Stadtplan Leverkusen
16.07.2013 (Quelle: Bayer)
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Bayer feiert 150-jähriges Firmenjubiläum mit großem Festakt


Mehr als 1.000 Teilnehmer in der Kölner Messe
Bundeskanzlerin Merkel und NRW-Ministerpräsidentin Kraft als Ehrengäste
Dekkers: „Dieses Jubiläum erfüllt uns alle bei Bayer mit Freude und mit großem Stolz“

Mit einem Festakt feiert die Bayer AG am Dienstag ihre Gründung vor 150 Jahren. Mehr als 1.000 Gäste nehmen an der Veranstaltung in der Kölner Messe teil, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Medien sowie Kunden und Bayer-Mitarbeiter. Als Ehrengäste werden Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erwartet.

„150 Jahre Bayer – das ist schon etwas ganz Besonderes. Dieses Jubiläum erfüllt uns alle bei Bayer mit Freude und mit großem Stolz“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers. Mit Produkten wie Aspirin™ habe das Unternehmen Geschichte geschrieben. „Wir bei Bayer leben die Mission: ,Science For A Better Life‘. Und das bedeutet, dass wir alle Möglichkeiten der Wissenschaft und die Erfahrung von eineinhalb Jahrhunderten einsetzen, um das Leben der Menschen zu verbessern.“

Durch die Festveranstaltung führt die Fernsehmoderatorin Judith Rakers. Neben den Ansprachen von Merkel, Kraft und Dekkers ist auch eine Rede von Dr. Christiane Opitz vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg vorgesehen. Umrahmt wird das Programm von den Bayer-Philharmonikern, kurzen Filmbeiträgen und einer künstlerisch-medialen Inszenierung der Unternehmensmission „Bayer: Science For A Better Life“.

Bayer-Chef Dekkers hielt folgende Rede:
"Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

im Namen des gesamten Bayer-Managements heiße ich Sie alle sehr herzlich willkommen. Vielen Dank, dass Sie heute hier sind, um mit uns zu feiern.

150 Jahre Bayer – das ist schon etwas ganz Besonderes. Dieses Jubiläum erfüllt uns alle bei Bayer mit Freude und mit großem Stolz. Aber auch mit Respekt vor dem, was die Generationen vor uns geleistet haben. Stellvertretend für sie sind heute meine drei Vorgänger als Vorstandsvorsitzender hier im Saal: Herr Strenger, Herr Dr. Schneider und Herr Wenning. Sie haben das Unternehmen insgesamt fast 30 Jahre lang gelenkt.

Bayer ist ein Unternehmen, das über die Jahrzehnte hinweg Geschichte geschrieben hat. Denken Sie an unser Aspirin™: Ein echter Weltstar. Oder können Sie sich ein Leben ohne Schaumstoffe vorstellen? Heute undenkbar! Und wenn Ernten gegen Schädlinge geschützt sind: Das ist gut für uns alle!

Was uns ausmacht, sind Wissensdurst, Forschergeist und Eifer. Immer wieder Neues entdecken, Neues probieren – helfen, Krankheiten zu lindern; ausreichend Nahrung zu haben; Energie zu sparen: Das treibt unsere mehr als 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue an – überall auf der Welt. Wir tun dies mit Leidenschaft und Engagement – und mit dem Ziel, die Welt ständig ein kleines Stückchen besser zu machen.

Es ist schwer, sich heute vorzustellen, wie unauffällig alles begann – vor 150 Jahren, im Jahr 1863 – in Barmen, heute ein Stadtteil von Wuppertal. Der Kaufmann Friedrich Bayer und der Färber Johann Friedrich Weskott gründeten ihre eigene Firma. Heute würde man es „Start-up-Unternehmen“ nennen.

Ziel war es, synthetische Farbstoffe aus Steinkohlenteer herzustellen. Das war keine einfache Aufgabe in dieser Zeit. Experimentiert wurde noch in der hauseigenen Küche – mit zunehmendem Erfolg. Die Produkte kamen am Markt gut an, die Industrie wuchs und das Unternehmen entwickelte sich weiter. Und es wurde bald klar, dass die chemische Industrie noch viel mehr bewegen konnte.

