Stadtplan Leverkusen
19.11.2013 (Quelle: Currenta)
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Chempark-Unternehmen investieren 374 Millionen Euro am Standort


Dr. Ernst Grigat zog beim Abendgespräch mit Journalisten positive Bilanz Abendgespräch mit Journalisten in Leverkusen

"Mit einer Gesamtsumme von rund 374 Millionen Euro für Investitionen sowie Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen im Chempark Leverkusen erreichen wir im Jahr 2013 nahezu das Vorjahresniveau. Dieses Ergebnis ist ein gutes Fundament für die Beschäftigung und Zukunft des Standorts", erklärte Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chempark an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen beim Chempark-Manager und Betreiber Currenta, bei einem Pressegespräch am Dienstag, 19. November 2013, in Leverkusen. Sowohl die Neuinvestitionen in Höhe von 203 Millionen Euro als auch die Aufwendungen für Instandhaltung - 171 Millionen Euro, davon allein 77 Millionen Euro durch den Chempark-Betreiber Currenta - unterstreichen die Zukunftsfähigkeit des Standorts.

Besonders positiv: Fast alle im Chempark vertretenen Unternehmen haben mit eigenen Investitionen zur Gesamtsumme beigetragen. "Das breite Investitionsengagement untermauert die Attraktivität des Standorts und bestätigt die gesunde Entwicklung des Chempark", so Dr. Grigat.

Nachfolge DyStar
Diese Entwicklung wird auch von denjenigen Unternehmen getragen, die im Chempark als Nachfolger von DyStar und verwandten Arbeitsgebieten tätig sind. Firmen wie Kronos, Momentive, Tanatex, Spraytec, Blankophor und F. A. Kruse haben sich im Chempark entlang der B 8 an den Standorten der ehemaligen Farbstoffbetriebe angesiedelt.

Einige Beispiele:
Das Produktportfolio der TANATEX Deutschland GmbH umfasst Dispergiermittel, Emulgatoren, Netzmittel, Entschäumer, Textilhilfsmittel und zahlreiche Spezialitäten. Der TANATEX-Produktionsbetrieb im Chempark Leverkusen verfügt über eine Vielzahl von Reaktoren, in denen unterschiedliche chemische Reaktionen stattfinden und Formulierungen produziert werden können.

Die Spraytec GmbH setzt in ihrem Leverkusener Dienstleistungszentrum Sprühtrockner und Nassmahlmühlen ein. Neben der Sprühtrocknung von wässrigen Suspensionen wird auch das Versprühen von Schmelzen - den flüssigen Phasen eines Stoffes bzw. Stoffgemischs - zu Pulvern angeboten.

Die Blankophor GmbH & Co. KG führt das Geschäft der Weißtöner fort, das von der Kemira Germany GmbH veräußert wurde. Im Chempark Leverkusen betreibt die Blankophor GmbH & Co. KG eine Produktionsanlage, die die größte und modernste ihrer Art in Europa ist. Die erste Entwicklung der Weißtöner, die hauptsächlich in der Papierindustrie zum Einsatz kommen, fand vor 70 Jahren bei Bayer statt. Seitdem gibt es den in der Industrie weltweit bekannten Markennamen BLANKOPHOR®.

Momentive Performance Materials ist einer der führenden Anbieter im Bereich der Silikon- und Quarzherstellung. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar bietet Momentive mit High-Tech-Materialien Lösungen für den Silikon-, Quarz- und Keramikmarkt. In Leverkusen, einem der drei weltweit größten Produktionsstandorte von Momentive Silikone, arbeiten mehr als 600 Mitarbeiter des Unternehmens. Produziert werden hier Silikon-Rohstoffe, die zu Endprodukten wie Silikon-Elastomeren, Emulsionen und Silikon-Additiven weiterverarbeitet werden.

