Stadtplan Leverkusen
19.12.2014 (Quelle: Neue Bahnstadt)
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neue bahnstadt opladen: Rückblick 2014 und Ausblick 2015


Grünes Kreuz und Straßen ausgebaut – 47,8 Mio Euro Finanzierung für Campus Leverkusen - B-Pläne und Planfeststellung Gütergleisverlegung auf den Weg gebracht –– Bahnhofsbrücke gestartet – Herausforderung 2015: Verlegung der Gütergleise –

"Rückblickend hat die nbso GmbH im Jahr 2014 zwei sehr komplexe Prozesse parallel vorangetrieben: den weiteren Ausbau des ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerks als lebendigen, grünen Wohnstandort und für die Westseite die mehrere Aktenordner „schwere“ Vorbereitung für das Planfeststellungsverfahren zur Gütergleisverlegung sowie die B-Pläne für die Straße „Neue Bahnallee“ und für das „Städtebauliche Konzept“. “

Weitere Meilensteine, die das Jahr 2014 geprägt haben, seien neben der Grundsteinlegung für die Bahnhofsbrücke und der Eröffnung des „Spiel- und Gartenbandes“ die Finanzierungszusage des Landes NRW in Höhe von 47,8 Mio. Euro für den Bau des Campus Leverkusen in der Bahnstadt gewesen. Nicht minder bedeutsam: Der Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung von fast 10 Millionen Euro vom Dezember 2014 zur Abwicklung der Gütergleisverlegung und zur Baureifmachung des Geländes.

Dies sagten heute im Rahmen des Jahresrückblicks Paul Hebbel, Aufsichtsratsvorsitzender der nbso GmbH, sowie Vera Rottes, Geschäftsführerin, und Stefan Karl, Prokurist der Gesellschaft.

„Die große Herausforderung für 2015 ist ohne Zweifel der Bau-Start für die Gütergleisverlegung in Opladen. Diese müssen wir annehmen und gut bewältigen“, unterstrich Paul Hebbel mit Blick auf das kommende Jahr. Er wies darauf hin, dass damit die Realisierung des Projekts neue bahnstadt opladen in eine neue Dimension eintritt: „Wir haben viele Jahre über die Gütergleisverlegung gesprochen und verhandelt. Für Februar wird das Ergebnis der Planfeststellung erwartet, und ab Mai 2015 geht es laut Plan wirklich mit dem Bau los. Damit fällt dann der Startschuss für die Entwicklung der Westflächen, und dies ist ein historischer Meilenstein“, bekräftigte er. Geschäftsführerin Vera Rottes sagte: „Wir freuen uns auf den Start der Gütergleisverlegung, weil wir wissen, welche
Vorteile Opladen am Ende daraus ziehen wird. Opladen gewinnt eine 12 Hektar große Fläche zur Entwicklung von neuen Einkaufsmöglichkeiten, für neue Wohngebiete, für Gewerbe und Grün. Dies ist für uns eine hohe städtebauliche Verantwortung.“
Ein herausragendes Thema, das dabei ganz obenan stehen werde, sei die Prüfung des Schallschutzes für die geplante zentrumsnahe Wohnbebauung entlang der Bahnlinie.

2015 werde aber zunächst ganz praktisch und konkret die Abwicklung der Baustelle im Fokus stehen: „Wir wissen, dass wir den Pendlern und Nutzern auf dem Weg dahin auch einiges zumuten. Gemeinsam mit der DB AG werden wir uns intensiv bemühen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Vor allem bemühen wir uns, immer ein offenes Ohr zu haben.“ Als nächstliegenden Termin nannte sie den 22. Januar, 19.00 Uhr, im Landrat-Lucas-Gymnasium. An diesem Abend wird das „Städtebauliche Konzept“ für die zentrumsnahmen Flächen an der Bahnlinie im Rahmen einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung diskutiert. Auch die „bahnstadt-info“ wird 2015 als offenes Bürger-Informationsbüro weitergeführt. Sie schließt aber im Dezember am alten Ort im Bahnhofsgebäude und zieht Ende Februar innerhalb von Opladen um: in die Freiherr-vom-Stein-Straße 3, in das ehemalige Fahrgastcenter der WUPSI am Busbahnhof. Spätestens ab April ist das Büro dann wieder mittwochs und donnerstags am Nachmittag geöffnet. Auch der Bahnstadt-Mittwoch mit speziellen Themen wird fortgesetzt.

