Stadtplan Leverkusen
17.11.2014 (Quelle: Evangelischer Kirchenkreis)
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Finanzen konsolidieren mit der Leitidee, die Zukunft der Kirche zu gestalten


Kreissynode des Kirchenkreises Leverkusen

Die 104. Synode des Kirchenkreises Leverkusen fand im neuen Gebäude „Haus der Kirche“ in Burscheid statt. Superintendent Gert-René Loerken zeigte sich erfreut, dass das Doppelprojekt: Umbau des ehemaligen Internats zum neuen Sitz des Kirchenkreises zum einen und die Verwaltungsstrukturreform zum anderen nun umgesetzt wurde. „Es ist für alle ein spannender Neuanfang“, so Loerken.

Der Burscheider Bürgermeister Stefan Caplan dankte dem Kirchenkreis in seinem Grußwort dafür, dass der „Schandfleck“ – also das alte Internat - nun dem modernen Bauwerk gewichen ist: „Eine grandiose Lösung“, so Caplan. Er bekundete, dass der Superintendent nun eins der schönsten Büros in Burscheid habe, „ich wünsche mir, dass er mich häufig einlädt“, sagte der Bürgermeister. Loerken dankte Caplan für seine Unterstützung in diesem Prozess und schlug ihm vor, einen Tag bei ihm zu hospitieren. Der Bürgermeister schlug ein und lud den Superintendenten umgekehrt ein, auch einen Tag im Rathaus mit ihm zu verbringen.

Ausgeglichener Haushalt: mit Aufgabenkritik verbinden
Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Bericht des Superintendenten, Nachwahlen zur Scriba für den Kreissynodalvorstand und Finanzangelegenheiten.
Finanzen sind immer wieder Gegenstand engagierter Diskussionen, auch auf dieser Synode hatten sie ihren Raum, weil der Kirchenkreis auf Rücklagen in der Höhe von rund 562.000 Euro zurückgreifen muss. Das ist zumindest der derzeitige Stand. Aufgrund der neuen Haushaltssystematik kann derzeit nicht abschließend festgestellt werden, wie hoch das Defizit real ausfällt. Klar ist aber, dass das reale Defizit am Ende deutlich niedriger ausfallen wird.

Hinzu kommt, dass der Haushalt nicht bilanzbasiert ist, d. h. die Vermögenswerte wie das neue Gebäude sind nicht erfasst. Es sei kein Anlass zu großer Besorgnis, aber es müssten ernsthafte Überlegungen zur Haushaltskonsolidierung angestellt werden, betonte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Peter Berger.

Beschlossen wurde, ein mittelfristiges Finanzkonzept zu erstellen, das auf einer Aufgabenkritik basiert. Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt.
Superintendent Gert-René Loerken betonte, dass es jetzt darum gehe, in aller Ruhe vernünftige Sparvorschläge zu machen. In der Vergangenheit habe sich der KSV immer wieder damit befassen müssen, „Schnellschüsse zu heilen“.

Mutig die Kirche von Morgen gestalten
In seiner Rede zum Superintendentenbericht verwies er auf die mannigfaltigen Debatten rund um Haushaltskonsolidierung und Optimierung. „Unendlich viel Lebenszeit wurde in Strukturprozesse gesteckt.“ Doch mit einem mechanistischen Weltbild, nach dem Motto Fakten sammeln, analysieren, Pläne entwerfen – werde man der Komplexität der Zukunftsgestaltung der Kirche nicht gerecht. „So funktioniert unsere Arbeit nicht.“

Er plädierte dafür, sich auf eine Expedition einzulassen: die Suche nach der Kirche von Morgen.
„Wir brauchen mutige Entdeckerinnen und Entdecker, die sich auf Versuch und Irrtum einlassen, die glaubwürdig sind in Glaubensfragen, Mut zum ehrlichen Gespräch haben und Perspektiven wechseln können“ sagte Loerken.