Zur Deckung des wachsenden Bedarfs an Produkten für die Consumer-Industrie, die Kosmetik-, Automobil- und Gesundheitsindustrie, werden von Momentive im Chempark Leverkusen - im Geb. A 13 - bis zu 10.000 Tonnen Silikon-Spezialitäten produziert.

Currenta investiert in den Standort
Seit Mitte September werden Zug- und Rangierstraßen im Chempark nicht mehr per Knopfdruck an einem konventionellen Stellwerk-Stellpult, sondern per Mausklick an einem Doppelbildschirm des neu installierten elektronischen Rangierstellwerks eingestellt. Neu ist auch, dass Containerzüge aus dem öffentlichen Gleisnetz der DB-Netz AG direkt unter den Brückenkran des Containerlagers X 90 fahren können. Die nächsten Projektschritte sind bereits in Angriff genommen: Dazu zählen u. a. die Anbindung des Currenta-Stellwerks per neuer Schnittstelle an das DB-Netz-Stellwerk in Köln-Mülheim und die Modernisierung des Stellwerksgebäudes (X 45). Mit diesen Maßnahmen wird die Zukunft des Bahngüterverkehrs im Chempark aus infrastruktureller Sicht gesichert.

Die Verbundstruktur ist eine wesentliche Stärke der Chempark-Standorte. Über Rohrleitungsnetze sind sie miteinander verbunden, wodurch eine effiziente Versorgung mit Energien, Rohstoffen und Produkten gewährleistet ist. Im Streckenverlauf zwischen den Standorten Leverkusen und Dormagen unterqueren die Rohrleitungen den Rhein bei Köln-Merkenich in einem so genannten Düker. Das mit einem Schutzrohr vergleichbare Bauwerk verbindet den Standort Leverkusen außerdem mit den linksrheinischen Fernleitungsnetzen. Derzeit beinhaltet der Düker ein Bündel aus zehn Rohrleitungen für die Versorgung etwa von Erdgas, Stickstoff, Sauerstoff oder Kohlenmonoxid.

Da sich diese Rhein-Unterquerung nicht erweitern lässt, investiert Currenta in den Bau eines neuen Dükers. Damit kann das Unternehmen zukünftig flexibel auf die Anforderungen der Chempark-Partner reagieren. So soll etwa die Erdgas-Versorgung für das von Repower geplante GuD-Kraftwerk im Chempark Leverkusen über das linksrheinische Erdgasnetz erfolgen. Das neue Bauwerk soll größer, begehbar und nachrüstbar sein. In Absprache mit der Bezirksregierung Köln beginnt Currenta in einem sehr frühen Planungsstadium mit der Information der Öffentlichkeit über das Vorhaben; das Genehmigungsverfahren wird voraussichtlich im nächsten Jahr eröffnet.

Neben Currenta investieren auch andere Unternehmen im Chempark Leverkusen. Hier einige Beispiele:
Die Schweizer Energieunternehmung Repower plant den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) mit einer elektrischen Leistung von bis zu 550 Megawatt. Im Mittelpunkt der Projektarbeiten stehen derzeit die wirtschaftliche Bewertung des Kraftwerksprojektes, die Baufeldvorbereitungen, die Vergabeverhandlungen mit den Generalunternehmern, die Planung der Netzanschlüsse für Strom und Gas sowie die damit zusammenhängenden Genehmigungsverfahren. Daniel Fritsche, Geschäftsführer der Repower GuD Leverkusen GmbH, zeigt sich zufrieden: "Unsere Planungen sind schon sehr weit fort geschritten, so dass wir 2014 mit einem Investitionsentscheid rechnen können. Der Entscheid hängt sicherlich auch von den weiteren Entwicklungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen ab."

