Stadtplan Leverkusen
27.01.2014 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Neujahrempfang der City Werbegemeinschaft


Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn hielt soeben auf dem Neujahrsempfang der City Werbegemeinschaft folgende Rede im Kaufhof:

"Sehr geehrte Frau Weuster,
sehr geehrter Herr Schönberger,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie sehr herzlich zum Neujahrsempfang der City Werbegemeinschaft. Das Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich habe mir sagen lassen, man könne noch bis Ende Januar „Frohes Neues Jahr“ wünschen. Deshalb wünsche ich Ihnen jetzt zunächst mal: Ein frohes neues Jahr.

Nicht zuletzt das Weihnachtsgeschäft und die ersten Tage im neuen Jahr haben wieder bewiesen, dass die Innenstadt funktioniert und zudem viele Menschen von außerhalb anzieht.

Das bestätigt auch die repräsentative Umfrage des Geografischen Instituts der Universität zu Köln und der WfL, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurde und mit allen Zahlen, Daten und Fakten bald veröffentlicht wird. Sie belegt unter anderem, dass viele Kunden aus dem nördlichen Rheinisch-Bergischen Kreis, dem südlichen Kreis Mettmann und erfreulicherweise auch aus den neun nördlichen Stadtteilen des Kölner Stadtbezirk Mülheim kommen. Diese Kunden schätzen laut Umfrage:
- das vielseitige Waren- und Sortimentsangebot für Waren des langfristigen Bedarfs
- und das vielseitige gastronomische Angebot,
- also das „klassische“ cityrelevante Waren- und Dienstleistungsangebot.

Außerdem wurden die gute regionale Erreichbarkeit der City und das große Parkplatzangebot sowie die kompakte Struktur der City mit ihren kurzen Wegen gelobt.

Allerdings hat die Umfrage auch ergeben, dass die Leverkusener Bürgerinnen und Bürger „ihre“ City kritischer sehen als Auswärtige.

Und tatsächlich gibt es in dieser Innenstadt noch viel zu tun und zu verbessern. Das beginnt hier vor der Haustür. Nachdem es leider nicht gelungen ist, die katholische Kirche davon zu überzeugen:
- dass ein neugeordneter Platz zwischen Breidenbachstraße und Nobelstraße dem Stadtbild guttäte,
- dass eine Öffnung zum Marktplatz nicht nur den Platz aufwerten, sondern hierher, zum Ende der Fußgängerzone, auch neue Käufergruppen bringen könnte,
… nachdem das leider nicht gelungen ist, entwickeln wir als Stadt nun neue Ideen, um die Platzsituation in die andere Richtung zu öffnen, sie funktionaler zu machen und damit aufzuwerten.

Die Überlegungen stehen da noch am Anfang, möglich aber wäre zum Beispiel eine Miteinbeziehung der heutigen Parkplatzfläche am Kaufhof. Das jedoch will und muss noch mit allen Beteiligten abgesprochen werden. Deshalb sehen sie es mir nach, wenn ich das heute inhaltlich nicht weiter ausführen kann. Die Verwaltung ist in dieser Sache in konstruktiven Gesprächen mit der Kirche, der Werbe- und Fördergemeinschaft und der Kaufhof-Geschäftsführung, um im Rahmen neuer Planvarianten zu guten und interessanten Lösungen zu kommen, die diesen Bereich der City aufwerten.

Eine andere große Baustelle, leider nur im übertragenen Sinne, ist das City Center. Wie Sie alle wissen, haben wir das „City-Büro“ mit Gert Geiger und Rainer Häusler und gegründet, um dort eine Entwicklung zu stoppen und umzudrehen, die in den vergangenen Jahren zu großen Leerständen geführt hat. Seit im September 2009 dort Woolworth sein Geschäft schloss und Anfang 2011 ‚C & A‘ in die Rathaus-Galerie umzog, wird offenbar, das der Zuschnitt der Geschäftsräume und ihr Standard schon lange nicht mehr dem entspricht, was die Branche erwartet.

Wir haben viele Anstrengungen unternommen, die Lähmung wieder aufzulösen und den Niedergang zu verhindern. Die wesentliche Erkenntnis der bisherigen Bestrebungen ist, dass durchaus Interesse namhafter Projektentwickler an diesem Standort besteht, allerdings nur dann, wenn das in vielen Händen liegende Eigentum an der Immobilie neu geordnet und für den Investor kalkulierbar wird. Bislang müssen 150 Eigentümer aus drei Nutzergruppen mit entsprechend unterschiedlichen Zielvorstellungen alle Veränderungen gemeinsam beschließen und durchführen.