Scriba-Wahlen
Im Auftrag der Kreissynode leitet der Kreissynodalvorstand (KSV) den Kirchenkreis Leverkusen. Er besteht aus dem Superintendenten, dem Assessor (stellvertretenden Superintendenten), der Scriba (Schriftführer) und weiteren Mitgliedern, den Synodalältesten.
Aus Altersgründen scheidet Pfarrerin Benita Zapf-Mankel (Rheindorf) nach 24 Jahren aus dem KSV aus. 22 Jahre lang war sie Scriba, nun musste nachgewählt werden. Superintendent Gert-René Loerken dankte ihr für das langjährige Engagement und würdigte sie als „verständnisvolle, konstruktive und liebevoll-unbequeme“ Mitstreiterin im KSV.

Ohne Gegenstimmen wurden gewählt:
Als Scriba für die Restlaufzeit bis zur Sommersynode 2016
Pfarrerin Annemarie Becker, 57 Jahre alt, hat in Göttingen und Bonn Theologie studiert.
Ihr erstes Examen hat sie in der hannoverschen Kirche abgelegt, zum Vikariat hat sie ins Rheinland eingeheiratet.
Ihre Schwerpunkte waren damals das Alte Testament, insbesondere das Erzählwerk und praktische Theologie hierbei insbesondere Sektenfragen interessierte. Das Vikariat absolvierte sie in Langenfeld, danach hat sie 18 Monate den damaligen Superintendenten entlastet und später eine halbe Stelle in der Schule angetreten.
In der theologischen Arbeit faszinierte sie zu Beginn die feministische Theologie, später kam eine Ausbildung zu Bibliodramaleiterin hinzu, die neue Möglichkeiten mit sich brachte, mit biblischen Texten umzugehen.
Daneben hat für die Arbeit in der Schule ihre Auseinandersetzung mit dem Prozess: Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung eine große Rolle gespielt.
Heute hat Annemarie Becker eine volle Stelle am Berufskolleg Opladen und ist Bezirksbeauftragte für den evangelischen Religionsunterricht an den Berufskollegs im Kirchenkreis. Damit ist sie für die Fortbildung der entsprechenden Kolleginnen und Kollegen zuständig und im Gespräch mit den Schulleitungen zur Sicherstellung des Religionsunterrichts. Sie ist seit 1996 im KSV.

Als erste Stellvertretung der Scriba für die Restlaufzeit bis zur Sommersynode 2020:
Pfarrerin Annegret Duffe ist 50 Jahre alt, hat in Münster und Heidelberg Evangelische Theologie studiert (Schwerpunkt Neues Testament und Ethik) und war vor dem Vikariat Sachbearbeiterin in der Geschäftsstelle des Kirchentags in München (1993).
Das Vikariat hat sie in der Hannoverschen Kirche begonnen und in Monheim fortgesetzt, war dann Pastorin im Hilfsdienst in Bergisch Neukirchen. Seit 1997 ist die Pfarrerin im eingeschränkten Dienst (50%) an der Martin-Luther-Kirche in Langenfeld. Ihre Schwerpunkte sind Kindergottesdienst, Frauen- und Seniorenarbeit, Kirchenmusik und Gremienarbeit. Seit 2013 ist sie 2. stellvertretende Scriba.

Als zweite Stellvertretung Scriba
Pfarrer Heribert Rösner, 51 Jahre alt, hat Evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal, den Universitäten in Tübingen und Nijmegen/Niederlande studiert. Außerdem hat der die Schauspielschule in Nijmegen/Niederlande abgeschlossen und ein Studium der Spiel- und Theaterpädagogik an der Hochschule der Künste Berlin absolviert.
Zum Vikariat zog er nach Düsseldorf. Weitere Stationen waren „Hilfsprediger“ (heute heißt das Pfarrer zur Anstellung) in der Ev. Kirchengemeinde Duisburg-Neumühl und beim Ev. Christophorus-Werk, Duisburg. Später arbeitete er als Pastor für Jugendarbeit im Kirchenkreis An der Ruhr mit Sitz in Mülheim an der Ruhr und als Landespfarrer für Schüler- und Schülerinnenarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland mit Sitz in Düsseldorf. Seit sechs Jahre ist Heribert Rösner Schulpfarrer am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leverkusen-Lützenkirchen.


2 Bilder, die sich auf Finanzen konsolidieren mit der Leitidee, die Zukunft der Kirche zu gestalten beziehen:
14.11.2014: Benita Zapf-Mankel
14.11.2014: Becker, Roesner, Duffe und Loerken

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Letzte Änderung am 31.05.2015 13:06 von leverkusen.
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