Stadtplan Leverkusen
07.09.2015 (Quelle: WFL)
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Was Unternehmer von Sportlern lernen können


Rückblick auf den WfL-Mittelstandsdialog: Die Macht der Motivation –

Wie macht man aus Individualisten eine funktionierende Mannschaft? Eine Frage, die sich Trainer im Sportbereich genauso stellen wie Geschäftsführer von Unternehmen. Beim WfL-Mittelstandsdialog am Donnerstagabend, 03. September 2015, in der Smidt-Arena zeigte die Geschäftsführerin der Handball-Abteilung und Cheftrainerin der „Werkselfen“ vom TSV Bayer 04 Leverkusen, wie sie bei ihren Spielerinnen den Teamgeist weckt und die individuellen Stärken fördert.
Es war Punkt 18 Uhr, als die „Werkselfen“ die Platte betraten. Während sich die Handballerinnen, die mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison sind, auf dem Spielfeld der Smidt-Arena aufwärmten, stand ihre Cheftrainerin noch am Rand. Doch Renate Wolf trainierte nicht, sie referierte. Und die rund 50 Gäste aus der Leverkusener Unternehmerschaft, die auf der Haupttribüne saßen, hörten ihr seit gut einer Stunde gespannt zu. Was ist ein Team? Wie formuliert man Ziele? Welche Formen von Regeln gibt es? Wieso ist eine klare Rollenverteilung in einer Gruppe wichtig? Und wie geht man konstruktiv mit Konflikten um? Es sind Fragen wie diese, die nicht nur im Trainingsalltag einer Handball-Bundesligamannschaft auftauchen. Auch so mancher Wirtschaftsakteur wird mit derlei Aufgaben konfrontiert. Beim WfL-Mittelstandsdialog zeigte Renate Wolf praxisnahe Lösungsansätze auf, wie man eine Arbeitsgruppe erfolgreich coacht.
Zunächst stellte die Cheftrainerin die Motivationsfrage: Was ist es, das einen Sportler antreibt? Etwa die Aussicht auf Belohnung, Anerkennung von außen und Highlights – im Sport können das beispielsweise gewonnene Titel sein. Um erfolgreich zu sein, müssten zunächst Ziele und Zwischenziele festgelegt werden, und zwar gemeinsam. „Die Ziele sollten zudem schriftlich fixiert und von jedem unterschrieben werden, um sie im Unterbewusstsein zu verankern“, erklärte Renate Wolf. Auf dem Weg zum Ziel sei eine klare Führungsstruktur unverzichtbar, genauso wie gute Kommunikation und gegenseitiger Respekt. Als Beispiel nannte Wolf die Sitzordnung im Mannschaftsbus oder in der Kabine. Wenn neue Spielerinnen hinzukommen, müsse man ihnen die bisherige Sitzordnung kommunizieren. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg liege in der frühzeitigen Erkennung von Konflikten und der konstruktive Auseinandersetzung damit – auch in erfolgreichen Zeiten. Dabei habe das gemeinsame Ziel immer Vorrang vor dem aktuellen Konflikt. Der Trainer müsse als Führungspersönlichkeit glaubwürdig sein, ehrlich, authentisch, kompetent, leidenschaftlich, vertrauensbildend, empathisch, kommunikativ und konsequent. Wie wichtig jedes einzelne Teammitglied einer Arbeitsgruppe ist, veranschaulichte die Trainerin zum Schluss mit einer praktischen Sitzkreis-Übung. Auf Kommando setzten sich die Spielerinnen auf das Bein der Mitspielerin hinter ihr. „So ist der Kreis stabil und es ist für niemanden anstrengend“, erklärte Renate Wolf und zog anschließend eine Spielerin aus dem Kreis heraus. Dadurch wurde der Kreis instabil und fiel in sich zusammen. Beim Get-Together blieb den Gästen nicht nur Raum zum Netzwerken, sie konnten den Werkselfen und Renate Wolf auch beim Training zuschauen. „Die Themen Motivation und Coaching lassen sich problemlos auch auf Unternehmen übertragen. Der Vortrag von Renate Wolf hat die Parallelen wunderbar herausgearbeitet und zahlreiche Ansätze geliefert, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um aus den Mitarbeitenden eine erfolgreiche Mannschaft mit gemeinsamen Zielen zu machen“, resümierte WfL-Geschäftsführer Dr. Frank Obermaier.


Bilder, die sich auf Was Unternehmer von Sportlern lernen können beziehen:
03.09.2015: Natalie Adeberg

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Letzte Änderung am 07.09.2015 11:12 von leverkusen.
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