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stärkt im Chempark sein Geschäft mit Produkten für die Wasseraufbereitung. Das Unternehmen investiert rund zehn Millionen Euro in eine neue Produktionsstraße für schwach saure Kationenaustauscher und eine hochmoderne Anlage zur Abfüllung und Verpackung. Schwach saure Kationenaustauscher sind funktionalisierte Polymerperlen, die die Qualität, aber auch den Geschmack von (Trink-)Wasser verbessern. Sie kommen unter anderem in Haushaltswasserfiltern zum Einsatz. Die Baumaßnahmen, mit denen die Produktionskapazität für schwach saure Kationenaustauscher am Standort Leverkusen um mehr als 30 Prozent erhöht werden, sollen bis Mitte 2014 abgeschlossen sein.

Die 100-prozentige LANXESS-Tochter Saltigo hat erst kürzlich ihre Unternehmenszentrale von Langenfeld nach Leverkusen verlegt. Mit dem Umzug des Feinchemie-Spezialisten baut LANXESS Leverkusen als seinen weltweit wichtigsten Unternehmensstandort für den Megatrend Landwirtschaft weiter aus. 17 der hier ansässigen 43 LANXESS-Betriebe stellen mit rund 1.400 Mitarbeitern unter anderem Produkte her, die nach der Weiterverarbeitung in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die Saltigo GmbH produziert in Leverkusen Wirkstoffe für Insektizide, Fungizide, Herbizide und Insektenabwehrmittel. Das Unternehmen plant, bis 2015 in Leverkusen insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in das Geschäft mit Agrowirkstoffen zu investieren.

Zudem hat LANXESS gerade die Erweiterung seiner Kresol-Produktion im Chempark fertiggestellt und ein neu errichtetes Reaktionssystem sowie eine zweite, 46 Meter hohe Destillationskolonne in Betrieb genommen. Mit dem Ausbau stehen rund 20 Prozent zusätzliche Kapazität des hochwertigen Zwischenprodukts Kresol für den weltweiten Markt zur Verfügung. 20 Millionen Euro hat LANXESS hierfür investiert. Die Bauzeit betrug rund eineinhalb Jahre. Kresole werden unter anderem im Bereich der Agrochemikalien eingesetzt. Zudem verwendet man sie bei der Herstellung von Vitamin E, Aromastoffen, Harzen und Flammschutzmitteln.

LANXESS plant, im Jahr 2013 insgesamt rund 100 Millionen Euro am Standort Leverkusen zu investieren.
Bayer MaterialScience hat zwei Großtanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von drei Millionen Litern in Betrieb genommen. Mit der gesteigerten Lagerkapazität und dem Ausbau auf insgesamt 30 Großbehälter erhöht das Unternehmen die Liefersicherheit für die Kunden. In den bis zu 16 Meter hohen Tanks werden Flüssigkeiten zur Herstellung von Lacken gelagert.

28.100 Mitarbeiter am Standort
Zum Stichtag 30. Juni 2013 waren im Chempark Leverkusen 28.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Stammbelegschaft ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben.

Aus- und Weiterbildung weiterhin mit positivem Trend
Zurzeit bildet Currenta in Leverkusen - als einer der größten Ausbilder im Rheinland - in mehr als 25 Berufen sowie kombinierten Ausbildungs- und Studienprogrammen im naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Bereich insgesamt 1.110 Jugendliche aus. Die Currenta-Fachleute bilden sowohl für den eigenen Bedarf als auch im Auftrag von Bayer, LANXESS, weiteren Chempark-Partner sowie externen Unternehmen im regionalen Umfeld aus. Weitere 43 junge Menschen absolvieren am Standort Leverkusen das seit nunmehr 25 Jahren bestehende und von Bayer initiierte Starthilfeprogramm. Currenta sorgt für die organisatorische und praktische Realisierung des Starthilfe-Programms. Mit der einjährigen Sondermaßnahme werden schwächeren und sozial benachteiligten Jugendlichen wichtige berufliche Schlüsselqualifikationen vermittelt. Im Mittelpunkt des Programms stehen der Ausgleich schulischer Defizite sowie die Förderung von Teamfähigkeit und Sozialkompetenz.

