Stadtplan Leverkusen
25.01.2016 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Unsichtbare Drogen im Glas: Gefahr durch K.O.-Tropfen


Nicht erst seit den Ereignissen in der Silvesternacht bringen städtisches Frauenbüro und Runder Tisch gegen Gewalt an Frauen Leverkusen das Thema „Pass auf Dein Glas auf“ deutlich in die Öffentlichkeit. Vor allem Mädchen und Frauen sind in Gefahr, durch die Gabe von K.o.-Mitteln, die ihnen unbemerkt ins Getränk gemischt wurden, Opfer von sexuellen Übergriffen und Raubdelikten zu werden - besonders zu Karneval.

Sogenannte K.o.-Tropfen sind farb- und geruchlose chemische Substanzen, bekannt auch als „flüssiges Ecstasy“, die erst aufputschen, willenlos und dann bewusstlos machen und einen vollständigen Knockout verursachen. Eingesetzt werden die leicht zu beschaffenden Betäubungsmittel bei Partys, in Discos, aber auch bei privaten Feiern und im sozialen Nahbereich.

Erst bei Erwachen aus der Bewusstlosigkeit stellen viele Opfer fest, dass sie missbraucht wurden. Durch die von den K.O.-Tropfen ausgelösten Gedächtnislücken („Filmriss“) wissen sie nicht, wer sie betäubt oder angegriffen hat und was ihnen zugestoßen ist.

Schnelles Handeln erforderlich – anonym Spuren sichern lassen
Da bei sexualisierter Gewalt im Zusammenhang mit K.O.-Mitteln die Substanzen nur sechs bis acht Stunden nach der Gabe nachweisbar sind, ist schnelles Handeln ist erforderlich. Das Leverkusener Frauenbüro und die Beratungsstellen weisen darauf hin, bei einem konkreten Verdacht sofort anonym Spuren sichern zu lassen und sich dazu in die Ambulanz in einem der beiden Leverkusener Krankenhäuser (Klinikum und Remigius) zu begeben. Beide Kliniken sind auf solche Fälle vorbereitet und können später auch Kontakte herstellen, wenn die Straftat zur Anzeige gebracht werden soll.

Die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V. (Tel. 0214-2061598, www.frauennotruf-lev.de ) und die Frauenberatungsstelle Leverkusen e.V. (Tel. 02171- 283 20, www.frauenberatungsstelle-leverkusen.de) unterstützen und beraten betroffene Frauen und Mädchen, die durch den Übergriff traumatisiert sind bzw. sich körperlich und psychisch in einer kritischen Situation befinden.

Wie können Sie sich konkret vor K.O.-Tropfen schützen?
• Lassen Sie das Getränk, insbesondere im Glas, möglichst nicht unbeobachtet stehen
• Nehmen Sie keine offenen Getränke an und nur unverschlossene Originalflaschen
• Bestellen Sie Getränke bei den Bedienungen und nehmen Sie diese nur von ihnen selbst an
• Freundinnen und Freunde sollten aufeinander achten und ihre Gläser und
• Flaschen gegenseitig im Auge behalten – und wer gemeinsam ausgeht, sollte auch gemeinsam den Weg zurück nach Hause nehmen
• Vertrauen Sie Ihrem Gefühl, wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt

In fast allen Wupsi-Bussen hängt zudem ein Hinweisplakat „Hilfe bei Gewalt“ mit den sechs wichtigsten Telefonnummern für Leverkusen sowie einem QR-Code, der zur Homepage des Frauenbüros mit weiteren Informationen und Beratungsangeboten leitet


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Letzte Änderung am 25.01.2016 16:35 von leverkusen.
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