Stadtplan Leverkusen
02.12.2014 (Quelle: Neue Bahnstadt)
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Stadtteilentwicklungskonzept Opladen und neue bahnstadt opladen: „Verzahnung“ für eine gute Zukunft


Gestern war die „Fortschreibung des Stadtteilentwicklungskonzeptes Opladen 2014“ ein Tagesordnungspunkt der Ratssitzung. Der Ratbeschloss die Umsetzung der aufgeführten Maßnahmen ab 2015 – unter dem Vorbehalt der dafür notwendigen Finanzierung. Die STEK-Vorlage des Planungs- und Baudezernates beschreibt 23 konkrete Projekte, die zur Aufwertung des Stadtteils Opladen als Einkaufs-, Arbeits-,Wohn- und Freizeitstandort in Angriff genommen werden sollten: angefangen von Nr. 1 der „Gestaltung und Funktionsaufwertung der Kölner Straße“ bis zu Nr. 23 „Quartierstreffpunkt Hauptschule im Hederichsfeld“. Ausdrücklich weisen die städtischen Stadtplaner auf die enge Verbindung des STEK mit den Aktivitäten zur Entwicklung der ca. 12 Hektar Bahn-Brachflächen rund um den Bahnhof Opladen hin. Diese Planung – das „Städtebauliche Konzept“ - wird von der nbso GmbH verantwortet. Parallel zur Fortschreibung des STEK wurde der entsprechende Bebauungsplan „Nr. 208 B/II Opladen-nbso/Westseite Quartiere“ nach Beratung im Aufsichtsrat erstmals im November 2014 in die politischen Gremien eingebracht. Schwerpunkte des B-Plans: Die Schaffung von zusätzlichem Einkaufen, Wohnen, Gewerbe und Grün auf einer vollkommen neu strukturierten Fläche. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den B-Plan findet am 22. Januar 2015, 19.00 Uhr, im Landrat-Lucas-Gymnasium statt. Die einmonatige Offenlage für die „Neue Bahnallee“ startet Anfang Januar. Planungsdezernentin Andrea Deppe und nbso-Geschäftsführerin Vera Rottes: „Die städtebaulich positive Entwicklung von Opladen bis zum Jahr 2020 ist eine große Aufgabe, die wir uns zwar teilen, bei der wir aber einem Strang ziehen. Die Verzahnung der STEK- Planungen mit den nbso-Planungen ist dabei unerlässlich.“

Gemeinsames Ziel: Aufwertung von Opladen bis 2020
Heute erläuterten Planungs- und Baudezernentin Andrea Deppe und nbso-Geschäftsführerin Vera Rottes vor Ort in der „bahnstadt-info“, wie die „Arbeitsteilung“ zur Aufwertung des Zentrums von Opladen in Zukunft aussehen wird. Andrea Deppe: „Wir haben von 2015 bis 2020 ein gemeinsames Ziel: die Aufwertung von Opladen als Wohn-, Arbeits-und Einkaufsstandort. Deshalb müssen unsere Maßnahmen planerisch und zeitlich eng aufeinander abgestimmt sein. Einige wollen wir schon 2015 beginnen, damit eine Realisierung aus einem Guss gelingt“. So sollten schon 2015 Konzepte zur Aufwertung der Fußgängerzonen an der Kölner Straße und Bahnhofstraße erstellt werden. Auch die Installation eines „Stadtteilmanagers“ und die Etablierung der Hauptschule Im Hederichsfeld als „Quartierstreffpunkt“ gehörten mit zu den ersten Schritten, die mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW umgesetzt werden sollten.

Zentrales Element: Das Bahnhofsumfeld mit Einkaufen und neuem Verwaltungsstandort
Als ein zentrales Element für die unerlässliche Verzahnung zwischen STEK und nbso führten Andrea Deppe und Vera Rottes die Projekte Nr. 2 und 13 aus der STEK-Liste an: die Gestaltung der Fußgängerzone Bahnhofstraße sowie die Entwicklung von zusätzlichem Einkaufen im unmittelbaren Bahnhofsumfeld auf den nbso-Westflächen. Vera Rottes erläuterte, dass die nbso GmbH den „Baustein Einzelhandelsergänzung“, also die Entwicklung der neuen Verkaufsfläche im Bahnhofsumfeld im Rahmen des B-Plan-Verfahrens sehr sorgfältig angehen werde: „Zur Absicherung der wirklichen Bedarfe werden wir eine Verträglichkeitsstudie in Auftrag geben. Wir werden nichts entwickeln, was dem Standort schadet. Wir bauen keine Konkurrenz auf.“ Erst auf Basis dieser Verträglichkeitsstudie werde die Gesellschaft einen Investorenwettbewerb ausschreiben. Angestrebtes Ziel von Planungsdezernat und der nbso GmbH: Eine geschickte Wegeführung soll am Ende die Fußgänger und Kunden der neuen Einzelhandelsgeschäfte in eine neu gestaltete Bahnhofstraße führen, die sich durch aufgewertete Gebäude und eine neue Angebotsstruktur auszeichnet. In eine Bahnhofstraße, die die gestalterischen Elemente des Platzes vor der Bahnhofsbrücke mit Verwaltungsstandort aufgreift und somit einen städtebaulich stimmigen Gesamteindruck vermittelt.

Bahnhofsbrücke mit Brückenkopf: Blickrichtung Bahnhofstraße
Eine Schlüsselrolle bei der städtebaulichen Neu-Gestaltung des Bahnhofsumfeldes werde, so Deppe und Rottes, natürlich auch die Bahnhofsbrücke mit dem Übergang in die Bahnhofstraße spielen. Das Vorhaben, den westlichen Brückenkopf mit einem Gebäude abzuschließen, das zusätzlich zu Servicefunktionen für Bahnkunden auch Teile der städtischen Verwaltung aufnimmt, werde intensiv geprüft und auch im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung am 22. Januar ausführlich vorgestellt.