Land sichert die Finanzierung der Gütergleisverlegung
Das Bauvolumen für Straßen- und Brückenbau sowie die Grüne Mitte betrug 2014 insgesamt 6.468.000 Mio. Euro. Die Planungskosten für die Gütergleisverlegung beliefen sich auf 2,2 Mio. Euro. Das Land NRW überwies Ende 2014 fast 10 Millionen Euro (9,672 Mio Euro) für die Gütergleisverlegung 2015. Damit sind neben der Planung auch die Baufeldfreimachung und Rodung der Flächen, der Abriss der Gebäude auf der neuen Gleistrasse und der Neubau der Eisenbahnbrücke an der Lützenkirchener Straße finanziell gesichert. 323.500 Euro stellte das Land für den Schutz der Kreuzkröte auf dem Gelände bereit: Die unter Artenschutz stehende Kreuzkröten-Population wird auf ein Ausweichgelände in Schlebuschrath umgesiedelt. Diese Umsiedlung ist Voraussetzung für den Fortgang der Arbeiten.

Das Grüne Kreuz: Die Bahnstadt als grüner Mittelpunkt -
2015 wird das Grüne Kreuz komplett fertig

„Als am 7. September zum Brückenfest das neue „Spiel- und Gartenband“ mit seinen Spielplätzen und Gärten erobert wurde, war dies ein Beleg dafür, dass wir mit dem Grünen Kreuz genau richtig liegen“, so Stefan Karl, bei der nbso GmbH verantwortlich für die Entwicklung von am Ende sieben Hektar öffentlicher Grün- und Parkfläche auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks. Die Ost-West-Achse des Grünen Kreuzes, die „Grüne Mitte“ zwischen Campusbrücke und Magazin, ist schon seit 2010 fertiggestellt. Mit dem „Spiel- und Gartenband“ wurde 2014 nun ein wichtiger Teil der Nord-Süd-Achse eröffnet. In die Bausumme von 1,2 Millionen floss zusätzlich auch die Anlage von 30 weiteren öffentlichen Parkplätzen an der Bahnstadtchaussee ein, die Pflanzung von 40 Bäumen, die Anlage von beleuchteten Wegen und Platzflächen sowie die Umsetzung der „Stahlskulptur“ vom Bahnhofsvorplatz. „2015 bauen wir das Grüne Kreuz zu Ende“, so die Ankündigung. Schon Mitte 2015 soll ein wohnungsnaher Spielplatz für kleinere Kinder samt Grünflächen zwischen dem „Quartier am Campus“ und der Paeschke-Wohnbebauung fertig sein. Auf dem Spielplatz werden, so der Plan, auch die historischen Bahnsteigstützen vom Bahnhof Opladen eine neue Verwendung finden, und ein neuer Fußweg führt dann direkt von der Lützenkirchener Straße in die Bahnstadt. Ein Highlight für eine ganz andere Altersklasse soll im Herbst 2015 die Eröffnung eines robusten Bolzplatzes und einer Skateanlage entlang der Campusallee sein: südlich von der zukünftigen Fachhochschule und in Nähe des Sängerheims. Abgerundet wird das „Grüne Kreuz“ durch die Aufstellung von zusätzlichen Bänken in allen Bereichen. Einbau: Sommer/Herbst 2015.

