Stadtplan Leverkusen
17.10.2013 (Quelle: Landschaftsverband)
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Rheinlandtaler für Heinz Boden


Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnete heute auf Gut Ophoven Heinz Boden für seine Verdienste um den Umweltschutz mit dem Rheinlandtaler aus.
Heinz Boden engagiert sich seit vielen Jahren im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) für ein umweltfreundliches Verkehrskonzept, 1988 gründete er den ADFC Leverkusen und ist seither dessen erster Vorsitzender. Die Auseinandersetzung mit der Verkehrsproblematik führte ihn in die Arbeit der Lokalen Agenda 21, wo er das Bürgerforum Leverkusen gründete und den Arbeitskreis Verkehr übernahm.
Nachhaltiger Umweltschutz und Fahrradfahren gehören für Heinz Boden zusammen. Er setzt sich für eine fahrradfreundliche Stadt und den Ausbau des Radwegenetzes ein. Besonders am Herzen liegt ihm das Projekt "Alleenradwege auf stillgelegten Bahntrassen in NRW". Im Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse Leverkusen e.V. engagiert er sich dafür, das Teilstück der Balkantrasse auf dem Leverkusener Stadtgebiet in einen Radwanderweg umzuwandeln. Damit soll die Trasse der im Volksmund "Balkanbahn" genannten Eisenbahn einer sinnvollen und umweltverträglichen Nutzung zugeführt werden.

Die Laudatio hielt Lorenz Bahr, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland.

Der LVR verleiht den Rheinlandtaler seit 1976 an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung und Pflege der rheinischen Kulturlandschaft besonders verdient gemacht haben. Über die Vergabe der Auszeichnung entscheidet der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland.

Zur Einführung hielt Oberbürgermeister Buchhorn folgende Rede:

"Sehr geehrter Herr Boden,
sehr geehrter Herr Bahr,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich, dass Ihnen heute der Rheinlandtaler verliehen wird. Mit dem Rheinlandtaler ehrt der Landschaftsverband Rheinland Menschen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands verdient gemacht haben. So wie Sie, Herr Boden, um Leverkusen als fahrradfreundliche Stadt. Seit 1984 sind Sie Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und engagieren sich für eine Infrastruktur, die auch Radfahrern angenehme und sichere Wege bietet.

Viel ist seit den frühen achtziger Jahren geschehen.

Leverkusen war eine der ersten Städte in NRW, die 1986 mit Unterstützung des ADFC eine einheitliche Fahrradwegweisung plante und mit Beginn der neunziger Jahre installierte. Andere Städte haben nachgezogen. Inzwischen sind die roten Verkehrsschilder für die Radfahrer kaum noch wegzudenken. In Leverkusen und Umgebung sind in den letzten Jahren überdies viele touristische Routen neu ausgeschildert worden. Es werden damit auch Ausflugsziele im Stadtgebiet erreicht, wie der Neulandpark, das Krancafé im Hafen Hitdorf und nicht zuletzt die einzigartige Schiffbrücke Wuppermündung mit den frisch restaurierten Schiffen „Einigkeit“, „Recht“ und „Freiheit“.

Das alles ist auch ihr Verdienst. Sie haben noch in Zeiten, als Radfahren ein Nischensport war, hartnäckig und immer wieder die Verkehrsplaner unserer Stadt daran erinnert, dass nicht nur PKWs auf Leverkusener Straßen unterwegs sind und viele andere Wege sich darüber hinaus dafür eigenen, für Radfahrer und Radsportler ausgebaut zu werden.

Sie haben als einer der ersten Aktiven in Leverkusen erkannt, dass der Radtourismus auch für das Image Leverkusens förderlich ist. Sehen die Menschen von außerhalb doch - sobald sie mit dem Rad fahren - die Seiten Leverkusens, die ihnen verborgen bleiben, wenn sie nur mit dem Auto unterwegs sind.

Wichtig ist ihr Engagement nicht zuletzt auch für die Realisierung der „Balkantrasse“ gewesen. Sie haben sich mit aller Kraft für deren Ausbau eingesetzt. Seit der Gründung des Initiativkreises „Balkantrasse“ ist diese Bürgerinitiative wohl eine der erfolgreichsten Initiativen Leverkusens geworden.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken hat im Juli den entsprechenden Zuwendungsbescheid unterschrieben. Angesichts der Gesamtkosten von 1,88 Millionen Euro bedeutet das einen Landes-Förderanteil von 80 Prozent. Das heißt im Umkehrschluss: Knapp 400.000 Euro trägt der Förderverein Balkantrasse. Und diese Mittel sind aus Spenden zusammen gebracht worden. Wieviel Arbeit allein darin steckt, kann nur beurteilen, wer selbst schon mal versucht hat, Menschen und Institutionen so zu begeistern, dass sie Geld spenden.

Heute findet die Balkantrasse breite Unterstützung. Dieser Weg auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse ist für eine überörtliche Erschließung für den Radreiseverkehr von besonderer Bedeutung. Mit durchschnittlich rund einem Prozent Steigung verbindet die Trasse Opladen mit Remscheid-Lennep über Burscheid und Wermelskirchen. Mit dem Abschnitt zwischen Opladen und Burscheid wird jetzt eine Verbindung mit anderen Radwanderwegen auf stillgelegten Eisenbahntrassen geschaffen. Wenn im kommenden Jahr die Ausbauarbeiten auf Leverkusener Stadtgebiet beginnen, wird eine Route auf diesen Wegen bis ins Oberbergische Land, bis an die Ruhr und ins Sauerland führen.

Sie haben sich über alle Maßen dafür eingesetzt, dass dieser Teil mit Hilfe des Vereins „Balkantrasse“ vom Wunsch über die Planung in die Tat umgesetzt werden konnte. Dafür meinen und den Dank der Stadt Leverkusen.

Sehr geehrter Herr Boden,

dass Radfahren eine der umweltfreundlichsten Methoden der Fortbewegung ist, versteht sich von selbst. Dass es darüber hinaus wieder Spaß macht, auf sicheren Wegen durch die Stadt und auf landschaftlich schönen Routen durch die Landschaft zu radeln, ist das Verdienst von Menschen wie Ihnen.

So ist der Rheinland-Taler heute mehr als verdient. Sie, Herr Boden, haben mit Ihrer Begeisterung für das Radfahren viel für Leverkusen getan. Für den Tourismus, aber ebenso für die Ökobilanz unserer Stadt. Ich freue mich deshalb, dass Ihnen heute hier auf dem Naturgut Ophoven der Rheinlandtaler des Landschaftsverbands Rheinland überreicht wird und gebe das Wort jetzt weiter an Herrn Lorenz Bahr, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland. "


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Letzte Änderung am 03.03.2017 14:46 von leverkusen.
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