Stadtplan Leverkusen
15.11.2016 (Quelle: LANUV)
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Rheinalarm: LANUV veröffentlicht die ersten beiden Berichte


Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat gestern unter der Überschrift "Brand Chemiepark Leverkusen am 12.11.2016" seine Berichte von Sonntag veröffentlicht:
"Die Stadt Leverkusen teilte mit, dass die Löschwasserrückhaltung nicht erfolgreich sei. Löschwasser gelange in den Rhein."

"Sofortbericht
Warn- und Alarmdienst Rhein (WAP)
Intensivierte Gewässerüberwachung (INGO) NRW
Brand im Chemiepark Leverkusen


Seit gestern Abend brennt es im Chemikalienlager des Chemieparks Leverkusen. Die Stadt Leverkusen teilte mit, dass die Löschwasserrückhaltung nicht erfolgreich sei. Löschwasser gelange in den Rhein. Menge 30 m³/s (korrigiert auf 30 m³/min) Löschwasser, Wasserstand 171 cm bei Düsseldorf, Abfluss 1360 m³/s.
Der Presse ist zu entnehmen, das Feuer sei "bei Umfüllarbeiten in einem chemischen Lager" ausgebrochen. Es seinen dort Hexamethyl gelagert, das für die Reifenherstellung verwendet wird, der Haushaltsreiniger Isopropanol und das Lösungsmittel Isubutanol.

Bewertung:
Aus den vorliegenden Angaben lässt sich keine Bewertung vornehmen. Eine akute Schädigung der Biozönose des Rheins ist nicht auszuschließen.

Informationswege:
Die Wasserschutzpolizei ist vor Ort.
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat eine Meldung über den Warn- und Alarmdienst Rhein (WAP) abgesetzt.
Die Betreiber der Trinkwassergewinnungsanlagen am Rhein werden über den Warn- und Alarmdienst Rhein (WAP) über vorliegende Schadstoffwellen informiert. Die Trinkwasserversorger können im Bedarfsfall eigenverantwortlich anlagen-spezifisch erforderliche Maßnahmen des Trinkwasserschutzes rechtzeitig einleiten."

und

"1. Folgebericht
Warn- und Alarmdienst Rhein (WAP)
Intensivierte Gewässerüberwachung (INGO) NRW
Brand im Chemiepark Leverkusen

Am 12.11.2016 ist im Chempark Leverkusen ein Chemikalienlager in Brand geraten. Am frühen Morgen wurde mitgeteilt, dass die Löschwasserrückhaltung nicht erfolgreich sei.
Löschwasser gelange in den Rhein. Menge 30 m³/s Löschwasser, Wasserstand 171 cm bei Düsseldorf, Abfluss 1360 m³/s. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat eine Meldung über den Warn- und Alarmplan Rhein abgesetzt.
Mitarbeiter des LANUV haben am heutigen Sonntag morgen, 13.11.2016 Wasser-Mischproben aus der Probenahmestation Düsseldorf Flehe (Rhein-km 732, rechts, also 30 km unterhalb Einleitung) geholt und mit den Analysen begonnen.
Folgende Proben liegen vor:
Sa 12.11.2016 8-16 Uhr
Sa 12.11.2016 16-24 Uhr
So 13.11.2016 0-8 Uhr
Entsprechend der erwarteten Fließzeit findet sich in der Probe vom Sonntag, 0-8 Uhr eine Konzentration von rund 22 µg/l Butyldiglycol (Cas-Nr. 112-34-5). Dieser Stoff stammt vermutlich aus dem eingesetzten Löschschaum. Die Probe von Samstag 16-24 Uhr ist ohne Befund. Weitere Analysen folgen.
Die Wasserschutzpolizei Köln hat keine Informationen über Fischsterben in dem betroffenen Bereich. Nach mündlich übermittelten Informationen von Currenta war das Feuer in den frühen Morgenstunden gelöscht. Die Einleitung von Löschwasser in den Rhein endete gegen 5 Uhr. Currenta hat das in den Rhein abgeflossene Löschwasser in kurzen Abständen untersucht und wird der Bezirksregierung Köln detailliert berichten. Für die schnelle Bewertung der Belastung des Rheines wurden folgende Frachtdaten übermittelt:
Isopropanol knapp 1 t
Butanol ca. 3 t
Butoxyethanol ca. 50 kg
D4-Siloxan – Oktamethylcycloterasiloxan (CAS 556-67-2), 62 kg
D6-Siloxan - Dodecamethylcyclohexasiloxane – CAS 540-97-6, 23 kg
Die eingesetzten Schaummittel konnten noch nicht benannt werden, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass auch PFT haltige Mittel verwendet wurden.
Aus der Berichterstattung zu den Chemikalien, die in den Hallen lagerten sind zusätzlich zu genannten Stoffen noch „Restöle in unbestimmter Menge“ zu benennen. Außer dem detektierten Butyldiglycol wurde im Rhein kein auffälliger Peak im Screening nach schwerflüchtigen Halogenkohlenwasserstoffen gefunden."



Meldungen, die sich auf diese Meldung beziehen:
17.11.2016: 2. Folgebericht des LANUV

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Letzte Änderung am 19.11.2016 16:31 von leverkusen.
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