Was ich sehr bemerkenswert finde: Genau wie früher geht es noch heute um die Entwicklung von neuen Molekülen. Und aus diesen Molekülen machen wir Produkte, die die Menschen weltweit auch wirklich brauchen. Das ist unser Geschäftsmodell – seit 1863.

Und wie damals dreht sich heute alles darum, wer die besten Ideen hat. Wer das Verborgene sieht. Kurzum: Wer innovativ ist. Das liegt mir persönlich ganz besonders am Herzen. Denn das – und nur das – ist unsere Chance für die Zukunft. Und auch der Schlüssel für unseren Erfolg auf den Weltmärkten.

Dabei müssen wir schneller und besser sein als die Konkurrenz. Zwar wird der Erfindergeist „made in Germany“ international hoch geschätzt – aber die Welt wartet nicht darauf. Ja, wir haben viel erreicht in der Vergangenheit. Auf diesen Erfolgen dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Im Gegenteil: Wir müssen in den kommenden Jahren noch einen Zahn zulegen.

Es macht mich zum Beispiel sehr nachdenklich, wenn Technologien zwar hier erfunden werden – das eigentliche Produkt dann aber woanders zuerst auf den Markt kommt. Wir alle kennen diese Beispiele. Ich frage mich dann: Können wir uns es wirklich leisten, dass die Wertschöpfung anderswo stattfindet? Sicherlich nicht. Umso wichtiger ist es, in attraktiven Branchen auch zukünftig in der Weltspitze dabei zu sein.

Innovation heißt für uns dabei nicht nur, neue Moleküle und Produkte zu erfinden. Es geht um mehr: Es geht um innovative Prozesse, um kreative Ideen, um bessere Dienstleistungen. Es geht um einen echten Mehrwert für die Kunden und die Gesellschaft.

Dazu ist die Einstellung – die Innovationskultur – von zentraler Bedeutung. So wie ein Weltklasse-Sportler seinen ganzen Lebensstil auf sein Ziel ausrichten muss, so muss Bayer sich voll auf Innovation fokussieren, um erfolgreich zu sein und das angestrebte Ziel zu erreichen.

Meine Damen und Herren, mit seinen Geschäften stellt sich Bayer den globalen Herausforderungen. Und die sind gewaltig: Eine wachsende Weltbevölkerung, steigende Lebenserwartung, knappe Ressourcen, der Klimawandel. Auch wenn uns viele der damit verbundenen Probleme in Europa noch kaum zu betreffen scheinen – wir dürfen nicht über die Fakten hinwegsehen und diese schon gar nicht ignorieren.

Beispielsweise die Tatsache, dass trotz bedeutender Fortschritte in der Medizin über die Hälfte aller bekannten Krankheiten noch nicht angemessen therapierbar ist. Wir alle wissen: Es gibt 1.000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. Um diese künftig noch besser verteidigen zu können, brauchen wir eine starke, innovationsfähige Gesundheitsbranche.

Nehmen wir ein anderes Thema: Ernährung. Vor knapp über einem Jahr hat die Weltbevölkerung die Sieben-Milliarden-Grenze überschritten. In 30 Jahren werden voraussichtlich neun Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Wie sollen all diese Menschen ernährt werden, wo doch bereits heute eine Milliarde Menschen nicht genug zu essen hat? Hinzu kommt: Neue Flächen für die Landwirtschaft wird es auf unserem Planeten nicht geben. Die Agrar-Nutzflächen sind so gut wie ausgereizt. Wir müssen also Mittel und Wege finden, um auf der gleichen Fläche wesentlich mehr und bessere Nahrungsmittel zu produzieren.

Das sind nur einige wenige Beispiele, die zeigen, wie wichtig Forschung und Innovation sind. Antworten sind hier gefragt. Diese zu geben – dazu gehört auch Mut.