Nachbarschaftsdialog: CHEMPUNKT für Vertrauen und Akzeptanz
Mit etablierten und neuen Elementen setzt der Chempark sein traditionelles Anliegen fort, ein guter Nachbar zu sein:
Das im September 2013 eröffnete Nachbarschaftsbüro "CHEMPUNKT" erweitert das umfangreiche Dialogangebot um einen weiteren Baustein. Die Räumlichkeiten in der Friedrich-Ebert-Straße 102 in der Leverkusener Innenstadt bieten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, Fragen rund um den Chempark zu stellen und mit den Chempark-Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Zudem sind mehrmals im Jahr Veranstaltungen beispielsweise zu Themen wie Produktion, Sicherheit und Ausbildung geplant. "Mit dieser Einrichtung kommen wir auf die Bürger zu und suchen noch stärker als früher das persönliche Gespräch über Themen, die uns und die Bürger beschäftigen", erläutert Grigat das Dialogangebot außerhalb des Chempark-Geländes.

Der "CHEMPUNKT" gibt auch in gedruckter Form dem Chempark ein Gesicht: Als ganzseitiger Beitrag in lokalen Printmedien in und um Leverkusen informiert das Medium mehrmals im Jahr über aktuelle Entwicklungen, zeigt Berührungspunkte von Chempark und Nachbarschaft auf und fördert die Akzeptanz. Zusätzlich werden im Internet unter http://www.chempark.de in der Rubrik "CHEMPUNKT" fast täglich neue Inhalte eingestellt, die über Arbeit und Leben im Chempark informieren.

Nicht nur für junge Menschen eine gute Sache: die kostenlose CHEMPUNKT-App "Interaktion". Als praktisches Informationsmedium bietet sie seit August 2013 aktuelle Nachrichten und Veranstaltungstipps. Auch wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten bei Ereignisfällen oder Informationen zum Ausbildungs- und Stellenmarkt können mobil abgerufen werden. Die App kann auf http://www.app.chempark.de heruntergeladen werden.

Der Chempark - ein guter Gastgeber
Nicht nur ein guter Nachbar, sondern auch ein guter Gastgeber: Mehr als 10.000 Besucher verzeichnete der Chempark im Jahr 2013. Besonders begehrt: die Bustouren durch den Chempark an jedem 1. Samstag im Monat. Sämtliche Rundfahrten waren in kurzer Zeit ausgebucht; insgesamt nahmen 1.200 Interessierte teil.

Im neuen Jahr setzt Currenta seine Erfolgsstory "Max und Marie" für Grundschüler mit einem neuen Projekt fort. Die inzwischen vierte Reihe steht unter dem Motto "Max und Marie - so sicher wie nie" und befasst sich mit dem Thema Sicherheit. Das Angebot war nach zwei Wochen fast vollständig ausgebucht. Um möglichst viele Kinder und Jugendliche so früh wie möglich für Naturwissenschaften zu interessieren, wird im Jahr 2014 neben dem aktuellen Projekt zusätzlich das erste Projektthema "Alltagschemie" angeboten.

VCI-Tag am 20. September 2014
Ein besonderes Großereignis wartet am Samstag, 20. September 2014, mit dem bundesweiten Tag der offenen Tür des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) auf alle Interessierten. Auch der Chempark wird dann an den drei Standorten seine Tore öffnen. "Schon heute lade ich Sie herzlich dazu ein. Seien Sie unsere Gäste und erleben Sie spannende Stunden bei uns", so Grigat.


3 Bilder, die sich auf Chempark-Unternehmen investieren 374 Millionen Euro am Standort beziehen:
19.11.2013: Luftbild Chempark
09.07.2013: Chempark, Luftbild
00.00.2013: Q26, Luftbild

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Letzte Änderung am 29.11.2015 17:22 von leverkusen.
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