Stadtplan Leverkusen
22.09.2017 (Quelle: Tomforde)
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Die Langzeit-Auswirkungen der 50+1-Regel


Die deutsche Bundesliga ist für ihre 50+1-Regel weltbekannt. Sinn und Zweck dieser Regelung ist es, den sportlichen Wettbewerb der Bundesliga zu schützen. Doch was besagt diese Regel eigentlich und macht sie in unserer modernen Welt überhaupt noch Sinn? Hier finden Sie einen kleinen Überblick.

Was besagt die 50+1-Regel?
Die Regel hindert Anleger, die in Fußballklubs investieren, daran, eine Stimmenmehrheit zu erhalten und somit die Entscheidungsmacht über Strategien, etc. zu übernehmen. Die Regel gilt sowohl in der Bundesliga als auch im Bayerischen Fußballverband. In bayerischen unterklassigen Ligen gilt diese Regel deshalb ebenfalls.

Wie finanzieren sich Vereine stattdessen?
Investoren, Anleihen, Mäzene - Vereine haben verschiedene Möglichkeiten, sich zu finanzieren. Doch einige Mannschaften, wie zum Beispiel das deutsche Vorzeigeteam FC Bayern München, haben mehr Möglichkeiten als andere. Je mehr Geld ein Verein macht, desto besser sind auch die Spieler, die er einkaufen kann. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass den reichen Klubs bei Buchmachern bessere Gewinnchancen ausgerechnet werden.

Die Ausnahmen
Wie immer gibt es auch bei der 50+1-Regel Ausnahmen. So ist es möglich, falls die Vereinssatzung verändert wird, dass ein Anleger, der seit 20 Jahren in einen Verein investiert, einen größeren Stimmenanteil haben darf. Klubs, bei denen dies der Fall ist, sind zum Beispiel 1899 Hoffenheim, der von Dietmar Hopp finanziert wird, Bayer 04 Leverkusen, dessen Sponsor die Bayer AG ist, und VfL Wolfsburg, der von Volkswagen gesponsert wird.

Eine weitere Ausnahme ist auch RB Leipzig, der von Red Bull finanziert wird. Wieso ist es dem sächsischen Verein möglich, die 50+1-Regel zu ignorieren? Das liegt daran, dass die 50+1-Regel besagt, dass eine Mannschaft eine ausgelagerte Fußballkapitalgesellschaft kontrollieren muss. Aber im Falle Leipzig verhält es sich so, dass die Kapitalgesellschaft gleichzeitig auch der Verein ist.

Pro und Kontra der Regel
Die Gemüter scheiden sich, was die 50+1-Regel angeht. Einige lieben sie und andere sehen sie als ein Hindernis für den deutschen Fußball. Ein großer Befürworter der Regel ist zum Beispiel Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Seiner Meinung nach ist die Bundesliga die “schönste und aufregendste” Fußballliga von Europa, da die Teams nicht von Investoren gesteuert werden.

Aber es gibt auch Menschen, die sich wünschen, die Regel würde endlich abgeschafft werden. Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, und Adidas-Chef Kasper Rorsted sind zwei dieser Personen. Eine Abschaffung würde endlich wieder zu einem echten Wettbewerb in der Bayern-dominierten Bundesliga führen, so Rorsted.

Einige Menschen sind auch der Meinung, dass die Regel früher oder später gerichtlich abgeschafft werden wird. Mannschaften sollten deshalb im Voraus dementsprechende Vorbereitungen treffen.

Die 50+1-Regel bietet immer wieder viel Material für hitzige Diskussionen. Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Fest steht aber, dass sie momentan die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Fußballs hemmt. Überdacht werden sollte sie also in jedem Fall.

Bayer-Stadion


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Letzte Änderung am 25.09.2017 15:41 von leverkusen.
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