Das Bestreben von Stadt und Sparkasse ist es nun, drei selbstständige, untereinander abgegrenzte Nutzergruppen zu bilden, um die Entscheidungen in Sachen Wohnen, Büro- und Dienstleistungen sowie Handel voneinander unabhängig treffen zu können. Es kann vor allem deshalb Einfluss nehmen, weil das Objekt „City-Center“ mit etwa 44 Prozent aller Miteigentumsanteile von der Stadt, der Sparkasse und der Leverkusener Parkhausgesellschaft getragen wird.

Die bisher geführten Gespräche insbesondere mit den gewerblichen Eigentümern und den Einzeleigentümern des Büro-/Ärztehochhauses stießen auf eine durchweg positive Resonanz. Gerade haben die Gespräche mit den Wohneigentümern begonnen und auch dabei erweist sich, dass diese persönliche Ansprache zielführend ist, wenn es darum geht, alle Eigentümer auf ein gemeinsames Ziel und den Weg dahin einzuschwören.

Das ist bei so vielen Eigentümern natürlich Kärrnerarbeit. Aber es lohnt sich. Denn bei Investoren, Projektentwicklern und Architekten gilt der Standort „City-Center“ immer noch vom Grundsatz her als „1a-Lage“. Das vor allem wegen der Anbindung zum Öffentlichen Personennahverkehr, der Nähe zum Busbahnhof und zum DB-Bahnhof, aber auch wegen des Angebotes an Parkflächen für den Individualverkehr.

Stark zum positiven Erscheinungsbild der Innenstadt haben auch die Anstrengungen der ISG beigetragen: Zum Ende des Jahres konnten die vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Maßnahmen der ISG zur Standortstärkung und -aufwertung in der City erfolgreich abgeschlossen werden. Herzstück der Maßnahmen bildet das Fußgängerleitsystem mit seinen 19 überall in der City sichtbaren Informationsstelen, die ortsfremde Besucher der City über alle Angebote der City informieren und führen sollen, sowie die Bodengrafiken in allen wesentlichen Ausgängen der Tiefgaragen, die den Besuchern eine erste Orientierung in der City geben können. Die Stele an der Christuskirche entwickelt sich bereits zum Treffpunkt für Abholer. Aber auch hier gilt: Dieses Fußgängerleitsystem stößt bei Besuchern und Kunden anderer Städte auf Zustimmung, von den Leverkusenern wird es hingegen kritisch bis ablehnend aufgenommen. Denn natürlich kennt der Leverkusener seine City und erkennt daher nicht die Notwendigkeit für diese Investition. Das Leitsystem aber wurde für die ortsfremden Besucher entwickelt. Und die kommen durchaus, das hat, wie schon ausgeführt, die Untersuchung der Universität zu Köln gezeigt.

Die bereitgestellten Fördermittel des Landes wurden übrigens nicht nur für das Fußgängerleitsystem, sondern auch für Gestaltungsmaßnahmen in der Otto-Grimm-Straße ausgegeben. Auf Initiative der dortigen Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen wurde in einem kooperativen Planungsprozess mit Anliegern, der ISG, den beteiligten städtischen Fachbereichen und der WfL u.a. Bänke, Fahrradbügel, Abfallbehälter und einheitliche Buschbaumpflanzgefäße vor jedem Ladeneingang angeschafft. Zum Frühjahr mit Beginn der Außengastronomiesaison, wollen die Anlieger ihre „neue“ Otto-Grimm-Straße für die Kunden angemessen feiern.

Wenn ich also zusammenfassen darf: Die Innenstadt Leverkusens ist nachgewiesenermaßen besser als ihr Ruf bei den Leverkusenern selbst. Sowohl Projektentwickler, Investoren als auch die Kunden schätzen ihre Erreichbarkeit, das Parkplatzangebot, das vielseitige Warenangebot für den langfristigen Bedarf, die kurzen Wege und – ja, auch das städtebauliche Erscheinungsbild.

Wir haben also überhaupt keinen Grund, uns zu verstecken und uns selbst immer schlecht zu machen. Ich würde mir wünschen, dass die Leverkusenerinnen und Leverkusener auf Dauer ihrer Stadt gegenüber eine Einstellung kultivieren wie die Kölner. „Liebe deine Stadt“ leuchtet es in Köln über der Nord-Süd-Fahrt. Wenn es uns als Leverkusener gelingen würde, nur einen Bruchteil dieser Liebe zu unserer Stadt zu entwickeln, würde ich mich freuen und vermutlich auch alle anderen, die sich stetig für diese Stadt einsetzen.

In diesem Sinne wünsche ich ein erfolgreiches und positives neues Jahr.


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Letzte Änderung am 15.12.2015 00:33 von leverkusen.
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