Stadtplan Leverkusen
11.03.2015 (Quelle: Friedrich Busch)
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Lärmaktionsplan Stufe 2, Teilmodul Straße macht lärmgeplagten Leverkusener Bürgern Mut


Jetzt liegen endlich Daten vor, wie viele Leverkusener an ihren Wohnstandorten potentiell gesundheitsgefährdenden Lärmbelästigungen durch Straßenverkehr ausgesetzt sind:
Tagsüber sind 10.700 Personen einem Lärmpegel von über 65 Dezibel ausgesetzt, in den Nachtstunden 14.400 Personen einer Lärmbelastung von über 55 Dezibel.

Der Lärmaktionsplan listet 26 Straßen-Lärmbrennpunkte im Stadtgebiet auf.
Busch: „Das Besondere am Lärmaktionsplan besteht darin, dass auch Maßnahmen aufgeführt werden, wie Lärm auf den Straßen reduziert werden kann. Obwohl kein Rechtsanspruch der Bevölkerung auf die Durchführung von Lärmsanierungsmaßnahmen besteht, gehe ich davon aus, dass jetzt in der Öffentlichkeit ein intensiver Diskussionsprozess beginnt, wie Maßnahmen trotz der prekären Haushaltslage der Stadt realisiert werden können.“
Busch sieht noch einen weiteren Vorteil, der sich aus den Ausführungen des Lärmaktionsplans ergibt:
Busch: „Häufig wurden von Seiten der Stadtverwaltung Vorschläge der Kommunalpolitik abgeblockt, wie z.B. Temporeduzierungen oder die Errichtung von Kreisverkehren. Jetzt werden gerade diese beiden Maßnahmen „offiziell“ als reale Möglichkeiten zur Reduzierung des Lärmpegels vorgeschlagen.“

Exemplarisch hat sich Busch einen Lärmbrennpunkt in seinem Wahlkreis näher angesehen. Im Aktionsplan wird als Nr. 3 die Düsseldorfer Straße in dem Abschnitt zwischen den Straßen „In den Belsen“ und „Kämper Weg“ als Lärmbrennpunkt herausgestellt.
Busch: „Das deckt sich auch mit den Wahrnehmungen der dort wohnenden Bevölkerung. Hier liegen laut Lärmaktionsplan die höchsten Schwerverkehrsanteile in der Stadt Leverkusen von bis zu 10% des durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommens vor. (S. 14). Richtig ist auch, dass der Lärmeinfluss der Bundesautobahn A3 als Lärmquelle gesehen wird. Je nach Windrichtung ist der Autobahnlärm stellenweise unerträglich im Opladener Norden.“
Aber auch hier keimt ein Hoffnungsschimmer auf: „Für den Bereich der BAB A3 nördlich der Anschlussstelle Opladen wurde seitens des Landesbetriebs Straßenbau NRW eine schalltechnische Untersuchung im Rahmen der Aktion „Lärmschutz an Autobahnen“ zugesagt.“ (S. 2 Endbericht LK Argus) Die Ergebnisse sollen 2015 vorliegen.

Für Busch vollkommen überraschend, denn dieser Vorschlag ist vor einigen Jahren von der Stadtverwaltung als unrealistisch bezeichnet worden, jetzt der Vorschlag der Fachleute, am Lärmbrennpunkt 3, Düsseldorfer Straße, Kreisverkehre einzurichten.

Busch: „Vor nicht allzu langer Zeit ist der Vorschlag von Bürgern gemacht worden, an der Ecke Düsseldorfer Straße/Sandstraße einen Kreisverkehr einzurichten. Die Reaktion der Stadtverwaltung ist bekannt. Jetzt wird sogar vorgeschlagen, die Realisierbarkeit von drei kleineren Kreisverkehren auf dem Straßenabschnitt zwischen Reifen Krüger und Wupperbrücke zu prüfen: Neben dem Knoten Düsseldorfer Straße/ Sandstraße jetzt noch am Knoten Düsseldorfer Straße/Haus-Vorster-Straße/Hermann-Löns-Straße und am Knoten Düsseldorfer Straße/Kämper Weg.“

Fazit: Allein die vorgeschlagenen Maßnahmen für den Lärmbrennpunkt Nr. 3 (Düsseldorfer Straße zwischen „In den Belsen“ und „Kämper Weg“ ) machen deutlich, dass jetzt ein intensiver Diskussionsprozess in Politik und Bevölkerung einsetzen müsste. Auf jeden Fall sind die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Lärmreduzierung mutig und richtungsweisend, auch wenn sich nicht alle Hoffnungen der Bürger erfüllen werden.


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Letzte Änderung am 22.08.2017 22:44 von leverkusen.
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