Wohnen und Arbeiten in der Bahnstadt: Immer mehr Bewohner und Nutzer beleben das Gelände – Gewerbegebiet soll 2015 vermarktet sein – Planung für die Fachhochschule schreitet voran
„Wir haben uns 2014 sehr bemüht, die Bahnstadt als Wohnstandort alltagstauglich zu machen. Dabei haben wir „große“ Dinge geschaffen wie den Ausbau des Grünen Kreuzes, uns aber auch mit vielen „kleinen“ Dingen beschäftigt – wie mit der Beseitigung von Schmutz oder kleinen Baustellenärgernissen. Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dass sich alle Neubürger auch gut einleben“, sagte Vera Rottes.
Im Wohnbereich hat sich 2014 viel getan: Das Quartier am Campus ist fast vollständig bewohnt. Der erste Bauabschnitt des 5, 8 Hektar großen Areals der nbso: Paeschke GmbH wurde planmäßig abgeschlossen. Der erste Spatenstich für dasStudentenhaus in Passivbauweise des Kölner Studentenwerks mit seinen 62 Appartments wurde heute getan. Ebenso wie das Studentenwohnhaus wurde das Projekt „Mehrgenerationenwohnen“ am 11. Dezember als ein Element der „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ anerkannt; die Unterzeichnung des Notarvertrages steht kurz bevor. Direkte Nachbarn des KAW und des genossenschaftlichen Mehrgenerationenhauses werden die Bewohner eines Wohnhauses, das seit zwei Monaten durch die „Elterninitiative für junge Menschen mit Behinderung“ erbaut wird. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags „Kesselhaus“ durch einen privaten Investor ist nach intensiver Diskussion mit dem Denkmalschutz ebenfalls greifbar nah: Der Weg zur Neunutzung für Wohnen, Gastronomie und Büros und für einen Umbaustart 2015 ist frei. Die DB AG verkaufte die für das Ausbesserungswerk charakteristischen, aber brachliegenden Gebäude „Feuerwache“ und „Zeichenbüro“ an der Werkstättenstraße an ein Architekturbüro. Fast gegenüber, am Fuß der Campusbrücke, ist seit zwei Wochen ein „Ärzte- und Bürohaus“ in Bau, das auch Gastronomie anbieten wird. Die AOK hat 2014 ihre Filiale in die Bahnstadt verlegt. Eine weitere erfreuliche Nachricht: die „Lebenshilfe Leverkusen e. V.“ baut ab Frühjahr 2015 nicht weit vom Handwerkerhof eine neue Werkstatt. Die Planungen für den Campus Leverkusen durch den BLB und die Fachhochschule Köln werden fortgeführt. Nach dem Abriss des südlichen Teils der Halle 1 im Winter 2014 ist der Boden für den Neubau bereitet. Auch die Vermarktung der Gewerbeflächen im Süden der nbso schritt gemeinsam mit den städtischen Liegenschaften und der Wirtschaftsförderung Leverkusen weiter voran: Sieben Grundstücke (8000 qm) wurden an kleinere und mittlere Handwerksbetriebe, Schwerpunkt Baugewerbe, verkauft. Ziel für 2015, so die Beteiligten: Alle Gewerbeflächen an der Campusallee sollen bis dahin verkauft sein.

Verkehrsinfrastruktur wird weiter ausgebaut
Der Neu- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf der Seite des ehemaligen Ausbesserungswerks geht auch 2015 weiter: 2014 wurden die Wohnstraßen im Quartier am Campus sowie die Torstraße als Zufahrt zum Bahnstadtgelände zu Ende ausgebaut. 2015 steht dann ganz massiv im Zeichen des Straßenbaus: Von April 2015 bis Anfang 2016 folgen in verschiedenen Bauabschnitten der Ausbau der Werkstättenstraße inklusive Kreisverkehr an der Lützenkirchener Straße/Stauffenbergstraße, im Gewerbegebiet der Endausbau der Campusallee inklusive Kreisverkehr an der Quettinger Straße/Dieselstraße, der Ausbau der Straße „Am Handwerkerhof“ als Sackgasse und der Endausbau der Bahnstadtchaussee. Geplanter Baubeginn für die neue P+R-Anlage, die zunächst provisorisch hergestellt werden soll, ist das 2. Quartal 2015. Die Anlage wird sich zu beiden Seiten der Rampe Ost der Bahnhofsbrücke an der Lützenkirchener Straße erstrecken.