Neues Wohnen in Opladen – eine gemeinsame Aufgabe
Als eine weitere große Aufgabe, bei der eine enge Abstimmung notwendig ist, nannte nbso-Geschäftsführerin Vera Rottes die Projekte Nr. 19 und 20: den Ausbau von preiswertem Wohnungsbau und die Realisierung von ca. 350 Geschoss-Wohneinheiten entlang der Bahnlinie. Grundlage dafür, so Rottes, sei die im Fachbereich Stadtplanung erarbeitete Vorlage „Zukunft Wohnen“, die 2013 vom Rat beschlossen wurde. Sie schreibt vor, dass bei Wohn-Neubauten auf städtischen Flächen 25 Prozent preiswerter Wohnraum sein müsse. Im Mittelpunkt aller Überlegungen für den Wohnungsbau stünden nun der Schallschutz und die Ausrichtung der Wohnungen.

„Dazu haben wir uns am Bahnhof Köln-Süd gemeinsam mit dem Aufsichtsrat schon Neubau-Wohnsiedlungen direkt an der Bahnlinie angesehen, die durch gläserne Prallschutzwände abgeschirmt werden. Freizeit und Spiel finden in begrünten Innenhöfen statt, und Wohnen und Schlafen sind auf die ruhigen Innenhöfe ausgerichtet. Bilder und Modelle dazu werden wir den Bürgern ebenfalls am 22. Januar vorstellen.“ Planungsdezernentin Deppe führte aus, dass der zukünftige Stadtteilmanager im Rahmen des STEK als Lotse und Vermittler auch Themen wie „Studentisches Wohnen“ und Mehrgenerationenwohnen im Kern von Opladen begleiten werde.

Grüner Brückenschlag ins Zentrum und neuer Dienstleistungsstandort
Ein weiterer Anknüpfungspunkt sei natürlich auch die geplante Vermarktung von fast 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche, die südlich zu den neuen Wohngebieten auf der heutigen Bahnbrachfläche geplant ist. Von ebenfalls großer Bedeutung sei der grüne Brückenschlag, der vom ehemaligen Ausbesserungswerk über die Bahngleise bis in das Zentrum von Opladen geschlagen werden soll.

22. Januar 2015: Einladung zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung
Vera Rottes bekräftigte, dass für die Realisierung des „Städtebaulichen Konzepts“ die Finanzierungszusage seitens der Bezirksregierung bereits vorliege. Die Dezernentin sagte abschließend: „Das Stadtteilentwicklungskonzept ist ein themenübergreifendes, integratives Handlungskonzept. Wie der Name schon sagt, werden wir, sobald die finanziellen Mittel zur Umsetzung bereitgestellt sind, im Sinne von Opladen gemeinsam mit der nbso GmbH handeln. Wir laden die Bürgerinnen und Bürger daher gemeinsam ein, am 22. Januar an der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan „Nr. 208 B/II Opladen-nbso/Westseite Quartiere“ teilzunehmen.“

Die STEK-Projekte auf einen Blick:
Projekt 1: Gestaltung und Funktionsaufwertung Fußgängerzone Kölner Straße
Projekt 2: Gestaltung und Funktionsaufwertung Fußgängerzone Bahnhofstraße
Projekt 3: Stadtteil Eingang Berliner Platz
Projekt 4: Gestalterische Aufwertung Opladener Platz
Projekt 5: Verbesserung der Wegeführung und Orientierung im Stadtteil
Projekt 6: Grüner Brückenschlag – Grüne Mitte
Projekt 7: Straßenraumgestaltung Opladener Altstadt und „grüne Trittsteine“ im Stadtteil
Projekt 8: Qualifizierung des bestehenden Einzelhandels
Projekt 9: Geschäftsflächenmanagement
Projekt 10: Förderung marktgerechter Geschäftslokale
Projekt 11: Qualitätsoffensive Gastronomie in Opladen
Projekt 12: ISG Bahnhofstraße
Projekt 13: Einkaufszentrum Opladen-Carrée auf den nbso-Westflächen
Projekt 14: Arbeiten auf den nbso-Westflächen

Projekt 15: Erhalt und Inwertsetzung der Bahnersiedlung
Projekt 16: Innenentwicklung Baublock Bracknellstraße/ Gartenstraße/ Kanalstraße/ Birkenbergstraße
Projekt 17: Mehrgenerationenwohnen in Opladen
Projekt 18: Studentisches Wohnen in Opladen
Projekt 19: Ausbau des geförderten Wohnungsbaus
Projekt 20: Wohnen auf den nbso-Westflächen

Projekt 21: Stadtteilmanager
Projekt 22: Bebauungspläne Wohnen im 1. OG – vorbereitende Untersuchungen
Projekt 23: „Quartierstreffpunkt“ Hauptschule Im Hederichsfeld

fett: Diese Projekte sind Bestandteil des Stadtumbaugebietes der nbso GmbH


Bilder, die sich auf Stadtteilentwicklungskonzept Opladen und neue bahnstadt opladen: „Verzahnung“ für eine gute Zukunft beziehen:
02.12.2014: Vera Rottes und Andrea Deppe


2 Meldungen, die sich auf diese Meldung beziehen:
10.03.2016: Stadtteilentwicklungskonzept Opladen: Aus der Konzeptphase zur Verwirklichung
10.03.2016: Stadtteilentwicklungskonzept Opladen: Aus der Konzeptphase zur Verwirklichung

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Letzte Änderung am 17.07.2017 09:14 von leverkusen.
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