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26.05.2014 (Quelle: Hubschrauber gestützte Wasserrettung)
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Übung zur Wasserrettung in Hitdorf


Wenn alles in den Fluten versinkt kommt die letzte Rettung aus der Luft

Am morgigen Dienstag, 27. Mai 2014, ca. 8 bis 17 Uhr, führt die DLRG in Zusammenarbeit mit DRK, Wasserwacht und Bundespolizei eine Übung zur Wasserrettung mittels Hubschrauber auf dem Rhein bei Hitdorf (Stromkilometer 706) durch. Das Übungsgebiet befindet sich im Bereich Fährstraße / Wiesenstraße, der Hubschrauber-Landeplatz liegt zwischen Fähranleger und Hitdorfer Hafen. Es sind zwei Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz.

Die Arbeitsgemeinschaft „Hubschrauber gestützte Wasserrettung“ in Nordrhein-Westfalen absolviert am 27. Mai 2014 auf dem Rhein in Leverkusen ihre jährliche Fortbildung der Luftretter für Hochwasser-Katastrophen.

Rund 25 Spezialisten simulieren am Dienstag Leverkusen-Hitdorf eine Flutkatastrophe und retten Menschen aus dem Wasser. An dieser Übung beteiligt sind Einsatzkräfte der Bundespolizei (BPol) - Fliegerstaffel West, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
Es ist ein bisher in der Bundesrepublik Deutschland einmaliges Konzept.
Hier arbeiten alle oben genannten Organisationen in der Hubschrauber gestützten Wasserrettung Hand in Hand zusammen. Und es klappt hervorragend. Alle Mitglieder der Einheit profitieren von den
Spezialisierungen der jeweils anderen Organisationen.
Die Hubschrauber gestützte Wasserrettung ist seit 2005 Bestandteil eines bundesweiten Einsatzkonzeptes, das Opfern von Flutkatastrophen die letzte Hilfe aus der Luft bringt. Wenn weder land- noch wassergestützte Einsatzkräfte ein Hochwasserkatastrophengebiet erreichen können, sind die „Luftretter“ die letzte Hoffnung für die von den Fluten bedrohten Opfer.
Rettungstechniken im Wasser und zu Land, Fließgewässer- Kenntnisse, Abseilen aus Höhen, Klettern, verschiedene Seiltechniken und erweiterte medizinische Hilfe – normalerweise verteilen sich all diese Aufgaben und Fertigkeiten auf verschiedene Organisationen. Bei den Mitgliedern der Hubschrauber gestützten Wasserrettung sind sie nun alle unter einem Dach und in einem einzigen Kompetenzteam vereint. In einem solchen Rahmen zu arbeiten war für alle Mitglieder eine neue Erfahrung. Die Ergänzung funktioniert perfekt und hebt das Arbeitsniveau zum Vorteil für die Betroffenen.
Heute üben die Luftretter der Gruppe West im Rahmen ihrer jährlichen Fortbildung auf dem Rhein bei Leverkusen-Hitdorf. Rettungsboote, Hubschrauber gestützte Wasserrettung NRW Rettungstaucher, ein Löschfahrzeug und Rettungswagen sichern die Veranstaltung ab.
An die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte werden dabei hohe physische und psychische Anforderungen gestellt. Zu ihrem Training gehören pro Jahr mehrere regelmäßige Aus- und Fortbildungstermine. Ein wesentlicher Bestandteil des Übungsprogramms ist, im Wasser treibende Menschen mittels einer so genannten Rettungsschlinge und einer Winde in einen Hubschrauber zu ziehen. Diese Technik hat sich bei Überschwemmungen im Osten und im Süden Deutschlands und im angrenzenden Ausland bereits mehrfach bewährt.
Solche Ausbildungen und Übungen sind nach dem Elbe-Hochwasser 2002 angeregt worden. Die bayrische DRK-Wasserwacht hat das bundesweite Konzept zur Hubschrauber gestützten Wasserrettung mit der Luftwaffe der Bundeswehr gemeinsam entwickelt und Verfahren zur Rettung von Menschen aus Fließgewässern sowie zur Evakuierung von Gebäuden erprobt und ständig verbessert. Seit 2005 wird dabei nun nach einem einheitlichen und bundesweiten Standard,
organisationsübergreifend gearbeitet. Der Qualitätsanspruch ist hoch, daher arbeiten alle Luftretter von Flensburg bis Passau mit der gleichen Ausrüstung und einheitlichen Ausbildungsstandards.
Die Gruppe West der Hubschrauber gestützten Wasserrettung setzt sich zur Zeit aus 16 Luftrettern zusammen. Die Männer und Frauen wurden in Nordrhein-Westfalen über mehrere Lehrgänge hinweg ausgebildet und sind seit 2008 komplett einsatzbereit.
Bundesweit gibt es insgesamt 6 Gruppen von Luftrettern, die jeweils einem Hubschrauberstandort der Bundespolizei zugeordnet sind.
Der bisher größte Einsatz der Hubschrauber gestützten Wasserrettung war der Hochwassereinsatz im Osten Deutschlands im letzten Jahr. Die Rettungskräfte (Air Rescue Specialists – ARS) der Gruppe West waren dort über 10 Tage im Einsatz.


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Letzte Änderung am 27.04.2017 11:55 von leverkusen.
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