Als Unternehmer müssen wir heute über hohe Investitionen entscheiden, deren Erfolg wir – wenn überhaupt – erst nach einem Jahrzehnt oder sogar noch später sehen können. Keiner kann voraussagen, wie bestimmte Umstände sich bis dahin entwickeln. Das gilt für viele Branchen. Solche Entscheidungen sind umso schwerer, je unsicherer die langfristigen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden. Deswegen brauchen wir Stabilität, fördernde Rahmenbedingungen und einen klaren Kurs.

Hinzu kommt: Die einzige Ressource, die Deutschland als rohstoffarmes Land hat, sind gut ausgebildete junge Leute und kreative Köpfe. Dieses Thema, meine Damen und Herren, gehört auf unser aller Prioritätenliste ganz nach oben. Bildung und Forschung sind unser Garant für eine erfolgreiche Zukunft. Deswegen unterstützten wir bei Bayer zahlreiche Maßnahmen, die junge Leute dazu motivieren, sich mehr für Naturwissenschaften zu interessieren.

Wir brauchen diese klugen Köpfe, um auf dem Weltmarkt weiter Spitze zu sein. Diese Position haben wir uns über 150 Jahre erarbeitet – und diese wollen wir auch weiter besetzen. Dabei müssen wir in Gedanken immer einen Schritt voraus sein und Entwicklungen vorhersehen.

Meine Damen und Herren, wer die Dinge verändern will, braucht Leidenschaft, Neugier und den Antrieb, die Dinge verändern zu wollen. Enthusiasmus und Beharrlichkeit gehen hier Hand in Hand.

Aber zur Innovation gehört auch Akzeptanz. Selbst die weitreichendsten Innovationen haben kaum eine Chance, wenn die Gesellschaft sie nicht akzeptiert. Natürlich dürfen wir niemals mögliche Risiken außer Acht lassen. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass so lange über Risiken gesprochen wird, bis die Chancen komplett vertan sind.

Es geht aber auch um die Wertschätzung und Anerkennung von Innovationen und neuen Produkten. Deshalb finde ich es erstaunlich, dass nahezu jeder auf Anhieb den Hersteller seines Smartphones kennt. Aber nur in den seltensten Fällen den Produzenten eines Arzneimittels, das einem geholfen hat, gesund zu werden oder vielleicht sogar das eigene Leben zu retten. Hier müssen wir sicherlich als Branche noch besser werden und an der Wertschätzung arbeiten.

Auch hier liegt vieles in den Händen der heranwachsenden Jugendlichen. Sie haben die Chance, sich den Naturwissenschaften zu widmen und die Akzeptanz für Innovationen zu fördern und zu verkörpern. Hier müssen wir ein Vorbild sein!

Ich bin fest davon überzeugt: Nur mit Forschung und Entwicklung werden wir die aktuellen globalen Herausforderungen meistern können.

Meine Damen und Herren, bei Bayer leben wir eine Mission, die da lautet: „Science For A Better Life“. Und das bedeutet, dass wir alle Möglichkeiten der Wissenschaft und die Erfahrung von eineinhalb Jahrhunderten einsetzen, um das Leben der Menschen zu verbessern. Damit haben wir auch wirtschaftlich Erfolg: Im vergangenen Jahr haben wir den höchsten Umsatz unserer Geschichte erzielt. Und Bayer ist heute bei der Börsenkapitalisierung nach den aktuellen Free-Float-Berechnungen der Deutschen Börse die Nummer eins im DAX.

Bayer wäre nicht das erfolgreiche Unternehmen, das es heute ist, ohne seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in aller Welt. Ihnen gebührt mein besonderer Dank für ihr großes Engagement.

Sehr herzlich bedanken möchte ich mich auch bei unseren Kunden und Partnern für das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche und spannende Zukunft gemeinsam mit Ihnen!

Ich persönlich bin sehr stolz darauf, ein Stückchen der Bayer-Geschichte mitzuerleben und mitgestalten zu dürfen.

Vielen Dank!"


2 Bilder, die sich auf Bayer feiert 150-jähriges Firmenjubiläum mit großem Festakt beziehen:
16.07.2013: Dekkers, Kraft, Merkel und Wenning
16.07.2013: Wenning, Merkel, Kraft und Dekkers

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Letzte Änderung am 12.09.2015 20:58 von leverkusen.
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