Die „Westseite“ – Gütergleisverlegung, Bahnhofsbrücke, Neue Bahnallee, ZOB und Artenschutz
„Mit dem Grundstein für die Bahnhofsbrücke haben wir im Mai den ersten Schritt zur konkreten Entwicklung der Westseite getan“, sagte Vera Rottes. Wenn alles wie gewünscht verlaufe, sei für Ende des ersten Quartals 2015 mit der Einweihung zu rechnen. Eine mindestens ebenso wichtige Rolle für die Neuordnung der Verkehre im Zentrum von Opladen spielte 2014 die Neue Bahnallee. Das meist diskutierte Thema bei der Planung der 1,9 km langen Straße von der Freiherr-vom-Stein-Straße bis zur Fixheider Straße war der Anschluss an die Fixheider Straße. Auf einen Vollanschluss wurde aus Kostengründen verzichtet. Die Offenlage für den B-Plan läuft ab Januar 2015, der Bau ist 2017 vorgesehen. Eventuell wird der Anschluss an die Fixheider Straße schon 2015 gebaut, da dieser Bereich nicht von der Gütergleisverlegung betroffen ist. Bereits eingeplant, so Vera Rottes, sei auch die Verlegung des Busbahnhofes direkt an den Bahnhof Opladen, der täglich von 6.000 Reisenden genutzt wird. Für 2015 stehen die vertiefte Planung und die Entwicklung des Betriebskonzeptes für den ZOB an. Schon in die Realisierung geht laut Bauplan der DB Netz AG die Gütergleisverlegung. Mit dem Bau soll im Mai 2015 begonnen werden. Das erste Gewerk wäre der Bau der neuen Eisenbahnüberführung an der Lützenkirchener Straße.
Die sichtbaren Vorarbeiten startet die DB Netz AG schon am 5. Januar mit dem Freischneiden des Baufeldes. Das Überleben der Kreuzkröten-Population, die auf der Westseite lebt, wird über den B-Plan „Neue Bahnallee“ gesichert: Die streng artengeschützten Tiere werden 2015 auf eine Ausgleichsfläche nach Schlebuschrath umgesiedelt.

Städtebauliches Konzept für die Westseite – Dank an die Stadt Leverkusen
„Bei der Vorbereitung der Unterlagen und Gutachten zur Planfeststellung und zu den B-Plänen Neue Bahnallee und Westseite/Quartiere haben wir uns 2014 sehr intensiv und akribisch mit den städtischen Fachbereichen und den zuständigen Konzernen der Deutschen Bahn abgestimmt.“ 2015 gehe es nun darum, alle Planungen weiterzuentwickeln. „Am meisten wird uns beschäftigen, wie wir gesundes Wohnen entlang der Bahnlinie schaffen können.“ Ein Ansporn für die gesamte städtebauliche Entwicklung sei auch die fachliche Anerkennung, die das Projekt Bahnstadt inzwischen genieße: So belegte die nbso GmbH 2014 beim Auszeichnungswettbewerb des Landes NRW „10 Jahre Stadtumbau“ einen ersten Preis in der Kategorie „Brachflächenentwicklung“. Auch die Campusbrücke wurde 2014 in England mit einem ersten Preis für Fußgängerbrücken gewürdigt. Vera Rottes bekräftigte, dass das gesamte Projekt neue bahnstadt opladen nur im Rahmen einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der Stadt Leverkusen zu bewältigen sei. Sie dankte ausdrücklich dem Oberbürgermeister und den Fachbereichen Rechnungsprüfung, Finanzen, Liegenschaften, Recht und Ordnung, Stadtplanung, Bauaufsicht, Gebäudewirtschaft, Umwelt, Kataster, Stadtgrün, Tiefbau und Verkehr sowie der Wirtschaftsförderung Leverkusen, den Technischen Betrieben Leverkusen und der Energieversorgung Leverkusen.

Kontinuierliche Bürgerinformation und Veranstaltungen
Brückenfest 2014: Fast 10.000 Gäste kamen

Auch 2014 war das Brückenfest, das in diesem Jahr zum zweiten Mal mit der städtischen Ehrenamtsbörse kombiniert war, ein voller Erfolg: Fast 10.000 Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, sich auf dem Gelände umzusehen und die neuen Entwicklungen zu begutachten. Die kontinuierliche Bürgerinformation wird auch 2015 fortgesetzt: Am Donnerstag, 22. Januar, 19.00 Uhr, Landrat-Lucas-Gymnasium, wird das „Städtebauliche Konzept“ für die Westseite im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung erörtert. Ab April 2015 öffnet die „bahnstadt-info“ in der Freiherr-vom-Stein-Straße 3, 51379 Leverkusen-Opladen, wieder neu ihre Pforten. Am Samstag, 9. Mai, wird sich die nbso GmbH am vom Bund erstmals eingeführten „Tag der Städtebauförderung“ beteiligen. Dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen. Das Programm wird rechtzeitig bekanntgegeben.


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Letzte Änderung am 17.07.2017 08:37 von leverkusen.
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