinen, nur noch die Nase rümpfen zu müssen, sind 50 Jahre gemeinsamer Vereinsarbeit und beständiges Engagement für die Menschen vor Ort eine herausragende Leistung, die tatsächlich leider nicht mehr selbstverständlich ist. Allen, die in diesen vielen Jahren dazu beigetragen haben, dass wir heute dieses schöne Jubiläum feiern können, möchte ich im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Leverkusen, aber auch persönlich meinen herzlichen Dank und meine ganz besondere Anerkennung aussprechen.

Es ist immer wieder interessant, die Aktivitäten eines Vereins aus Anlass eines Jubiläums zu beleuchten. In Zeiten des Internets hilft es natürlich, wenn auf den Vereinsseiten eine ausführliche Chronik zu finden ist, die die Höhen aber auch Tiefen des Vereins, die in 50 Jahren Geschichte natürlich auch vorkommen, etwas beleuchten.

Schnell wird dabei auch klar, dass die Sportart Tischtennis in diesem Verein eine besondere Bedeutung hat, denn damit hat im Grunde alles angefangen. Die Insider unter Ihnen werden daher meinen anfänglichen Hinweis auf das „unter die Platte kehren“ durchaus verstanden haben. In Vorbereitung auf diese Feierstunde ist mir aber auch erst bewusst geworden, dass es für mich vor gut zwei Wochen bei meinem Tischtennismatch um den Rathausschlüssel mit Prinz Manfred I. und seiner Oberliga-Austauschspielerin möglicherweise hilfreich gewesen wäre, bei der DJK Quettingen im Vorfeld ein paar Trainerstunden zu nehmen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie mir rein sportlich sicher gerne geholfen hätten.

Tischtennis und Sport für Jedermann standen 1963 Pate für die Gründungsversammlung der DJK Quettingen, die eng mit der katholischen Kirche und dem DJK Diözesanverband verbunden war und bis heute ist. Bereits im Gründungsjahr wurde der Verein auch Mitglied im damaligen Stadtsportverband Opladen und im Westdeutschen Tischtennisverband, weil ja auch sogleich begonnen wurde, am Meisterschaftsbetrieb teilzunehmen.

Vor 50 Jahren glaubte vermutlich niemand daran, dass der Verein einmal zur Sportstadt Leverkusen gehören und einer von rund 120 Vereinen im Stadtgebiet dieser nach wie vor jungen Großstadt am Rhein sein könnte. Jedes der Gründungsmitglieder war sich vermutlich sicher, in einem aufstrebenden Stadtteil der alten Kreisstadt Opladen, die mit der Don-Bosco Turnhalle eine neue Sportmöglichkeit hatte, ein neues attraktives Angebot für sportbegeisterte Menschen zu schaffen, die sich zudem auch noch der katholischen Kirche verbunden fühlten.

Niemand ahnte vermutlich, dass Quettingen sich nach der kommunalen Neugliederung zu einem der am rasantesten wachsenden Stadtteile entwickeln würde. Genauso hat vermutlich niemand geahnt, welche Sportarten plötzlich zum Angebot der DJK Quettingen gehören und wie wichtig gerade das Breitensportangebot dieses Vereins für den Stadtteil, aber auch für die Stadt Leverkusen heutzutage ist.

Wenn sich der amtierende Vorsitzende, Karl Hermann Weis, etwa vor 50 Jahren hier hingestellt und trotz aller kirchlichen Nähe des Vereins prophezeit hätte, dass der Verein eines Tages neben den Klassikern Basketball, Badminton, Volleyball, Tischtennis oder Kinderturnen Angebote wie „Bauch, Oberschenkel, Po“ kurz BOP genannt, „Rücken fit am Morgen“, Fitnessgruppe, Wirbelsäulengymnastik oder Nordic Walking im Vereinsangebot haben würde, man hätte sich vermutlich ernste Gedanken über seinen Gesundheitszustand gemacht.

Erst recht, wenn er dann auch noch orakelt hätte, dass die Don-Bosco Halle eines Tages für die derzeit rund 500 Mitglieder des Vereins viel zu klein sein würde und zusätzlich auch die viel größere Halle der Hauptschule Neukronenberger Straße intensiv genutzt werden muss.

Aber aus diesen beiden Punkten lassen sich sehr gut ein paar Hinweise auf Entwicklungen in unserer Stadt und auch allgemein ablesen. Sportlich gesehen unterstreicht der Verein, dass klassische Sportarten, gerade auch Ballsportarten, nach wie vor ihre Anhänger haben. So ist ein zentrales Sportangebot bis heute der Tischtennissport und ich bin davon überzeugt, dass dies angesichts des attraktiven Angebotes, dass die DJK hier bietet, auch in Zukunft so sein wird.
Dass das Jubiläumsjahr im Juni mit einem dreitägigen „Großen Jubiläums-Tischtennis-Turnier“ beendet wird, spricht ja durchaus für sich.

