Stadtplan Leverkusen
22.01.2015 (Quelle: TBL)
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Ergebnisse der Sitzung des Verwaltungsrates der TBL


Der Verwaltungsrat der Technischen Betriebe der Stadt Leverkusen tagte am 20. Januar 2015. Es wurden u.a. zu folgenden Projekten Beschlüsse gefasst:

Kanalneubau Edith-Weyde-Straße
Der Kanalneubau zu o.g. Straße wurde nach öffentlicher Ausschreibung vergeben. Der Kanalbau in der Edith-Weyde-Straße ist eine erste bauliche Maßnahme in Hinblick auf den Neubau der städtischen Feuerwache.

Insgesamt werden auf einer Länge von 575 m Ei-Profile in Beton in den Dimensionen 700/1050 mm und 600/900 mm verlegt. Mit den Kanalbauarbeiten soll Ende März 2015 begonnen werden. Es ist mit einer Bautätigkeit bis August 2015 zu rechnen. Die Baukosten werden rund 600.000 € betragen.


Umbau Straßenkreuzung Borsigstraße / Quettinger Straße
Um den neuen und gestiegenen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Knotens insbesondere aufgrund der fortschreitenden Entwicklung in der neuen Bahnstadt gerecht zu werden, ist der Knotenpunkt grundlegend umzubauen. Die auffälligste Veränderung wird eine zusätzliche Linksabbiegespur auf der Borsigstraße in einer Länge von 90 m sein, die Zufahrt zur neuen Bahnstadt und damit auch der künftigen Fachhochschule erheblich erleichtern wird.

Ein erster Teilauftrag für die Nebenflächen wurde bereits in 2014 erteilt. Dieser wird in den nächsten Wochen abgeschlossen. Im März soll nun die Fahrbahn überarbeitet werden. Der unmittelbare Kreuzungsbereich soll in den Osterferien mit neuen Asphaltschichten versehen werden. In dieser Phase ist eine Teilsperrung der östlichen Quettinger Straße vorgesehen. Beendet werden sollen die Bauarbeiten im Juli 2015.

Es werden dann ca 4500 m2 Fahrbahnflächen neue Asphaltschichten haben, ca 1000 m2 Geh- und Radwege neu angelegt sein und die Verkehrsinseln zum besseren Überqueren der Fahrbahn für Fußgänger und Radfahrer werden hergestellt sein. Darüber hinaus sind rund 300 m2 Grünflächen mit 9 neuen Bäumen anzulegen

Insgesamt kostet die Maßnahme voraussichtlich rund 780.000 €.


Rahmenvertrag Fahrbahnsanierungen im Stadtgebiet
Auch in 2015 werden wieder eine Reihe von Straßen großflächig instandgesetzt. Um nicht jede Maßnahme durch ein eigenes Ausschreibungsverfahren zur Vergabe zu bringen, wird ein sogenannter Rahmenvertrag beauftragt, mit dem einzelnen Maßnahmen flexibel abgerufen werden können je nach zeitlichen und finanziellen Randbedingungen. Der Rahmenvertrag ist mit einer Laufzeit von 2 Jahren vorgesehen, in denen insgesamt rund 2,4 Mio € umgesetzt werden sollen.

In 2015 sind Instandsetzungen in den folgenden Straßen vorgesehen:
Am Köschenberg März
Leineweberstraße März
Burscheider Straße April bis Juni
Stauffenbergstraße April
Wiesenstraße, Rad- u. Gehweg Mai bis Juni
Hans-Sachs-Straße Juni bis Juli
Borsigstraße Juni
Gustav-Heinemann-Straße Juli bis August
Overfeldweg August bis Oktober
Schöne Aussicht Oktober bis November


Rahmenvertrag Sanierung Abwasserkanäle
Ähnlich dem Straßenbau ist auch für die Kanalsanierung im Inlinerverfahren die Vergabe eines Rahmenvertrages beschlossen worden. Es sollen in 2015 rund 13 km des 700 km umfassenden Kanalnetzes der TBL renoviert werden. Es wird erwartet, dass durch die Renovierungen die Nutzungsdauern der meist schon älteren Kanäle um mindestens 30 Jahre verlängert werden kann. Wegen des großen Auftragsumfanges wurden gleich zwei Spezialfirmen unter Vertrag genommen.

Für die Durchführung im ersten Halbjahr wurden die vor dem Leistungsabruf erforderlichen Baubeschlüsse für die Renovierung der Kanäle in folgenden Straßenzügen gefasst:
• Kanalrenovierung Scharnhorststraße und Bodelschwinghstraße
Es sollen Steinzeug- und Betonkanäle DN 250 bis 400 mm der Baujahre 1956 bis 1970 in den Anliegerstraßen auf einer Länge von rund 620 m saniert werden.
Die Projektkosten betragen rund 123 TEuro.
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• Kanalrenovierung Carl-Duisberg-Straße Nord
Es sollen Betonkanäle DN 700 und 600/900 mm der Baujahre 1914 bis 1955 in der Hauptverkehrsstraße auf einer Länge von rund 250 m saniert werden.
Die Projektkosten betragen rund 123 TEuro.

• Kanalrenovierung Stixchesstraße, Auf dem Stein
Es sollen Steinzeugkanäle DN 250 der Baujahre 1930 und 1959 bis 1973 sowie 1980 in den Hauptverkehrsstraßen auf einer Länge von rund 740m saniert werden.
Die Projektkosten betragen rund 138 TEuro.

• Kanalrenovierungen Alte Landstraße, Küppersteger Str. bis Hardenbergerstr.
Es sollen Steinzeugkanäle DN 250 bis DN 450 mm des Baujahres 1955 in der Anliegerstraße auf einer Länge von rund 600m saniert werden.
Die Projektkosten betragen rund 146 TEuro.

• Kanalrenovierungen Hüscheider Straße
Es sollen Steinzeug- und Betonkanäle DN 250 bis DN 400 mm des Baujahres 1961 in der Anliegerstraße auf einer Länge von rund 740m saniert werden.
Die Projektkosten betragen rund 180 TEuro.

Kanalbaumaßnahme Kunstfeldstraße
An dem Verbindungsweg zwischen der Stixchesstraße und der Kunstfeldstraße sollen eine neue Wohnbebauung entstehen. Es ist erforderlich für diese einen geordneten Anschluss an das städtische Kanalnetz herzustellen.
Es wurde deshalb beschlossen in der Straße „Kunstfeldstraße Stichweg“ ein neuer Mischwasserkanal aus Steinzeugrohren DN 250 in offener Bauweise zu verlegen. Die Kanalbaulänge beträgt rund 120 m in einer Tiefe bis zu ca. 3,35 m.
Die Kanalbaumaßnahme soll im Juli 2015 begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von ca. 3 Monaten gerechnet.
Die Gesamtkosten belaufen sich gemäß Baubeschluss auf 135 TEuro.


Kanalstauraum Süd, III. Bauabschnitt
Über einen etwas komplizierteren Sachverhalt musste bezüglich einer Kanalbaumaßnahme in der Carl-Duisberg-Straße beschlossen werden.

Der Ortsteil Wiesdorf wird im Mischsystem entwässert. Die nach den Regeln der Technik erforderliche Regenwasserbehandlung erfolgt für den südlichen Ortsteil durch den Kanalstauraum (KSR) Wiesdorf-Süd.
Der Kanalstauraum hat die Aufgaben, bei Regen den Zulauf zur Kläranlage auf die dort behandelbare Abwassermenge zu begrenzen, das darüber hinaus anfallende Abwasser zwischen zu speichern und bei noch ergiebigeren Regenfällen, die den Speicher vollständig füllen, überschüssiges Abwasser nach mechanischer Reinigung in den Rhein zu entlasten. Der KSR Wiesdorf-Süd beginnt am Pumpwerk Hauptstraße. Das erforderliche Volumen wird in großvolumigen Kanälen von dort bis zur Carl-Duisberg-Straße Höhe Zufahrt Möbelmarkt bereitgestellt.
Diesem Punkt ist das Abwasser aus dem südlich liegendem Kanalnetz zuzuführen. Die Ableitung des Abwassers vom Willy-Brandt-Ring in nördlicher Richtung der Carl-Duisberg-Straße zu diesem Anschlusspunkt erfolgt derzeit über ein stark veraltetes und nach heutigen Anforderungen zu klein dimensioniertes Pumpwerk an der Ecke Willy-Brandt-Ring/Carl-Duisberg-Straße.
Hierzu soll zwischen dem bisherigen Endpunkt des Stauraumkanals in der Carl-Duisberg-Straße und den Kanälen in der Kreuzung Willy-Brandt-Ring ein Stauraumkanal in der Dimension DN 1600 aus Stahlbeton mit einer Trockenwetterrinne DN 400 auf einer Länge von 200 m in Tiefen bis zu 8 m errichtet werden.