Aber es gibt eben auch viele Menschen, die nach Freizeitangeboten suchen, die „neudeutsch“ unter die Kategorein Fitness und Wellness einzuordnen sind und denen der Verein auch längst gerecht wird. Natürlich sollen die Angebote gerne auch wohnortnah und vor allem auch bezahlbar sein. Bekanntlich wollen manche kommerziellen Anbieter mit dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Menschen auch möglichst viel und schnell Geld verdienen und verlieren dabei häufig die Realitäten aus dem Blickfeld.

Umso wichtiger ist es, dass gerade auch Breitensportvereine wie die DJK Quettingen, den Menschen Angebote machen, die für jeden offen und vor allem auch bezahlbar sind. Auch dafür gebührt Ihnen unser aller Dank.

Familien, Kinder und Jugendliche standen vor den Gründungszeiten des Vereins rund um den damals für die hiesige Pfarre zuständigen Kaplan Franz Padberg im Mittelpunkt der Vereinsarbeit. Dieses vorbildliche Engagement blieb geradezu ein Markenzeichen des Vereins über nunmehr fünf Jahrzehnte. Dabei war mit Sicherheit von größter Bedeutung, dass für den Verein seine konsequent familiäre und örtliche Bindung und Nähe eine zentrale Rolle gespielt hat.

Die DJK ist bis heute in Quettingen in der Pfarrgemeinde verwurzelt, hat sich aber dennoch auch allen neuen Entwicklungen nicht verschlossen und steht allen Menschen offen, die hinter den Zielen des Vereins stehen. Man kennt sich und weiß, wie man mit guten Nachbarn umgeht, damit es – auch über viele Jahre und Generationen hinweg – bei einer guten Nachbarschaft bleibt.

In der Vereinschronik ist auch nachzulesen, dass es die eine oder andere Stunde null gegeben hat, weil es an Nachwuchs mangelte oder weil zunächst niemand im Verein die Verantwortung mehr übernehmen wollte. Dies geschah zu Zeiten, als dies noch kein allgemeines Phänomen war, mit dem der Vereinssport immer wieder mal zu kämpfen hatte. Hier aber galt zu jeder Zeit, dass man sich nicht nur wie gute Nachbarn und Freunde kannte, man half auch entsprechend und stand wieder auf.

So wurde die DJK schließlich ein modern aufgestellter, junger Klub zu sein, der klassisches und modernes im Bereich der sportlichen Freizeit- und Fitnessgestaltung im Angebot hat und so den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. Eben ein Verein am Puls der Zeit, der auch die nächsten 50 Jahre nun mit Zuversicht angehen kann und auch weiterhin erfolgreich sein wird. Und dies alles wird auch weiterhin zum Wohle der Menschen im Stadtteil Quettingen geschehen, denn die vor allem liegen dem Verein am Herzen.

Und dass der Verein jung geblieben ist, sehen Sie auch an Ihrem Vorsitzenden Karl Hermann Weis, der zu den Gründungsmitgliedern der DJK Quettingen zählt. Er sieht nicht nur wie 50 aus, er ist auch immer noch an der Platte aktiv und sein Abwehrspiel soll immer noch sehr gefürchtet sein. Lieber Herr Weis, wenn mir wieder einmal ein junger Mensch die Bälle um die Ohren hauen will, ich weiß jetzt, an wen ich mich wenden kann.

Ich gratuliere Ihnen und allen Mitgliedern des Vereins zu Ihrem runden Geburtstag, zu dem die Stadt Leverkusen einen kleinen Geldbetrag überwiesen hat. Vor allem möchte ich all denen noch einmal herzlich danken, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement nicht nur das Vereinsleben der DJK Quettingen bereichern, auch Sie machen damit unsere Stadt lebens- und liebenswerter.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."

50 Jahre DJK Quettingen (23.02.2013) von www-leverkusen-com


9 Bilder, die sich auf 50 Jahre DJK Quettingen beziehen:
23.02.2013: Logo
23.02.2013: Karl-Josef Weißenfels
23.02.2013: Karl-Josef Weißenfels
23.02.2013: Reinhard Buchhorn
23.02.2013: Karl Hermann Weis
23.02.2013: Rita und Karl Hermann Weis mit Enkelin
23.02.2013: Der Nachwuchs freut sich
23.02.2013: Hermann Weis mit Enkelin
23.02.2013: Festschrift

Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht    

Letzte Änderung am 30.05.2014 10:22 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar: (Achtung: Es sind keine Links erlaubt!)


Um das Formular vor Spam zu schützen, muss dieses ReCaptcha gelöst werden:

Achtung: Spammen zwecklos!
Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet!




Follow leverkusen on Twitter