Der Stauraumkanal soll in unterirdischem Vortrieb aus Stahlbetonrohren hergestellt werden.
Gründe hierfür sind insbesondere, dass das Verfahren nur zu relativ begrenzten Verkehrsbehinderungen in der für die Andienung der anliegenden Gewerbegrundstücke wichtigen Straße führt. Zudem der Kanal in relativ großer Tiefenlage verlegt werden muss und die vorhandenen Altablagerungen im Baufeld bei offener Bauweise zu unübersehbaren Entsorgungs- und Sicherungskosten führen würden.

Die Altablagerungen stellen auch für den Vortrieb das größte Risikopotential dar. In umfangreichen Untersuchungen wurden sehr unterschiedliche Ablagerungszonen ermittelt. Die Altablagerungen betreffen rund 100 m der geplanten Vortriebsstrecke. Sie reichen herab bis zu 12 m Tiefe. In diesen Auffüllungen befinden sich unter anderen Schutt, Ziegel und Betonablagerungen. Es wurden teilweise erhebliche Verunreinigungen durch PAK, Arsen und Chrom VI festgestellt. Hierdurch wird die Baustelle als sogenannte „Schwarz-Weiß-Baustelle“ geführt werden müssen. Dies bedeutet unter anderem, dass die vor Ort arbeitenden Personen bzw. alle Personen, die mit kontaminiertem Boden in Kontakt kommen könnten, mit entsprechendem Vollschutz arbeiten müssen.

Entsprechend der rechtlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren ist bei Tiefbaumaßnahmen ein besonderes Augenmerk auf das eventuelle Vorhandensein von Kampfmitteln zu richten. Eine diesbezügliche Anfrage an den zuständigen Kampfmittelbeseitigungsdienst bei der Bezirksregierung Düsseldorf ergab, dass von dort keine Freiheit von Kampfmitteln bescheinigt werden kann. Bei Arbeiten mit erheblicher mechanischer Belastung wird eine Tiefensondierung empfohlen.
Nach heutiger Rechtslage kann der Auftragnehmer für die Vortriebsarbeiten in der Regel vom Auftraggeber die Freigabe des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für das Bauvorhaben verlangen. Da diese Freigabe nicht beigebracht werden kann, beabsichtigen die TBL in einem ersten Schritt, den Markt der Vortriebsfirmen dahingehend abzufragen, ob sie mit ihrer Maschinentechnik „keine erheblichen mechanischen Belastungen“ im Sinne der Kampfmittelthematik ausüben und somit in der technischen und rechtlichen Lage sind, ohne Detektion in der Altlast auf Kampfmittel, die Vortriebsstrecke aufzufahren.

Der beabsichtigte Vortrieb ist dann in der Grundwasserwechselzone auszuführen. Der Grundwasserstand ist in dem Bereich abhängig vom Rheinwasserstand sowie darüber hinaus von der Grundwasserbewirtschaftung durch den Chempark.
Der beabsichtigte Vortrieb mit offener Ortsbrust erfordert weitgehende Grundwasserfreiheit im Vortriebsprofil. Aufgrund langjähriger Aufzeichnungen besteht ein „bestmögliches“ Baufenster zwischen Juni und Oktober. Es soll deshalb in Jahresmitte 2015 mit den Arbeiten begonnen werden und der Vortrieb bis Oktober beendet sein. Insgesamt werden voraussichtlich 8,5 Monate benötigt. Sollten sich im Zuge der weiteren Projektbearbeitung Verzögerungen ergeben, wäre der Baubeginn um ein Jahr zu verschieben.

Die Gesamtkosten belaufen sich gemäß Baubeschluss auf 3.100 TEuro.

Für den Fall, dass keine Firma diese Anforderung technisch und rechtlich erfüllen kann, oder dass keine Firma ein wirtschaftliches Angebot für den Vortrieb abgibt, müsste das Vorhaben aufgegeben werden. Als Alternative bleibt dann der Neubau eines Pumpwerkes an der Kreuzung Willy-Brandt-Ring.

Verkauf Teilgeschoß 10. OG City-Turm
Der Verwaltungsrat hat den Verkauf des bislang im Eigentum befindlichen Drittel der 10. OG City-Turm an den Investor, der den City-Turm sanieren wird, beschlossen. Da die restlichen Flächen im 10. OG nicht vermietet sind, wird dadurch ein ganzes Geschoß frei. Das wiederum ist die Voraussetzung, um mit der Sanierung beginnen zu können.


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Letzte Änderung am 11.12.2015 20:53 von leverkusen.
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